Warum ist das in diesem Land so?

Hallo,

warum gibt es in der BRD so viele BehördenangestellteInnen? Nach meinem Wissenstand gibt es - weltweit - nicht solch einen gigantischen öffentlichen Dienst, proportional zur Einwohnerzahl, wie in der BRD.

Mit der ökonomischen „Versorgung“ der Bevölkerung kann das ja wohl kaum etwas zu tun haben. Laut Untersuchung sind ja wohl nur ungefähr 50% der Bürger mit den Leistungen der deutschen Behörden zufrieden. Quelle: stern, t-online, mc k, Hamburger Abendblatt usw.

Das würde für einen simplen, marktwirtschaftlich orientierten - „ökonomisches Prinzip“ - Betrieb das totale A U S bedeuten.

Warum wird der „normale“ Steuerzahler mit solch einem sinnlosem (übertriebener, unflex., dummer öffentlicher Dienst) Zeuch belastet? Warum wehrt sich da niemand effektiv?

Mir ist klar, hochdotierte Behördenjobs sind prima „Parkplätze“ für abgehalfterte Politiker oder sonstige Menschen aus dem öffentlichen Dienst die Mist gebaut haben. Warum soll aber der „normale“ Steuerzahler (dazu gehört ja auch der „kleine“ Behördenangestellte) weiterhin für den Murks der Politiker und der Behördengroßkopferten aufkommen?

1998/9 wurde durch Behördenunfähigkeit (Entscheidungen der gehobenen und höheren Ebene) die Summe von ca. 15 Milliarden vernichtet. Quelle: Bund der Steuerzahler.

Gruß

Am Rande: Nur einer von 900-1100 Behördenangestellten hat einen (vergleichbar Hochschule oder Uni) Abschluss. Der Krankenstand ist der höchste in jeder Berufsgruppe auf diesem Planeten. Quelle: Spiegel, stern, taz
Kaum einer der „Behördenangestellten“ erreicht (bei Lehren 45 Jahre!!!, die lassen sich in diesem Alter pensionieren!!) das „normale“ Pensionsalter. Quelle: dito.
Dann gibt es noch Untersuchungen über den „üblichen“ Bürodiebstahl und Drogenkonsum innerhalb deutscher Behörden. Man rate wie das aussieht. Da auch die üblichen Untersuchungen und Quellen.

Hallo !

Warst Du schon mal irgendwo im Ausland und wolltest eine Behörde in Anspruch nehmen?
Dich wird man oftmals seltsam ansehen und anfangen zu lachen. Der Behördenapparat in vielen Ländern dieser Erde ist nur über Vermittler zu erreichen, die der „Bittsteller“ teuer bezahlen muß. In Brasilien z.B. gibt es dafür spezielle Büros, welche Deinen Gang zu irgendeiner Behörde vermitteln und sich teuer bezahlen lassen.
Was ist da besser und billiger?

Der Behördenapparat vieler Länder ist derart aufgebauscht, da sind wir in Deutschland sozusagen unterbesetzt.
Geh mal nach Italien, nach Indonesien, nach Indien,nach Rußland oder USA. Du wirst händeringend die deutschen Verhältnisse herbeisehnen.
Eine reibungslose Arbeit einer Behörde funktioniert nur mit gut ausgebildeten und genügend leuten!

Auf irgendwelche Behörden meckern ist ja so einfach!

Gruß max

Grüß Dich,

warum gibt es in der BRD so viele BehördenangestellteInnen?

Weil in Deutschland vieles durch den Staat geregelt wird. Ganz einfach.

Nach meinem Wissenstand gibt es - weltweit - nicht solch
einen gigantischen öffentlichen Dienst, proportional zur
Einwohnerzahl, wie in der BRD.

q. e. d.
Da fallen mir einige Beispiele ein, wo es eine ähnliche Handhabung gibt…

Mit der ökonomischen „Versorgung“ der Bevölkerung kann das ja
wohl kaum etwas zu tun haben.

Das „ökonomisch“ in diesem Kontext ist natürlich völliger Unsinn. Aber wenn nicht mit der Versorgung der Bevölkerung - womit denn dann, Deiner Meinung nach?

Laut Untersuchung sind ja wohl
nur ungefähr 50% der Bürger mit den Leistungen der deutschen
Behörden zufrieden. Quelle: stern, t-online, mc k, Hamburger
Abendblatt usw.

Logisch, es muss halt immer noch mehr sein. Zufrieden ist man nie, und schon gar nicht in Deutschland, der anscheinend größten Meckerhochburg der Welt. Es gibt schon sehr viele Behördensysteme, die sich den Ansprüchen der Bürger angepasst haben. Andererseits ist das aber auch eine nicht ganz einfache Sache. Als Beispiel: Die schönen alten Formulare sind vielen Bürgern ein Dorn im Auge, sie möchten viel lieber, dass das alles schneller und einfacher für sie abläuft. Verständlich! Aber um den Papierkram loszuwerden, wäre die Anschaffung moderner Computersysteme notwendig. Denn an der Tatsache, dass Daten aufgenommen werden müssen, ist ja nicht zu rütteln. Doch der Staat ist pleite. Es gibt kein Geld für moderne DV-Technik. Ein Teufelskreis - mitunter…

Das würde für einen simplen, marktwirtschaftlich orientierten

  • „ökonomisches Prinzip“ - Betrieb das totale A U S
    bedeuten.

Hoheitliche Aufgaben können sich niemals rechnen. Das lernt man spätestens in Sozialkunde in der Sek I. Eigentlich auch logisch, oder? Deshalb hinkt Deine Herleitung hinten und vorne.

Warum wird der „normale“ Steuerzahler mit solch einem
sinnlosem (übertriebener, unflex., dummer öffentlicher Dienst)
Zeuch belastet? Warum wehrt sich da niemand effektiv?

Zunächst einmal bestehen Behörden zum überwiegenden Teil aus Angestellten und nicht aus Beamten. Insofern sind das also auch „normale“ Steuerzahler. Aber als selbst im öffentlichen Dienst Angestellte weise ich Deine polemisierenden Adjektiva, zum Beispiel dumm, von mir. Bin mal gespannt, was Du so unter „wehren“ verstehst!! Meine Erfahrung ist nämlich die, dass viele (zum Glück nicht alle) Bürger sich an Behörden wenden und von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, nur wissen, dass sie zu wenig Geld auf Tasche haben und nun vom Gegenüber erwarten, dass dieser alles für ihn regelt. Ich finde, viele Menschen sind es einfach gar nicht mehr gewöhnt, sich auch einmal selbst um ihre Angelegenheiten zu kümmern.

Mir ist klar, hochdotierte Behördenjobs sind prima
„Parkplätze“ für abgehalfterte Politiker oder sonstige
Menschen aus dem öffentlichen Dienst die Mist gebaut haben.

Hochdotiert! Na klar doch!!! Und die Politiker finden sich nach ihrer Karriere sicher nicht auf dem Sozialamt wieder als Amtsleiter oder so. Die bleiben da viel lieber auf ihren Vorstandsposten in der freien Wirtschaft sitzen :wink:

Warum soll aber der „normale“ Steuerzahler (dazu gehört ja
auch der „kleine“ Behördenangestellte) weiterhin für den Murks
der Politiker und der Behördengroßkopferten aufkommen?

Weil er dafür bezahlt wird bzw. (bei Beamten) einen Eid geleistet hat.

1998/9 wurde durch Behördenunfähigkeit (Entscheidungen der
gehobenen und höheren Ebene) die Summe von ca. 15 Milliarden
vernichtet. Quelle: Bund der Steuerzahler.

Endlich mal was Greifbares. Da geschieht viel Unsinniges, in der Tat. Oftmals sind den Behörden aber auch durch völlig veraltete Gesetzesvorgaben und/oder Dienstanweisungen die Hände gebunden (könnte ich oft dran verzweifeln)!

Am Rande: Nur einer von 900-1100 Behördenangestellten hat
einen (vergleichbar Hochschule oder Uni) Abschluss.

Ohne Schulabschluss bekommst Du nicht einmal einen Botenjob im öffentlichen Dienst.

Der
Krankenstand ist der höchste in jeder Berufsgruppe auf diesem
Planeten. Quelle: Spiegel, stern, taz

In der Tat…

Kaum einer der „Behördenangestellten“ erreicht (bei Lehren 45
Jahre!!!, die lassen sich in diesem Alter pensionieren!!) das
„normale“ Pensionsalter. Quelle: dito.

Ein Angestellter kann sich nicht pensionieren lassen!!! Lehrer sind in der Mehrzahl Beamte. Wenn die sich mit 45 in den Ruhestand versetzen lassen, so geschieht das mit hohen Abschlägen. Wahrscheinlich einer der Gründe, weshalb viele nach ihrer Pensionierung woanders weiterarbeiten.

Dann gibt es noch Untersuchungen über den „üblichen“
Bürodiebstahl und Drogenkonsum innerhalb deutscher Behörden.
Man rate wie das aussieht. Da auch die üblichen Untersuchungen
und Quellen.

Bürodiebstahl??? Wir bekommen noch nicht mal Stifte oder ähnliches gestellt. Was sollte ich da stehlen? Und von Drogenkonsum weiß ich ehrlich gesagt auch nichts. Letztendlich kann ich das natürlich nicht ausschließen. Auch Bedienstete sind schließlich Menschen wie Du und ich.

Viele Grüße
Jana

Hallo,

ich weiß nicht, woher Deine Quellen ihre Infos beziehen und vor allem, welche Infos hier aus dem Zusammenhang gerissen dargestellt werden.

Unbestreitbar mag sicher sein, daß Behörden - wir jeder Betrieb auch - reformierbar sind und vielleicht in Teilaspekten auch schnell reformiert werden sollten.

Aber: unser System ist generell ausgereift und vernünftig, Bearbeitungszeiten auf Ämtern sind relativ kurz, Gebühren ebenfalls vernünftig - vieles wird gratis erledigt.

Einen Reisepaß in vielen Ländern zu bekommen kostet richtig Geld!

In etlichen Ländern ist Verwaltung zentralisiert und es gibt Dinge, die man nur in der Hauptstadt erledigen kann - bei uns kriegst Du alles im letzten Kuhkaff. (Ich sag nur Mogamma in Kairo! Jede Urkunde muß dort beschafft werden - Leute reisen von Gottweißwo an und campieren auf den Gängen!)

Wo werden Beamte toll bezahlt? Wo werden da ungelernte Leute zu hohen Positonen gehievt? Du brauchst mittlere Reife und eine Berufsausbildung, um in den mittleren Dienst zu kommen, mit FH-Abschluß geht nur gehobener Dienst und erst ein Unistudium qualifiziert für den höheren Dienst.

Warum findet beispielsweise das hiesige Bezirkskrankenhaus keinen Leiter für die EDV (wo doch arbeitslose Informatiker angeblich hordenweise rumlaufen). Weild as Gehlat so niedrig ist und mit der freien Wirtschaft nicht im mindesten konkurrieren kann.

Bei uns erfüllen Behörden Dienste, die in anderen Ländern nicht existent sind (viele soziale Aufgaben) - also braucht man dafür auch Leute.

Das die Leute nicht zufrieden sind - ach - die gehen einmal im Jahr aufs Amt, müssen warten (doch, kommt vor) und haben dann nicht alle Unterlagen parat - und dann motzen sie.

Ich kann mich nicht beschweren - vieles geht mittlerweile online - es gibt Bürgerbüros, wo man alles in einem Büro machen kann - vom Ausweis bis zur Hundesteuer. Die Öffnungszeiten dort sind sehr ausgedehnt. Und sowas hat auch das Finanzamt hier. Also: Die tun was! Das Finanzamt hier berät einen auch erstklassig - wenn man fragt! Aber wenn man nur zum motzen hingeht…

Eine Behörde kann natürlich nichts erwirtschaften mit Beamten (ach ja, außer Parkgebühren - aber das machen Angestellte und darüber kann man sich zudem auch trefflich aufregen)…

Ach - und wie dumm Beamte sind: Mein Vater war Güteprüfer für die Bundeswehr - (nein, bitte keine Diskussion über Sinn oder Unsinn derselben). Wenn diese Güteprüfer nicht gewesen wären, wäre man bei Beschaffung von Material ausschließlich auf die Qualitätsprüfung der Firmen angewiesen gewesen - und da schwankt das Niveau je nach Firma gewaltig und manche bieten stark an und lassen dann stark nach. Jede große Firma, die Aufträge vergibt, prüft selbst nach, ob die Lieferung dem entspricht, was sie bezahlt. Und diese Leute, die Güteprüfung gemacht haben, waren immer Fachleute (z.B. Industriemeister) hatten Zusatz-Material-Lehrgänge, wurden immer wieder geschult.

Ach ja - ungelernt - na ja, auch Schulabgänger, die bei einer Behörde eine Ausbildung machen und dann evtl. Beamte werden würde ich nicht ungelernt nennen (geschweige denn dumm). Das sind auch anerkannte Berufsausbildungen!

Grüße

Wendy

Hallo,

uff, meiner Meinung nach fehlt es Dir ein einigen wichtigen Informationen über die Strukturen im öffentlichen Dienst. In Behörden sitzen nicht nur Beamte die sonst zu nix zu gebrauchen sind, sondern Mitarbeiter für die der Job bestimmt keine Warteschleife bis zur Rente ist, sondern die sich für ein wirklich nicht üppiges Gehalt einiges von den Bürgern/innen bieten lassen müssen. Oder könnest Du dir vorstellen, bei der Arbeit von Leuten, denen Du eigentlich hilfst in dem Du dafür sorgst, dass sie zu essen und trinken und haben, massiv bedroht zu werden . Sozialarbeiter, Streetworker, Familienbetreuer, Jugendamtsangestellte, Polizisten usw. sehen sich diesem Problem öfter ausgesetzt.

Ich finde auch das Beamtentum ist überholt, aber die haben mit der Basisarbeit im direkten Kontakt mit der Bevölkerung am wenigsten zu tun.
Inge

Ich finde auch das Beamtentum ist überholt, aber die haben mit

der Basisarbeit im direkten Kontakt mit der Bevölkerung am
wenigsten zu tun.
Inge

Na, wer nimmt Dir denn auf dem Finanzamt Deine Lohnsteuererklärung ab?

Hier wird im Moment sehr viel Blödsinn erzählt!

Gruß max

Hallo,

Logisch, es muss halt immer noch mehr sein. Zufrieden ist man
nie, und schon gar nicht in Deutschland, der anscheinend
größten Meckerhochburg der Welt. Es gibt schon sehr viele
Behördensysteme, die sich den Ansprüchen der Bürger angepasst
haben.

ich frage mich, ob Du auch so reden würdest, wenn Du nicht im öffentlichen Dienst arbeiten würdest. Wenn ein Kunde ein Problem hat, nehme ich das Problem entgegen, kläre ich die internen Dinge und gebe dem Kunden das Resultat durch, wobei ich nachhalte, ob die zuständigen Abteilungen auch an der Sache arbeiten.

Wenn ich auf einer Behörde bin, sieht das ganze ein bißchen anders aus. Ich bin der Depp, der von Pontius nach Pilatus latscht, sich mehrfach anhören muß, daß B, der von A als zuständig benannt wurde, nicht zuständig ist und latsche ins nächste Büro. Beispiel: Bei der Anmeldung eines KfZ inkl. Beschaffung einer Anwohnerparkerlaubnis laufe ich acht(!) Stationen an, manche mehrfach. An dem Vorgang sind außer mir 3 Personen und 3 Automaten beschäftigt.

Hoheitliche Aufgaben können sich niemals rechnen. Das
lernt man spätestens in Sozialkunde in der Sek I. Eigentlich
auch logisch, oder? Deshalb hinkt Deine Herleitung hinten und
vorne.

Der öffentliche Dienst kann aber kostendeckend arbeiten. Zumindest versucht er es, denn ansonsten wären die Gebühren überflüssig, die jeder Handschlag kostet.

Endlich mal was Greifbares. Da geschieht viel Unsinniges, in
der Tat. Oftmals sind den Behörden aber auch durch völlig
veraltete Gesetzesvorgaben und/oder Dienstanweisungen die
Hände gebunden (könnte ich oft dran verzweifeln)!

Ich hatte nicht den Eindruck, als würde der Autor des Ursprungartikels konkret die Beamten und Arbeitnehmer in der öff. Verwaltung angreifen, sondern das System an sich. Insofern ist das - zumindest von meiner Seite - absolut zugestanden. Daß die vor Ort Tätigen die Vorschriften selber ausdenken, habe ich nie unterstellt.

Gruß
Christian

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Hallo,

Tach auch,

gerade Krach mit ner Behörde?

Der Größte Teil ist ja schon unten genannt
denoch:

warum gibt es in der BRD so viele BehördenangestellteInnen?

Weil hier alles geregelt werden muss.
Wenn etwas nicht geregelt ist, gibt es bestimmt genug, die das ausnutzen.

Mit der ökonomischen „Versorgung“ der Bevölkerung kann das ja
wohl kaum etwas zu tun haben.

Wenn etwas ökonomisch gemacht werden kann, wird es garantiert ausgegliedert oder privatwirtschaftich betrieben.
NB: Ein Personalausweis kostet die Gemeinde mehr, als sie an Gebühren nehmen darf - die Arbeit der Mitarbeiter nicht eingerechnet.

Laut Untersuchung sind ja wohl
nur ungefähr 50% der Bürger mit den Leistungen der deutschen
Behörden zufrieden. Quelle: stern, t-online, mc k, Hamburger
Abendblatt usw.

Andersherum: Immerhin sind 50% damit zufrieden.

Das würde für einen simplen, marktwirtschaftlich orientierten

  • „ökonomisches Prinzip“ - Betrieb das totale A U S
    bedeuten.

s.o.

Warum wird der „normale“ Steuerzahler

Auch Beamte und Behördenangestellte zahlen Steuern (mithin einen Teil ihres Gehaltes selbst :wink: )

mit solch einem
sinnlosem (übertriebener, unflex., dummer öffentlicher Dienst)
Zeuch belastet? Warum wehrt sich da niemand effektiv?

Vorschlag??

Mir ist klar, hochdotierte Behördenjobs sind prima
„Parkplätze“ für abgehalfterte Politiker

Aufsichtsratsposten sind selten im öffentlichen Dienst angesiedelt.

?

1998/9 wurde durch Behördenunfähigkeit (Entscheidungen der
gehobenen und höheren Ebene) die Summe von ca. 15 Milliarden
vernichtet. Quelle: Bund der Steuerzahler.

In einer Chemiefirma in der Nähe meines alten Wohnsitzes wurde vor 5 Jahren ein Gebäude für 10 Mio. DM auf den neuesten Stand gebracht - ein Jahr später wurde dieser Teil stillgelegt.
Das zahlst auch du - über Preise der hergestellten Produkte.
Nur: es gibt keinen Bund der Verbraucher, der sich um so etwas kümmert und dann anprangert.

Gruß

Am Rande: Nur einer von 900-1100 Behördenangestellten hat
einen (vergleichbar Hochschule oder Uni) Abschluss.

Ich habe Abi (1,8) und einen FH-Abschluss.(geh.Dienst)
Im mittleren Dienst muss man mindestens die mittlere Reife haben und dann ein Studieninstitut besuchen.
Bei meinen Einstellungstests waren anfangs ca. 100 Bewerber (pro Test - ich habe mich damals bei mehreren Behörden beworben) , von denen nach dem schriftlichen Teil noch ca. 10 übrig blieben - ich glaube nicht, dass das der schlechtere Teil war.

Der
Krankenstand ist der höchste in jeder Berufsgruppe auf diesem
Planeten. Quelle: Spiegel, stern, taz
Kaum einer der „Behördenangestellten“ erreicht (bei Lehren 45
Jahre!!!, die lassen sich in diesem Alter pensionieren!!) das
„normale“ Pensionsalter. Quelle: dito.

Wieviel „normale“ Menschen, um bei deiner Lesart zu bleiben, gehen denn mit 65 in Rente??
Der Bund der Steuerzahler moniert ein Durchschnittspensionsalter von 56 Jahren - vergisst aber dabei, dass Polizisten mit 60 in Pension gehen, dass Strahlflugzeugführer das mit 45 tun. Das drückt den Durchschnitt.

Dann gibt es noch Untersuchungen über den „üblichen“
Bürodiebstahl und Drogenkonsum innerhalb deutscher Behörden.

Nenne mir eine Verwaltung (in der freien Wirtschaft), die besser ist als der öffentliche Dienst. Du wirst keine finden.

Gruß
HaWeThie

NS: jetzt meckern alle über die gutbezahlten, sicheren Beamten
als ich Beamter wurde haben mich alle für Verrückt erklärt, da man im öD (insbesondere als Beamter) nichts verdient

…ein Angestellter eines besonders dienstleistungsorientierten Bereichs:smile:

Hallo Christian,

das musste jetzt kommen, da ich gerade aus eigener Erfahrung beim Auflösen eines einfachen Depots bei einer großen deutschen Bank miterleben durfte, wie die beteiligten Filialen per Fax(!) handschriftlich kommunizierten (weil die eine Filiale systembedingt nicht in mein Depot schauen konnte!), mein Begehren mehrfach unterging (ich mußte 5x durch die Welt telefonieren) und schließlich der ganze Vorgang ca. 3,5 Wochen in Anspruch nahm (trotz bekannter Terminvorgabe):frowning:

Nicht böse sein, was ich meine, ist folgendes:
Jeder große Betrieb mit komplexen Abläufen hat ein nicht unwesentliches Risiko des Scheiterns bei einer Aufgabe eines Kunden. Das ergibt sich schlicht aus der Vielzahl der beteiligten Personen, die manchmal eben überfordert, unfähig, faul, unmotiviert oder auch nur abgelenkt sind.
Dann kommt die Vielzahl der Systeme dazu und schon bist Du bei einer merklichen Ausfallrate (einfache Multiplikation der Ausfallwahrscheinlichkeiten).

Hast Du jetzt auch noch mit nahezu jedem Deutschen mehrfach im Jahr zu tun, ist es eben kein Wunder, dass jeder Deutsche mindestens 1x alle 5 Jahre ein Negativerlebnis hat, das fest im Gedächtnis sitzen bleibt (das positive ist ja selbstverständlich).

Ich zum Beispiel wohne auf dem Dorf, mein Rathaus/meine Zulassungsstelle ist überschaubar und um die Ecke, ich warte niemals mehr als 5 Min. bis ich ins Amt darf, dort wird alles sofort erledigt und nach 10 Min. bin ich wieder draußen (nach einem Plausch mit den wirklich netten Damen des Amtes:smile:)

Grüße
Jürgen
ein derzeit glücklicher Bürger und unzufriedener Bankkunde:smile:

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Hallo Jürgen,

Jeder große Betrieb mit komplexen Abläufen hat ein nicht
unwesentliches Risiko des Scheiterns bei einer Aufgabe eines
Kunden. Das ergibt sich schlicht aus der Vielzahl der
beteiligten Personen, die manchmal eben überfordert, unfähig,
faul, unmotiviert oder auch nur abgelenkt sind.
Dann kommt die Vielzahl der Systeme dazu und schon bist Du bei
einer merklichen Ausfallrate (einfache Multiplikation der
Ausfallwahrscheinlichkeiten).

daß es auch in anderen Bereichen Mißstände gibt, ist unbestritten, dennoch darf man sich doch wohl über den ÖD ärgern, oder? :wink: Im Ernst: Es geht mir doch nicht darum, die Mitarbeiter des ÖD schlecht zu machen, sondern darum, daß der ganze Apparat suboptimal funktioniert. Wie ein Vorgang abgewickelt wird, liegt überall i.W. an den gegebenen Rahmenbedingungen und der Motivation/dem Einsatz der Mitarbeiter. Daß die Rahmenbedingungen im ÖD in jeder Hinsicht verbesserungswürdig sind, ist eigentlich auch keine Neuigkeit.

Trotzdem kann Mitarbeitern generell Einsatz und Kundenorientierung nicht schaden, wobei sich diese Aussage weder an jeden Mitarbeiter des ÖD richtet, noch auf den ÖD beschränkt ist.

Einen entscheidenden Unterschied zwsichen freier Wirtschaft und ÖD gibt es aber und hier scheint mir auch der Knackpunkt zu sein: Beim ÖD bleibt mir nur die (nahezu) ohnmächtige Wut, in der freien Wirtschaft kann ich zur Konkurrenz wechseln, auch wenn das - wie bei Dir - schon mal was länger dauert :wink:

Gruß
Christian

Hey,

wie bist Du denn drauf ??
Hast Dich wohl schon 10 Mal beworben und bist immer abgeblitzt ?

Wenn Du selber in so einem Amt arbeiten würdest hättest Du eine
gänzlich andere Meinung von dem Job im Allgemeinen.

Ich z.B. hab es am Tag mit gut und gern 10-15 völlig durchgeknallten
Bürgern zu tun, macht riesig Spaß, kannste glauben.
Sie kommen besoffen, bepißt, stinken nach Scheiße, spucken Dich auch
manchmal an und was weiß ich nicht alles.Tja, so ist es in der offenen
Sozialhilfe.
Wir können gern mal für 3 Wochen tauschen, ich werde Dich dann durch’s
Fenster lächelnd beobachten und Deine Heldentaten dokumentieren.

als dann kleiner Frustie

Gruß
T.K.

das genau meinte ich
Hallo Christian,

nämlich dass es eben sehr auf den betrachteten Ort und die betrachtete Zeit ankommt und nicht auf die allgemeine Personengruppe…

Einen entscheidenden Unterschied zwsichen freier Wirtschaft
und ÖD gibt es aber und hier scheint mir auch der Knackpunkt
zu sein: Beim ÖD bleibt mir nur die (nahezu) ohnmächtige Wut,
in der freien Wirtschaft kann ich zur Konkurrenz wechseln,
auch wenn das - wie bei Dir - schon mal was länger dauert :wink:

Wieso, zieh in mein Kaff und schon wirst Du auch ein glücklicher Bürger:smile: (allerdings sollte ich einen kleinen Nachteil erwähnen: Du bist dann ein unglücklicher Kleinstädter…)

Grüße
Jürgen

Durchschnittspensionsalter von 56 Jahren - vergisst aber
dabei, dass Polizisten mit 60 in Pension gehen, dass
Strahlflugzeugführer das mit 45 tun. Das drückt den
Durchschnitt.

Vor allem bei der bedrückend hohen Zahl der Strahlflugzeugführer, die im übrigen im Alter von 55-58 in den Rughestand gehen, falls sie keinen Job im Bodendienst übernehmen wollen, dann wirds später.

Gruß
Christian

Durchschnittspensionsalter von 56 Jahren - vergisst aber
dabei, dass Polizisten mit 60 in Pension gehen, dass
Strahlflugzeugführer das mit 45 tun. Das drückt den
Durchschnitt.

Vor allem bei der bedrückend hohen Zahl der
Strahlflugzeugführer, die im übrigen im Alter von 55-58 in den
Rughestand gehen, falls sie keinen Job im Bodendienst
übernehmen wollen, dann wirds später.

Ok, das war ein schlechte Beispiel, aber in der Tat wäre die Frage interessant, wann wer in Ruhestand/Rente/wie auch immer tritt. Aus meiner Erfahrung ist es so, dass auch private Konzerne dazu neigen, die „SachbearbeiterEbene“ eher in Rente zu schicken, andere mit 65 in Rente zu schicken, um sie dann als externe Berater weiter zu nutzen.

Und wenn ich an meine Schulzeit denke, dann waren da schon Lehrer mit mehr als 55 Lebensjahren dabei, die nicht nur noch im Job waren sondern durchaus einen ausgebrannten Eindruck machten.

Nur mal so gesagt

Gruß

ALex (Abi `91)

Ich nochmal
hallo

(wenn auch etwas off)
in der Türkei gibt es keine funktionierende Verwaltung und Kontrolle wie hier.
Ergebnis: s.die Erdbebenschäden

Gruß
HaWeThie

Hi HaWeThie,
ich denke mal, es hat alles zwei Seiten. Ein Beispiel?
Ich brauchte gerade vor ein paar Wochen eine Ausnahmegenehmigung zur Überfahrt einer gewichtsbeschränktenn Brücke. Im Prinzip kein Problem, ich hatte es mit netten, hilfreichen Beamten zu tun und hatte die Genehmigungb innerhalb einer Woche (allerdings zum stolzen Preis von € 50,-). Aber:
Letztlich entscheiden tut die Strassenverkehrsaufsichtsbehörde. Diese brauchte dazu aber die Genehmigung von der Gemeinde (Bauamt), der Gemeinde (Umweltamt) und der Polizei. Dem Rat des Beamten der Strassenverkehrsaufsicht folgend, setzte ich also selbst ein Schreiben auf, fuhr von einer Dienststelle zur anderen um mir das Schreiben abzustempeln und danach selbst zur Strassenverkehrsaufsicht.
Im Prinzip habe ich die Arbeit für die Behörde erledigt, da ich laut Aussage des Beamten sonst wohl ziemlich lange auf die Genehmigung gewartet hätte. Und trotzdem € 50,-? Und für so eine Genehmigung müssen vier Behörden arbeiten? Mal ehrlich, findest Du das nicht auch etwas übertrieben?
Gruss Sebastian

Hi HaWeThie,

Hallo Sebastian,

bei deinem Beispiel sind mehrere Behörden beteiligt.
Ich habe als „nichttechnischer“ Beamter keine Ahnung vom Brückenbau und Statik - darf aber in Straßenverkehrsamt arbeiten.
Klar, dass ich einen Spezialisten beauftragen würde, dies zu prüfen.
Ja nach Bundesland und Größe der Gemeinde sind halt andere Behörden beteili
gt.

Im Prinzip kein Problem, ich hatte es mit netten,
hilfreichen Beamten zu tun

soll es ja auch geben, nicht wahr :wink: ?

und hatte die Genehmigungb
innerhalb einer Woche (allerdings zum stolzen Preis von
€ 50,-). :

50 € sind nicht zuviel, wenn du bedenkst, vieviel Leute du beschäftigt hast - die Kosten sind bei weitem nicht gedeckt.

Aber:
Letztlich entscheiden tut die
Strassenverkehrsaufsichtsbehörde. Diese brauchte dazu aber die
Genehmigung von der Gemeinde (Bauamt),

wg. Statik

der Gemeinde(Umweltamt)

wäre ein naturschutzgebiet tangiert? Nisten evtl. seltene Vögel (sogar der Spatz zählt mittlerweile dazu) in der Nähe? Dringst du zur Aufzuchtzeit in ein Naturschutzgebiet ein?
Soll das der Mensch im Straßenverkehrsamt wissen oder prüfen?

und der Polizei.

Schwertransporte müssen oft begleitet werden.
Evtl. Straßen sperren etc. Wer außer der Polizei soll wissen, ob überhaupt an dem Tag das personal dafür da ist?

Dem Rat des Beamten der
Strassenverkehrsaufsicht folgend, setzte ich also selbst ein
Schreiben auf, fuhr von einer Dienststelle zur anderen um mir
das Schreiben abzustempeln und danach selbst zur
Strassenverkehrsaufsicht.
Im Prinzip habe ich die Arbeit für die Behörde erledigt, da
ich laut Aussage des Beamten sonst wohl ziemlich lange auf die
Genehmigung gewartet hätte.

„Die Wege des Dienstherrn sind lang und unermesslich“.
Im ernst - ich meine mich entsinnen zu können, dass in den Vorschriften was von sechs Wochen steht. Dafür das drei und mehr behörden beteiligt werden, ist das doch schnell :wink:
Ich möchte jetzt nicht über die innere Struktur reden - da kann man sicher was verbessern.

Und trotzdem € 50,-?

Die Gebühren stehen in einer Gebührenverordnung (wo sonst).

Und für
so eine Genehmigung müssen vier Behörden arbeiten? Mal
ehrlich, findest Du das nicht auch etwas übertrieben?

Nach dem eben gesagten: nein

Gruß
HaWeThie

Hallo nochmal,
sorry,ich habe vergessen zu erwähnen, das bereits für eine andere Firma diese Ausnahmegenehmigung erteilt wurde. Muss man wirklich für jede neue Genehmigung wieder diesen ganzen Zirkus in Gang setzen?
Übrigens meinte das Umweltamt, es hätte damit überhaupt nichts zu tun. Die Strassenverkehrsaufsicht meinte das Gegenteil :wink:
Schliesslich entschied die Strassenverkehrsaufsicht, bevor man „den Leuten da ihren Job erklärt“ (wörtliches Zitat), entscheidet man eben ohne deren ok :wink:
Prinzipiell gebe ich Dir recht,im Bereich der Ämter und Behörden hat sich sehr viel positives getan. Aber trotzdem habe ich manchmal das Gefühl, wir ersticken irgendwann mal in Verordnungen und Durchführungsvorschriften. Aber das liegt nicht an den Behörden oder den Politikern, sondern an uns Deutschen. Wir wollen ja immer alles genauestens geregelt haben :wink:
Gruss und schönes WE
Sebastian

Hallo,

bedenke bei Deiner Ironie, das nirgends sonst so viele Schwerbehinderte beschäftigt werden wie im öffentlichen Dienst. Bei vielen von ihnen ist hoher Krankheitsanteil und frühe Pensionierung schon abzusehen, es ist ein Teil der sozialen Aufgaben des öffentlichen Dienstes, diesen Leuten Chancen zu geben. Das dem gleichen öffentlichen Dienst dann auf Grund der genannten Statistiken zum Vorwurf zu machen, ist denn doch recht unfein. Unabhängig davon… was die Piloten betrifft, war das beispiel wohl nicht wirklich überzeugend :wink:).

Gruß,
Micha

Hallo Micha,

wie hoch ist denn der Anteil der Schwerbehinderten im öffentlichen Dienst? Was ich damit sagen will: 5% Schwerbehinderte, die ein paar Jahre früher „ausfallen“ machen den Kohl auch nicht fett, wobei unsere alle bis 62-65 gearbeitet haben.

Gruß
Christian

was die Piloten
betrifft, war das beispiel wohl nicht wirklich überzeugend
:wink:).

:wink: