Warum im Krankenhaus andere Medikamente

Warum bekommt man im Krankenhaus andere Medikamente?

Ins Krankenhaus eingeliefert am 5. 4. wegen einer Lungenentzündung wurden zum 6. 4. die bewährten Entwässerungstabletten abgesetzt und dafür andere verschrieben. Diese Anordnung wurde nicht mit mir besprochen. Sonst hätte ich darauf hinweisen können, dass ich auf sämtliche Nebenwirkungen eines Medikamentes voll reagiere. Das Pflegepersonal war überfordert, sah ich zufällig einen Arzt - Venenzugang neu legen - bekam ich keine Antwort. Das wird alles geklärt nach Ostern. Die Nebenwirkungen waren sehr massiv. Seitdem arbeiten meine Nieren fast gar nicht mehr. Dies hätte vermieden werden können, wenn die im Haus genommenen Medikamente belassen worden wären. Seit der Entlassung bemühen sich mehrere Ärzte darum, die noch vorhandenen Störungen erneut ins Gleichgewicht zu bringen. Diese Vorgehensweise ist scheinbar an Krankenhäusern sehr verbreitet.
Wer hat gleiche Erfahrungen gemacht und kann meine Frage beantworten?

Hallo,
das ist natürlich schlecht gelaufen. Es ist allerdings durchaus üblich, das man im KH „andere“ Medikamente bekommt. Das sind dann in der Regel Wirkstoff-gleiche Medikamente anderer Hersteller, oft sogar die Originale, während man vom Hausarzt nur ein „Nachahmerpräparat“ bekommen darf. Das hängt zum Beispiel damit zusammen, welches Medikament im KH als Standard eingesetzt wird, womit also die meisten Erfahrungen bestehen. So ein Tausch macht in der Regel auch keinen Unterschied. In so einem Sonderfall hätte man das allerdings bei der nächsten Visite besprechen können und müssen, zumal ja auch die Lungenentzündung selbst ungünstig auf die Niere wirken kann.
TS

Danke für die schnelle Antwort. In dem Krankenhaus ist überhaupt einiges falsch gelaufen. Ich hatte gesagt, dass an dem Parkinson-Medikament nichts geändert werden dürfte. Ich bekomme seit 15 Jahren Cabaseril, das Original, 6 mg täglich. Im Krankenhaus bekam ich nur 4 mg. Auf meinen Hinweis, gab mir eine Schicht die Tablette dann ohne Kommentar, die zweite verwies darauf, das müsse ich mit der Ärztin besprechen. Dieses Medikament habe ich immer bei mir. Die fehlenden 2 mg füllte ich dann aus meinem Bestand auf, bat aber darum, es zu vermerken. Oder ich bekam 2 x täglich einen Entwässerungstropf. Welch ein Medikament dies war und in welcher Dosierung, weiß ich bis heute nicht. Es wurde im Entlassungsbrief nicht vermerkt. Ich will daraus keinen „Fall“ machen, möchte nur künftig wissen, wie ich mich davor schützen kann.
Deine Antwort hat mich gefreut, dafür gab ich dir einen Stern.
Liebe Grüße
Ingrid = Zwillingsjungfrau

Meistens ist es so, das man im Krankenhaus ein Medikament bekommt was dem Wirkstoff des bisherigen Medikament ähnelt oder gleich ist.Das kommt dadurch, das im Krankenhaus nur Medikamente in Klinikpackungen wegen der Kosten verabreicht werden.Also teure Tabletten wie zum Beispiel die Blutdrucktablette Nebilet wird man im Krankenhaus nicht verabreicht bekommen sondern Ramipril, welches zwar auch den selben Zweck dient aber kolosale Nebenwirkung erzeugen kann.
Wenn Du darauf bestehst das Du Deine eigene Tabletten die Du zu Hause nimmst auch im Krankenhaus verwenden willst, dann werden sie bestimmt nicht nein sagen.
Aus diesem Grund habe ich immer genug Ersatz für den fall eines Krankenhausaufenthalt, welche ich dann auch von zu Hause mitnehme.

Hoffe, ich konnte Dir Deine Fragen beantworten.
Gute Besserung.

L.G. KLaus

Ich habe glücklicherweise im Krankenhaus keine ähnlichen Erfahrungen gemacht. Kann deshalb leider nichts beitragen.

Warum bekommt man im Krankenhaus andere Medikamente?

Ins Krankenhaus eingeliefert am 5. 4. wegen einer
Lungenentzündung wurden zum 6. 4. die bewährten
Entwässerungstabletten abgesetzt und dafür andere
verschrieben. Diese Anordnung wurde nicht mit mir besprochen.

Als Patient/in hast du das Recht zu erfahren warum ein bewährtes Medikament abgesetzt wird und dir ein anderes Mittel verabreicht werden soll.
Ich hätte das Medikament verweigert bis eben ein Arzt mit mir die Vorgangsweise besprochen hätte.

Diese Frage kann ich leider nicht beantworten, bin
überhaupt nicht kompetent.
Leideer!

Sorry leider kann ich hier nicht helfen!

Hallo phumphat,

das hätte ich gerne getan, doch bekam ich keinen Arzt zu fassen und ganz ohne Entwässerungsmedikamente, das konnte ich nicht riskieren. Was blieb mir übrig, ich nahm sie und die Nebenwirkungen waren mehr als schlimm. Nachdem ich auf Nachfrage erfahren hatte, dass die Entzündungswerte Lungenentzündung sich gebessert hatten, bat ich händeringend um Entlassung. Zuhause nahm ich sofort wieder meine bewährten Tabletten und die meisten schweren Nebenwirkungen verschwanden innerhalb von 24 Stunden.
Danke für deinen Rat.

hallo zwillingsjungfrau.
jedes Krankenhaus hat seine eigenen Medikamente, das sie nach unterschiedlichen Kriterien geordert haben.
So werden im Krhs.A andere Medikamente geordert haben,als im Krhs.B.Sie weden auch auf besonderen Wunsch dein bevorzugtes Medikament beschaffen können.
Je nach dringlichkeit, werden sie dir jedoch das Hauseigene Medikament verabreichen.
Wünsche dir baldige Besserung.
phumphat

Antwort und Dank an Theo Sonntag, Klaus, Hans-Peter Schabert, phumphat und an die, welche nicht helfen konnten

Der Titelbericht in der heutigen Zeit „Der Alltag an deutschen Kliniken“ erklärt meine Frage so wie ihr es beschrieben habt. Mit der Gesundheitsreform sollen Krankenhäuser effizienter, billiger, transparenter werden. Krankenhäuser werden nicht mehr nach Tagessätzen bezahlt sondern bekommen pro Patient eine Pauschale, die sich nach der Einlieferungsdiagnose richtet. Die Folge ist, Ärzte gehen, weil sie Ärzte sein wollen und nicht bereit sind, sich nicht dem Wirtschaftlichkeitsdenken zu Lasten der Patienten unterzuordnen. Dem Arzt bleibt es überlassen, wie er mit dem Konflikt zwischen wirtschaftlichen Interessen und Patientenwohl fertig wird. Selbst erlebtes Beispiel: Nach einem 24-Stunden-Dienst in der Notaufnahme hatte der Arzt am nächsten Tag etwa 100 Patienten zu betreuen, zuerst die Neuaufnahmen, dann Venenzugänge legen. Danach Aktenstudium, welche Fälle sind eilbedürftig? Der Arzt entscheidet nach eigenem Ermessen. Wer dabei durch das Raster fällt, hat Pech gehabt. Viele Stunden nach dem Feierabend ist der Arzt am Ende seiner Kraft und verlässt die Klinik. Auf die Missstände hinweisen kann er nicht. Er ist Assistenzarzt. Seine Beurteilung und der berufliche Aufstieg sind dann gefährdet. Ähnliches passiert in der Pflege. Aus Kostengründen werden Schwestern durch billige Stationshilfen ersetzt. Die Qualität dieses Krankenhauses stirbt. Das bedeutet, Patienten werden schneller aus dem Krankenhaus entlassen, sind aber kranker als bei der Aufnahme.

Eins habe ich erkannt. Negative Erfahrungen haben auch etwas Gutes. Ich kann bewusst empfinden, dass die Hilfe und Fürsorge, die ich erfahre, mich dankbarer macht. Das spreche ich auch aus.
Auch euch sage ich DANKE.

Ich sage Danke, siehe unten

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Warum bekommt man im Krankenhaus andere Medikamente?

Hallo Zwillingsjungfrau,
warum Du im Krankenhaus nicht die Dir vertrauten Medikamente bekommen hast, kann Dir wahrscheinlich nur der Arzt beantworten, der diese Entscheidung getroffen hat. Waren es Kostengründe oder glaubte er, dass die von ihm verordneten Mittel besser für Dich geeignet seien, hat er mit den Medikamenten, die Du vorher eingenommen hast, schlechte Erfahrungen gemacht oder wollte er sich von Dir nicht vorschreiben lassen, was er zu tun oder zu lassen habe. - Unabhängig von diesen ganz konkreten Fragen schwingen meiner Meinung nach aber noch viele andere Dinge mit. Verärgerung Deinerseits, nicht ernst genommen worden zu sein und von dem überforderten Personal keine befriedigenden Antworten auf die Dir ganz wichtigen Fragen bekommen zu haben, Kränkung, nur eine Nummer im Krankenhausbetrieb gewesen zu sein, Angst, ob Du wieder gesund werden wirst usw. - Deine Suche nach Mitbetroffenen, um evtl. Druck aufzubauen, wird meiner Meinung nach das grundsätzliche Problem nicht lösen, denn Mangel an DRUCK besteht wahrlich nicht. Kostendruck, Druck durch zunehmenden Personalmangel, Druck nur bestimmte Medikamente noch verordnen zu dürfen, Druck, immer höhere Erwartungen erfüllen zu müssen usw. - Ich glaube, dass zu Beginn des „Kampfes“ erst ein ruhiges und sachliches Gespräch mit dem verantwortlichen Arzt (evtl. im Beisein eines Zeugen) geführt werden sollte. Wenn dieses für Dich völlig unbefriedigend verlaufen sollte, kannst Du ja immer noch den „Druck“ erhöhen.
Viele Grüße
R. Becker

Lieber Ralf,
danke für deinen Rat und deine Stellungnahme. Inzwischen weiß ich, dass auch ich zum Teil schuld bin an der ungenügenden ärztlichen Versorgung. Meine Hausärztin war besorgt, weil ich kaum noch Luft bekam, deshalb gab sie mir den Rat, sofort unter ärztlicher Beobachtung mit Antibiotika zu beginnen. Es war der Donnerstag vor Ostern. Ich hätte bedenken müssen, dass während der Feiertage nur eine Notbesetzung sowohl in der pflegerischen wie in der ärztlichen Versorgung besteht. Ich hatte erwartet, dass diese Änderung zumindest mit mir besprochen wird. Jetzt noch in der Klinik rumzufragen, wer die Medikamentenumstellung geändert hat, das bringt nichts. Es erschreckte mich, dass ich mit einem Mal begann zu zappeln und das ständig, auch beim Schlafen. Meine Bettnachbarin war davon so genervt, dass sie auf eigenen Wunsch nach Hause ging. Ich hab normalerweise Nerven, die so stabil sind wie die Trosse der Köhlbrandbrücke. Verärgert war ich nicht, ich verstand das Pflegepersonal, eine Examinierte für die ganze Station. Das Abgewimmelt werden war es, dass mich kränkte. Während ein Arzt bei mir nach Venen suchte, hätte er mir doch zuhören und antworten können. In diesem neu erbauten Krankenhaus spürte man, dass die Nerven der dort Beschäftigten bis an die Grenze belastet waren. So stritten sich während der Oberarztvisite die Schwester und die Stationsärztin an meinem Bett darüber, wer die Schuld hat, dass ich mein Parkinsonmittel auch am 6. Tag noch in nicht ausreichender Menge bekam. Der Oberarzt verließ daraufhin fluchtartig den Raum. Das entbehrte nicht einer gewissen Komik. Vor allem, als ich sagte, ich hätte zwischen zwei Untersuchungen in meiner Akte gelesen, dass die ärztliche Anweisung richtig war. Da waren sich die beiden Damen plötzlich einig. Wie konnte ich es wagen, in meiner Akte zu lesen. Wenn Blicke töten könnten, würde ich dir heute nicht antworten. Aber du hast auch Recht, ich hatte Angst, als ich mich plötzlich nicht mehr erinnern konnte. Als dann noch die rechte Körperhälfte begann, sehr zu schmerzen, hatte ich Lebensangst. Zum Glück saß mein Sohn am Bett und hielt mich fest. Ich kannte die Symptome von einer Erkrankung 2008, da war ich nahe dran, zu gehen. Am nächsten Tag habe ich dann darum gebeten, entlassen zu werden. Heute blicke ich nach vorn. Ich fragte die mich jetzt behandelnden Ärzte, alle wussten keine Antwort. Sorgen macht mir nur noch die nicht zufriedenstellende Entwässerung, wobei jetzt festgestellt wurde, dass eine Niere geschrumpft ist. Da muss ich künftig gut auf mich aufpassen. Es ist nicht meine Absicht, Beschwerde gegen das Krankenhaus zu führen. Die haben schon Probleme genug. Jetzt in Erfahrung zu bringen, welche nicht erwähnten Medikamente ich bekam, hilft nicht, mich wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Im übrigen bin ich von Natur aus ein Optimist oder vergleiche mich mit einem Stehaufmännchen. Bekomme ich einen Schubs, gerate ich mal ins Wackeln, doch es dauert gar nicht lange, dann stehe ich wieder senkrecht. Neben allem Negativen sehe ich immer auch etwas Gutes und kann mich daran freuen.

Dir danke ich, dass du dir um mich Gedanken gemacht hast, auch das freut mich, es tut gut. Dafür habe ich dir einen Stern gegeben und sage auch dir DANKE
Liebe Grüße
Ingrid = Zwillingsjungfrau

Schwierig zu beantworten, da viele Parameter fehlen. --> Aufgrund von verschiedenen Gründen gibt es in den Krankenhäuser nur eine Auswahl an Medikamenten. Eine Bestellung von Sondermedikamenten sollte immer möglich sein. Bezüglich der Niere kann ichnicht viel sagen, da ich weder die Ausgangsmedikamente noch die Gegebenen kenne. Normal wäre aber über die Anamnes (Befragung des Patienten zu Beginne des Aufenthaltes) Allergien abzufragen…???
Letztlich kann men bei einer bestehenden Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) je nach Stadium nicht mehr alle Medikamentengruppen geben… . Am besten eignet sich ein Nephrologe (Nierenarzt), nicht ein Urologe!!!; um eine bessere Einstellung hinzubekommen.
Gruß, Rantanplan

Liebe/r Ratanoplan,
vielen Dank, dass auch du dich mit meinem Problem auseinandergesetzt hast. Auch mein Nierenfacharzt, übrigens ein Nephrologe, ist der Ansicht, dies hätte bei der Diagnose Lungenentzündung nicht nötig getan. Es war nicht meine Absicht, mich bei ihrendjemanden über das
Pflegepersonal oder die Ärzte zu beschweren. Ich suchte nur nach Möglichkeiten, wie ich dies künftig umgehen kann. Tipps waren, vor Festtagen nicht in die Klinik, nur wenn es lebenserhaltende Maßnahmen geht, eigne Medikamente immer mitnehmen und mir genau erklären lassen, welche Wirkung einschließlich Nebenwirkung die neu verabreichten Tabletten haben, Entlassungsbrief sofort lesen, dann sind Änderungen noch möglich. Und wenn Auskunft nicht gegeben wird, Akte erbitten.

Liebe Grüße
Ingrid

Guten Tag,
Krankenhauser können und wollen nicht alle Präparate vorhalten. Es werden Generika oder einzelne Präparate eines Stoffes oder Stoffgruppe gegeben. Dieses Vorgehen ist vertretbar, da es sehr unwahrscheinlich ist, dass jemand „auf sämtliche Nebenwirkungen eines Medikaments voll reagiert“. Unabhängig sollte die Visite immer genutzt werden Medikamentenumstellung oder modifikation mit dem Patienten zu erörtern. Nur so kann man einzelne Unverträglichkeiten auf Additive oder alternative Stoffgruppen erfahren und berücksichtigen.
Mit freundlichem Gruß
J.P.Theurich

sehr geehrter herr dr. theurich,
hoffentlich können sie den text lesen, ich schreibe mit einer hand. die andere hat ein entzündetes handgelenk. nur absolutes stillhalten macht den schmerz erträglich.
sie sind arzt. wenn sie in diesem forum ihr wissen zur verfügung stellen, dann bekomme ich vielleicht eine ehrliche antwort. die ärzte, die ich bisher fragte, schüttelten den kopf, schwiegen oder nahmen den mich jetzt behandelnden klinikarzt in schutz. ich war inzwischen erneut im krankenhaus, mit offenen beinen. aufgrund meiner erfahrungen im april schrieb ich eine ausführliche anamnese und beschrieb die niereninsuffizienz, die ein nephrologe regelmäßig beobachtet und betreut, ich erwähnte,dass ich eine schwankende nierentätigkeit zwischen 30-50 prozent wegen einer schrumpfniere habe und die vom arzt festgelegten medikamente nicht verändert werden sollten.ich nahm spirinolacton 100 mg 1-0-0 und torasemid 20 mg 2-0-0. die dosis torasemid sollte nicht höher als 50 mg täglich sein, sonst würde es mir schaden. der stationsarzt, nach seinem namensschild privatassistenzarzt, kam auf die unglückliche idee, er wollte aufgrund meines schlechten kreatininwertes die nierenwerte verbessern. er versícherte mir, dass die infusion turo 4o ml in der zusammensetzung 20 mg torasemid entspricht. ich bekam 2 x täglich, einmal 3 x täglich den tropf . wie mir ein internist, der um ein konsil gebeten wurde, entsetzt mitteilte, war ich damit total überdosiert. 40 ml turo entsprechen 200 mg torasemid. ich erhielt täglich 400, einmal 600 mg torasemid. doch das wusste ich erst am 11.7., nach 13 tagen. meine nieren nahmen schaden, ich hielt es vor schmerzen nicht mehr aus. ich lag im bett und weinte nur noch. den arzt bat ich händeringend um eine rücksprache mit meinem nephrologen. das lehnte der stationsarzt ab, er sagte, das könnte er allein entscheiden. im entlassungbrief las ich, dass der kreatininwert bei der aufnahme 0,68 betrug, ein traumhafter wert.
gegen die schmerzen erhielt ich mehrfach am tag Oxygesic akut 5 mg in Verbindung mit Oxygesic Retard 5 mg. dieses medikament verursachte starke atemnot, irre schmerzen auf der haut des rechten oberschenkels, magenbeschwerden etc, und ließ die so gut behandelte aktive arthrose wieder aufblühen. ich hatte angst, dass ich sterben müsste. man brachte mich in die notfallambulanz mit verdacht auf lungenembolie und thrombose im oberschenkel. zeitweilig wurde ich an ein überwachungsgerät angeschlossen und das piepte pausenlos in verschiedenen tönen,. 4 stunden lag ich dort, ohne dass mich ein arzt untersuchte, zwischendurch bekam ich noch eine sehstörung. auch da blieb ein schaden zurück. nach 4 stunden wurde ich,ohne dass ein arzt mich abhorchte oder mir etwas erklärte, zurückgebracht zur hautklinik.
irgendwann erwachten meine lebensgeister wieder, ich wollte nicht mehr weinen. einige anweisungen empfand ich als falsch. so wurde ich aufgefordert, täglich 2 liter zu trinken, die nieren sollten gespült werden, zusätzlich bekam ich noch eineinhalb liter kochsalzlösung. so viel flüssigkeit konnte ich nicht wieder ausscheiden, ich ging auf wie ein ballon. ich verweigerte diesen tropf, bis der arzt meinen nephrologen angerufen hatte, das lehnte der stationsarzt ab mit der begründung, das könnte er allein… nun wollte ich nur noch nach haus. durch die hilfe von prof. sander, leiter der dermatologie und klinischer leiter der krankenhaúsgruppe st. georg wurde ich mit einer 3x3 cm großen wieder aufgegangenen offenen stelle entlassen. inzwischen haben sich zwei neue stellen gebildet, ich liege fast überwiegend und diverse meiner fachärzte bemühen sich, die in der klinik entstandenen schäden wieder zu bessern.
herr dr, theurich, sie schreiben, die visite sollte dazu dienen, aufklärende gespräche zu führen. das funktionierte bei diesem arzt aber nicht. wenn er sagt, die kreatininwerte sind schlecht so muss ich das glauben, bis ich zahlen genannt bekomme. erst im entlassungsbrief sah ich den laborbefund. der kreatininwert betrug 0,68. wenn der arzt sagt, die infusion mit 40 ml entspricht 20 mg torasemid, so glaube ich auch das. ich bekam kaliumtabletten, mein kaliumwert sei schlecht, bis zur entlassung wurde mir auch auf mehrfache nachfragen kein einziges mal der wert genannt. es stellte sich nach der entlassung heraus, er war nur zwei tage geringfügig unter dem normalbereich, danach war er zu hoch.
ich stehe angehenden fachärzten nicht kritisch oder ablehnend gegenüber. solange ich noch in kiel wohnte und meine parkinsonbehandlung in der uniklinik, neurologie behandelt wurde, war ich 3 jahre lang probandin für eine studie oder habe im zusammenhang mit arbeiten an tests teilgenommen. während der letzten 16 jahre bis zur verrentung arbeitete ich am geographischen institut der uni kiel. ich wusste, wie hart und lang der weg bis zur abgeschlossenen ausbildung ist und habe immer gern geholfen. so begegnete ich auch studenten, die von sich glaubten, sie seien wer weiß was, brauchten den rat älterer und erfahrener kollegen nicht, weil diese an ihr wissen nicht heranreichen.
fehler machen kann jeder, das ist menschlich. aber absichtlich schaden zufügen, das verstehe und verzeihe ich nicht. da der entlassungsbrief teilweise falsch und außerdem lückenhaft war, bat ich um kopie der behandlungsunterlagen. die mich weiterbehandelnden fachärzte benötigen genaue angaben, was wann und in welcher form gegeben wurde. auf die unterlagen warte ich seit 14 tagen. das schadet mir nicht nur, seit fast drei wochen habe ich schmerzen im handgelenk und oberschenkel bei 9-10. die schmerzen zermürben mich. ich habe nicht die absicht, den arzt an den pranger zu stellen, ich möchte nur wieder gesund werden. doch diesem künftigen hautarzt würde es gut tun, wenn seine entscheidungen überprüft werden. sonst wird er ein schlechter arzt, der keinen rat annehmen und patienten nicht abgeben kann.

ist das wirklich in einem krankenhaus normal und vertrebar? wo bleibt denn der mensch?
ihre stellungnahme machte mir mut, neue fragen zu stellen.

liebe grüße
ingrid = zwillingsjungfrau