Ich würde jetzt wirtschaftliche Gründe vermuten, da Italien ein blühendes Handelszentrum war, aber was waren die genauen Gründe?
Danke1
Ich würde jetzt wirtschaftliche Gründe vermuten, da Italien ein blühendes Handelszentrum war, aber was waren die genauen Gründe?
Danke1
Hallo,
Ich würde jetzt wirtschaftliche Gründe vermuten, da Italien
ein blühendes Handelszentrum war, aber was waren die genauen
Gründe?
der Petersdom ist auf dem (vermuteten) Grab des Petrus errichtet, und das ist auch der Grund für den Sitz des Papsttums dort („du bist Petrus, auf deinen Fels will ich eine Kirche bauen“).
In der Geschichte hat aber der Sitz durchaus auch einmal woanders gelegen (Avignon). Das war dann eine Kirchentrennung aus politischen Gründen.
Herzliche Grüße
Thomas Miller
(nicht katholisch, aber ehem. stud. theol. kath.)
nicht nur
hallo thomas,
In der Geschichte hat aber der Sitz durchaus auch einmal
woanders gelegen (Avignon).
das ist richtig. und nicht nur da. im jahrhundert bevor sich der erste papst in avignon niederließ sind die päpste von stadt zu stadt gezogen. die besuchten städte sahen das nicht ungern, (denn dann kam geld mit. das war eine art wirtschaftsförderung sozusagen.), sofern sie den heuschreckengleichen kahlschlag des pästlichen hofstaats nicht allzu lange aushalten mußten.
in rom war es derzeit nicht auszuhalten: die beiden großen familien der colonnas und orsinis regierten dort äußerst blutig.
Das war dann eine Kirchentrennung
aus politischen Gründen.
nicht nur. auch päpste vor dem schisma hatten schon ihren amtssitz in avignon, das damals übrigens zum römischen reich deutscher nation gehörte. das benachbarte comtat vernaissin gehörte schon seit langem zum kirchenstaat.
auch herzliche grüße
ann (nicht katholisch, aber z.z. mit ihrem co-vivanten den 3. roman einer trilogie über diese zeit in avignon schreibend)
Hi,
quält mich bitte nicht mit Quellenangabe, aber es gab ursprünglich (heißt vor den Päpsten) 4 Zentren der „katholischen“ Kirche, die alle mehr oder weniger um diesen Status stritten.
Rom hat sich deshalb behauptet, weil es einfach Welthauptstadt und auch zentral gelegen war.
so ham wir des zumindest irgendwann mal gelernt.
tut mir leid, dass des alles sehr lückenhaft ist, aber mit G8 wird´s sicher besser! ;o)
servus
Hallo Jana,
auf die ursprünglich gleichrangigen Patriarchate Alexandria, Konstantinopel und Antiochia hat Galle unten ja schon hingewiesen. Es waren die mit Abstand bevölkerungsreichsten Städte des Imperium Romanum. Jerusalem gehörte theoretisch auch zu den Sitzen eines Patriarchen, hatte diesen Rang allerdings mehr ‚ehrenhalber‘.
Der spätere Primat Roms verdankt sich primär politischen Entwicklungsprozessen, vor allem dem Vordringen des Islam in Syrien und Ägypten. Ein anderer wichtiger Aspekt war der Zusammenbruch des weströmischen Reichsteiles; die Bischöfe von Rom verstanden es, das entstandene politische Vakuum zu nutzen, eine solche Chance hatte der Patriarch von Konstantinopel nicht.
Weitere Einzelheiten kannst Du hier finden:
http://www.theologischekurse.at/c_fernkurs_skripten_…
Der Text neigt allerdings stellenweise zu gewissen kosmetischen Kunstgriffen, so etwa, wenn die dreiste Fälschung der ‚konstantinischen Schenkung‘ als ‚Verknüpfung der petrinischen Tradition mit einer Fiktion‘ schönformuliert wird.
Freundliche Grüße,
Ralf
Thomas Miller
(nicht katholisch, aber ehem. stud. theol. kath.)
Über einen solchen Fall haben wir bei uns schon oft nachgedacht:
Was kann man damit anfangen, wenn man Theologie studiert und überhaupt nicht der entpsrechenden Konfession angehört?
Hallo,
Was kann man damit anfangen, wenn man Theologie studiert und
überhaupt nicht der entpsrechenden Konfession angehört?
ich kann im Moment leider nur auf deine Frage antworten (die anderen Antworten gebe ich morgen). Man kann Theologie auch als Geistesgeschichte studieren (ich habe es als Nebenfach gemacht). Dann erfährt man viel über die Ursachen seiner eigene Urteile (die manchmal auch Fehlurteile sein können) und über die Struktur eigener Urteilsbildung überhaupt. Natürlich kann man das als solches nicht sofort pekuniär umsetzen, aber das ist nicht das Entscheidende. Wenn man Sinologie etwa studiert, wird man auch nicht sofort Experte für China, aber man bekommt (möglicherweise) ein Gespür dafür, warum Chinesen so auf Taiwan insistieren etc. etc.
Studieren bedeutet nicht unbedingt, dass man das, was man lernt, SOFORT und UNWIDERRUFLICH umsetzt. Wenn man das verlangt, unterliegt man selbst einem Vor-Urteil, nämlich dem, dass man Bildung unmittelbar umsetzen müsse. Ist das nach einer Meinung so? Und wenn, warum?
Herzliche Grüße
Thomas Miller
Studieren bedeutet nicht unbedingt, dass man das, was man
lernt, SOFORT und UNWIDERRUFLICH umsetzt. Wenn man das
verlangt, unterliegt man selbst einem Vor-Urteil, nämlich dem,
dass man Bildung unmittelbar umsetzen müsse. Ist das nach
einer Meinung so? Und wenn, warum?
Weil ich davon ausgegangen war, daß Theologie nur als Monofach studiert wird, und dsa studiert man ja in der Regel nicht einfach zum Spaß, sondern damit man auch etwas hat, mit dem man Geld verdinenen kann.
Hallo,
Weil ich davon ausgegangen war, daß Theologie nur als Monofach
studiert wird, und dsa studiert man ja in der Regel nicht
einfach zum Spaß, sondern damit man auch etwas hat, mit dem
man Geld verdinenen kann.
schon richtig, aber das gilt eben in der Regel nur vom Hauptfach (das in der philosophischen Fakultät in der Regel mit zwei Nebenfächern studiert wird). Dadurch dass ich es als Nebenfach studieren konnte, hatte ich die Möglichkeit, mein Hauptfach an der Stelle zu ergänzen, wo es im Angebot der Hochschule mangelte. Und es ist ja nie falsch, über den eigenen Horizont einmal hinauszublicken, auch dahin, wohin man eigentlich nicht beabsichtigt zu gehen.
Herzliche Grüße
Thomas Miller