Hallo peet,
nun mal eine Antwort von vor Ort.
Ist es wahltaktische Entscheidung? (vor den Wahlen das Image
der CDU zu reinigen) Und wenn, dann innerhalb des einzelnen
Landes oder auf der Bundesebene? (der Termin wird so gesucht,
daß es der Partei besser dient - so daß nicht die moralisches
Ansehen eines Politikers entscheidend ist, sondern die
machtpolitische Taktik der Parteistrategen?)
Der Termin ergab sich aus der Sitzungsperiode des sächs. Landtags. Sie hatten wohl erst jetzt wieder Plenarsitzungen. Es sollte Abgang und Wahl in einem Rutsch stattfinden. Ausserdem wollte sich KK und der Wiss.mi. Meyer (bundesweit bekannt als Vorsitzender des ZDK) noch den Hochschulpakt durchdrücken.
Oder stecken dahinter nur persönliche Motive? (Gesundheit,
Beleidigung über das Verhalten eigener Parteifreunde, die
seinen „Feind“ zu dem Vorsitzenden gewählt haben etc.)
Laut der Information im Focus
hat Biedenkopf schon mehrere Male seinen Rücktritt
angekündigt, aber erst jetzt gegangen. Warum jetzt also? Warum
weiß er schon im Januar, daß es am 18. April stattfindet?
s.o.
Die vorigen Rücktrittsankündigungen waren eher vage, so nach dem Motto: ‚rechtzeitig‘, ‚so dass sich mein Nachfolger noch profilieren kann‘ …
Der erfolgte Rücktritt ist eindeutig eine Folge einer Fehleinschätzung.
Vor ca. 15 Monate sägte er seinen Finazer Milbradt ab mit dem erseit 1990 (?) im Gleichschritt marschiert ist. Er watschte ihn öffentlichals unfähig ab. Es wird -insgesamt glaubwürdig- kolportiert, dass Milbradt zu laut mit den Hufen geschart hääte, d.h. von KK einen Fahrplan zum Machtwechsel, stärkere Beteiligung seinerseits an der Politik, dass er auch in den Medien langsam aufgebaut würde. KK wollte dagegen alles allein bestimmen, patriarchal eben.
In der Folge erfuhr die Presse und interessierte SPDler, dass KK zum Sozialhilfetarif (9DM/m2 incl. NK) in seiner vom Freistaat gemieten Villa wohnt, die Firma seines Schwiegersohn ohne Ausschreibung die Reinigung übertragen wurde. Es wurde nachgefragt was KI (Königin Ingrid) so treibt … Die sonst so zahme, nicht-inestigative Dresdner Presse (40% SPD-Besitz) nahm die Steilvorlagen von gut-informierten Kreisen und von SPD-Mensch Nolle (den die sächs. SPD-Fraktion nicht gerade als Held sieht) auf. So wurde die Öffentlichkeit auf den Ruf ‚KK muss weg‘ eingestimmt.
In der CDU folgten dem die jungen, die unzufriedenen, die ehrgeizigen. So kam es dass gegen ausdrücklichen Wunsch von KK nicht sein Paladin Flath Parteivorsitzender der S-CDU, sondern Milbradt wurde (Sommer vergangenen Jahres).
Und zu gutem Letzt: stimmt es, daß er immer noch bejübelt
wird?
nein, aber er hat durchaus positives für das Land geleistet, was auchseine Affären/chen nicht nehmen können. Ich denke die 10 Jahren waren insgesamt positv für Sachsen.
Tschuess Marco.