Ich möchte die Antwort ”Weil es dass nicht gibt” bitte ausschliessen.
Ich habe kürzlich ein Video eines Unterdruckbrunnens gesehen und dachte direkt Perpetuum Mobile geht also doch.
Das System war megasimpel. Über einem Wasserpool steht ein Behälter.
Der Behälter ist halb gefüllt mit Wasser. Vom Pool geht ein Schlauch/Rohr in das Innere des Behälters in den luftleeren Raum. Am unteren Ende des Behälters im Wasser befindet sich ein Abfluss. Das abfließende Wasser erzeugt mehr Unterdruck und lässt Wasser schneller nachholen.
Ich habe sowohl gelesen das die Erdanziehungskraft für ein PM durchaus legitim ist und das Unterdruck nur durch entweichen verloren geht. Für mich läuft das Ding ewig aber…PM gibbet nicht. Also wo ist mein Denkfehler ?
Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder erzeugt das ausfließende Wasser zu wenig Unterdruck, so daß kein Wasser nachgezogen werden kann. Dann bleibt das System einfach stehen. Der Unterdruck im oberen Gefäß verhindert, daß weiteres Wasser ausfließt. Das passiert noch bevor Wasser aus dem unteren Gefäß nachgezogen werden kann. Denn dazu bräuchte es noch mehr Unterdruck, aber vorher hört das Wasser von oben eben einfach auf auszulaufen. Jetzt wird entweder Luft durch sie Auslauföffnung eingesaugt, es Gluckert, wie wenn man eine Flasche kopfüber hält, zum ausleeren. Ist die Öffnung zu klein, daß keine Luft rein kommt, bleibt das ganze einfach stehen, und das Wasser oben läuft nicht weiter aus. Von unten nachgezogen wird jedenfalls nie Wasser.
Es strömt durch beide Rohre solange Wasser in den Behälter, bis die Kraft, die vom Unterdruck auf das im Behälter stehende Wasser nach oben wirkt, mit der Gravitationskraft, die auf das Wasser nach unten wirkt, betragsmäßig gleich groß ist und ab dann passiert da garnichts mehr.
Kannst du das Video bitte hier verlinken?
„Weil es das nicht gibt“, ist das Video entweder manipuliert oder verschleiert geschickt, dass das System ohne Energiezufuhr irgendwann zum Stillstand kommt.
Was es ist, kann man nicht sagen, solange man das Video nicht kennt.
Ich möchte kurz nochmal etwas genauer spezifizieren:
Wir haben unten einen großen Wasserpool. Über dem Pool steht ein halb gefüllter Behälter mit zwei Öffnungen. Durch die eine Öffnung führt eine Rohr vom Boden des Wasserpools zur Decke des Behälters in den luftleeren Raum. Die andere ist ein Abfluss am Boden.
Durch massiven Unterdruck wird das Wasser in den Behälter gesaugt während über den Abluss das Wasser gleichzeitig zurück in den Pool abläuft. Durch das ablaufende Wasser und den dadurch steigenden Unterdruck reguliert sich der Brunnen vom selbst.
Die vorgeschlagenen Lösungen besagen, der Brunnen kommt zum Stillstand wenn Gravitation und Unterdruck ins Gleichgewicht kommen, dass passiert aber nie. Der Unterdruck ist nie groß genug um das Wasser komplett vom Abfluss zurückzuhalten oder überschreitet das einfach meine Vorstellungskraft ?
Stimmt. Ich habe zu kompliziert gedacht. Die Antwort ist denkbar simpel: Dein Behälter und der Schlauch sind Kommunizierende Röhren – Wikipedia. Daher kann das Wasser im Schlauch nicht über die Höhe des Wasserspiegels im Behälter steigen.
Du stellst Dir das falsch vor. Wenn der Unterdruck so groß wird, daß er Wasser durch das eine Rohr hochsaugt, saugt er auch Wasser durch das andere Rohr hoch. Oder andersrum: Wenn durch das eine Rohr Wasser hochgesaugt wird, ist der Unterdruck so groß, daß durch das andere Rohr kein Wasser runter fließen kann, da es dort auch hochgesaugt wird.
Fazit: Es wird durch beide Rohre zuerst Wasser abfließen, solange bis der Unterdruck im oberen Behälter zu groß wird, dann bleibt das System stehen, und es fließt gar kein Wasser mehr. Wie tief die Rohre in den unteren Behälter eintauchen ist übrigens völlig egal, solange sie unter dem Wasserspiegel enden.
Oder anders Ausgedrückt: Auf beide Rohre wirken die gleichen Kräfte. Das Gewicht des Wasser, daß dafür sorgt, daß das Wasser abfließt genauso wie der Unterdruck, der das Wasser hochsaugt. Also wird zuerst das Wasser durch beide Rohre abfließen, bis sich ein Gleichgewicht einstellt, und gar nichts mehr passiert. um wie von Dir beschrieben zu funktionieren, müsste das Wasser des einen Rohres gegen den Unterdruck abfließen, so daß der Unterdruck größer als die Gewichtskraft des Wassers wird, das kann aber nicht passieren. Also bleibt das ganze stehen.
Du suchst die Erklärung für das Unmögliche, was dir jemand als Video gezeigt hat?
Falsch.
Suche statt dessen nach der Erklärung, an welcher Stelle der Videomacher dich betrügt, um Klicks zu bekommen.
Hier völlig transparent gezeigt:
Das Konsrukt läuft NICHT.
Man kann übrigens Fake Perpetuum Mobile daran erkennen, dass sie nicht explodieren. Der Name Perpetuum Mobile ist auch falsch, denn sowas kann garnicht stabil bleiben. Wenn Energie aus dem nichts erzeugt werden könnte, lüde sich das Ding immer weiter auf, bis die Materialien nachgeben, aus dem es gemacht ist. Dass da gemütlich Wasser rumplätschert, is nich.
Also bei sehr stabilen “Perpetuum Mobile” aufpassen, das Ding könnte in einem Rums hochgehen, das den halben Planeten zerlegt.
Wenn der Energieerhaltungssatz nicht gälte, könnte jedes Sandkorn wie eine Atombombe hochgehen.
Eine Tesla-Turbine wandelt einfach die lineare Bewegung eines Gases oder einer Flüssigkeit in eine Drehbewegung. Das ist das gleiche Arbeitsprinzip wie das einer normalen Turbine, nur die Energieübertragung auf den Rotor ist anders. Da kann nicht mehr Energie rauskommen als reingehen.