sehr geehrter herr dr. theurich,
hoffentlich können sie den text lesen, ich schreibe mit einer hand. die andere hat ein entzündetes handgelenk. nur absolutes stillhalten macht den schmerz erträglich.
sie sind arzt. wenn sie in diesem forum ihr wissen zur verfügung stellen, dann bekomme ich vielleicht eine ehrliche antwort. die ärzte, die ich bisher fragte, schüttelten den kopf, schwiegen oder nahmen den mich jetzt behandelnden klinikarzt in schutz. ich war inzwischen erneut im krankenhaus, mit offenen beinen. aufgrund meiner erfahrungen im april schrieb ich eine ausführliche anamnese und beschrieb die niereninsuffizienz, die ein nephrologe regelmäßig beobachtet und betreut, ich erwähnte,dass ich eine schwankende nierentätigkeit zwischen 30-50 prozent wegen einer schrumpfniere habe und die vom arzt festgelegten medikamente nicht verändert werden sollten.ich nahm spirinolacton 100 mg 1-0-0 und torasemid 20 mg 2-0-0. die dosis torasemid sollte nicht höher als 50 mg täglich sein, sonst würde es mir schaden. der stationsarzt, nach seinem namensschild privatassistenzarzt, kam auf die unglückliche idee, er wollte aufgrund meines schlechten kreatininwertes die nierenwerte verbessern. er versícherte mir, dass die infusion turo 4o ml in der zusammensetzung 20 mg torasemid entspricht. ich bekam 2 x täglich, einmal 3 x täglich den tropf . wie mir ein internist, der um ein konsil gebeten wurde, entsetzt mitteilte, war ich damit total überdosiert. 40 ml turo entsprechen 200 mg torasemid. ich erhielt täglich 400, einmal 600 mg torasemid. doch das wusste ich erst am 11.7., nach 13 tagen. meine nieren nahmen schaden, ich hielt es vor schmerzen nicht mehr aus. ich lag im bett und weinte nur noch. den arzt bat ich händeringend um eine rücksprache mit meinem nephrologen. das lehnte der stationsarzt ab, er sagte, das könnte er allein entscheiden. im entlassungbrief las ich, dass der kreatininwert bei der aufnahme 0,68 betrug, ein traumhafter wert.
gegen die schmerzen erhielt ich mehrfach am tag Oxygesic akut 5 mg in Verbindung mit Oxygesic Retard 5 mg. dieses medikament verursachte starke atemnot, irre schmerzen auf der haut des rechten oberschenkels, magenbeschwerden etc, und ließ die so gut behandelte aktive arthrose wieder aufblühen. ich hatte angst, dass ich sterben müsste. man brachte mich in die notfallambulanz mit verdacht auf lungenembolie und thrombose im oberschenkel. zeitweilig wurde ich an ein überwachungsgerät angeschlossen und das piepte pausenlos in verschiedenen tönen,. 4 stunden lag ich dort, ohne dass mich ein arzt untersuchte, zwischendurch bekam ich noch eine sehstörung. auch da blieb ein schaden zurück. nach 4 stunden wurde ich,ohne dass ein arzt mich abhorchte oder mir etwas erklärte, zurückgebracht zur hautklinik.
irgendwann erwachten meine lebensgeister wieder, ich wollte nicht mehr weinen. einige anweisungen empfand ich als falsch. so wurde ich aufgefordert, täglich 2 liter zu trinken, die nieren sollten gespült werden, zusätzlich bekam ich noch eineinhalb liter kochsalzlösung. so viel flüssigkeit konnte ich nicht wieder ausscheiden, ich ging auf wie ein ballon. ich verweigerte diesen tropf, bis der arzt meinen nephrologen angerufen hatte, das lehnte der stationsarzt ab mit der begründung, das könnte er allein… nun wollte ich nur noch nach haus. durch die hilfe von prof. sander, leiter der dermatologie und klinischer leiter der krankenhaúsgruppe st. georg wurde ich mit einer 3x3 cm großen wieder aufgegangenen offenen stelle entlassen. inzwischen haben sich zwei neue stellen gebildet, ich liege fast überwiegend und diverse meiner fachärzte bemühen sich, die in der klinik entstandenen schäden wieder zu bessern.
herr dr, theurich, sie schreiben, die visite sollte dazu dienen, aufklärende gespräche zu führen. das funktionierte bei diesem arzt aber nicht. wenn er sagt, die kreatininwerte sind schlecht so muss ich das glauben, bis ich zahlen genannt bekomme. erst im entlassungsbrief sah ich den laborbefund. der kreatininwert betrug 0,68. wenn der arzt sagt, die infusion mit 40 ml entspricht 20 mg torasemid, so glaube ich auch das. ich bekam kaliumtabletten, mein kaliumwert sei schlecht, bis zur entlassung wurde mir auch auf mehrfache nachfragen kein einziges mal der wert genannt. es stellte sich nach der entlassung heraus, er war nur zwei tage geringfügig unter dem normalbereich, danach war er zu hoch.
ich stehe angehenden fachärzten nicht kritisch oder ablehnend gegenüber. solange ich noch in kiel wohnte und meine parkinsonbehandlung in der uniklinik, neurologie behandelt wurde, war ich 3 jahre lang probandin für eine studie oder habe im zusammenhang mit arbeiten an tests teilgenommen. während der letzten 16 jahre bis zur verrentung arbeitete ich am geographischen institut der uni kiel. ich wusste, wie hart und lang der weg bis zur abgeschlossenen ausbildung ist und habe immer gern geholfen. so begegnete ich auch studenten, die von sich glaubten, sie seien wer weiß was, brauchten den rat älterer und erfahrener kollegen nicht, weil diese an ihr wissen nicht heranreichen.
fehler machen kann jeder, das ist menschlich. aber absichtlich schaden zufügen, das verstehe und verzeihe ich nicht. da der entlassungsbrief teilweise falsch und außerdem lückenhaft war, bat ich um kopie der behandlungsunterlagen. die mich weiterbehandelnden fachärzte benötigen genaue angaben, was wann und in welcher form gegeben wurde. auf die unterlagen warte ich seit 14 tagen. das schadet mir nicht nur, seit fast drei wochen habe ich schmerzen im handgelenk und oberschenkel bei 9-10. die schmerzen zermürben mich. ich habe nicht die absicht, den arzt an den pranger zu stellen, ich möchte nur wieder gesund werden. doch diesem künftigen hautarzt würde es gut tun, wenn seine entscheidungen überprüft werden. sonst wird er ein schlechter arzt, der keinen rat annehmen und patienten nicht abgeben kann.
ist das wirklich in einem krankenhaus normal und vertrebar? wo bleibt denn der mensch?
ihre stellungnahme machte mir mut, neue fragen zu stellen.
liebe grüße
ingrid = zwillingsjungfrau