Warum ist der Unterdruckbrunnen kein Perpetuum Mobile?

Okay, okay, nochmal nachdenken:

Wenn man eine Tesla-Turbine mit den Haaren des Goldenen Vlieses beschichtet und sie bei Vollmond in Walhalla parallel zur Achse des Jupiters ausrichtet, dann könnte sie ab der Grenzgeschwindigkeit von 888 rad/s ohne Energiezufuhr von außen beschleunigen.

Der besagte Raum ist gar nicht „luftleer“. Der Wasserspiegel in dem Behälter soll lediglich unter der Einlassöffnung des oberen der beiden Rohre liegen. In diesem Video (ab ca. min 3:00 ) wird es verständlich erklärt, wie es gemeint ist, unter welcher Bedingung es funktioniert (nämlich solange bis das Becken leer ist) und warum die Anordnung so, wie sie vorgegeben ist, nicht funktioniert: ab min 5:35..

Es kommt auf die Höhe der Öffnung des Abflussrohres relativ zur Wasseroberfläche des Beckens an … Ähnlich wie beim Prinzip des → hydraulischen Saughebers.

1 „Gefällt mir“

Da hätte man den Quatsch mit der Flasche auch weg lassen können. Gleicher Effekt wie Schlauch direkt vom oberen zum unteren Becken.

Deiner Beschreibung nach denke ich an sowas:

Die große Wassermenge im oberen Behälter muss doch beim Rausfließen einen gewaltigen Unterdruck erzeugen, der durch das dünne Rohr Wasser hochzieht. Denn das Wasser im Rohr ist ja viel weniger und daher leichter.

Das ist aber ein Trugschluss. Es kommt nicht auf die Wassermenge an, sondern nur auf die Tiefe des Wassers. Am Boden eines 1m tiefen Pools ist der Druck genauso hoch wie am Ende eines 1m langen, senkrecht stehenden, mit Wasser gefüllten Strohhalm.

Hier ist es so, dass an Punkt A und B der gleiche Druck herrscht, nämlich der der Umgebung.

Das Wasser im oberen Behälter erzeugt einen Unterdruck gegenüber der Umgebung, der alleine vom Höhenunterschied zwischen A und C abhängt.Und das Wasser im Rohr erzeugt oben einen Unterdruck gegenüber der Umgebung, der vom Höhenunterschied zwischen B und C abhängt.

Der Höhenunterschied zwischen B und C ist aber größer als der zwischen A und C, das heißt, das dünne Rohr erzeugt einen stärkeren Unterdruck als die große Wassermasse da oben. Folglich strömt das Wasser durch das Rohr nach unten, und der Behälter zieht bei A Luft rein.

Tut er nicht, weil das Rohr oben über dem Wasserspiegel ist.
Nur ganz kurz, bis die Druckverhältnisse ausgeglichen sind.
So 2 - 3 Luftblasen.

Der Wasserspiegel innerhalb des Steigrohres soll aber über C liegen - und natürlich über seiner oberen Öffnung, so dass Wasser in den oberen Behälter fließt (bzw fließen soll.l

Das tut es auch, wenn das kurze Rohr bei A verlängert wird, bis A tiefer als B liegt. Dann haben wir nämlich nichts anderes als eine Variante des hydraulischen Saughebers. Siehe Demo ab min 4:19 bis 4:40.

Wenn aber die Öffnung des Abflusses A höher als B liegt (Demo ab 5:34) dann passiert gar nichts mehr außer ein paar Luftblasen, wie @Bernd54 schon schrieb.

Meine Weltherrschafts-Perpetuum mobile hab ich fast fertig; mir fehlt aber noch ein roter 4er-Legostein.

P.s.: Äääh, gelb, sonst kann das ja nicht funktionieren.

1 „Gefällt mir“