Hallo,
ich habe gestern im Fernseh gesehen, dass Schleßwig Holstein die elektr. Patientenkarte in einem ersten Feldversuch einführt. Dazu hab es wie gewohnt die positiven (schneller in Notfall,…) und negativen (gläserder Patient,…) Stimmen. Allerdings hat sich auch ein hochrangiger Mitarbeiter der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen zu Wort gemeldet, der meinte, dass die Kosten für das System nur am Arzt hängen bleiben. Allerdings hat er das Argument im Fernsehn nicht weiter ausführen können. Mir ist jetzt nicht sicher, was er damit meint. Das einmalige einrichten so eines Lese/-Schreibgerätes kann es ja wohl kaum sein, das ganze ist nicht so unendlich teuer, als das sich da ein hochrangiges Tier der KV extra für einschaltet. Kann mir da jemand nen anderen Tipp geben, was er meinte?
Grüße
Patrick
Darum
Hallo Patrick
Das einmalige einrichten so eines
Lese/-Schreibgerätes kann es ja wohl kaum sein, das ganze ist
nicht so unendlich teuer
Doch.
Es ist wahnsinnig aufwendig. Wenn Du bedenkst, dass wir Ärzte uns irrsinnig umstellen mussten mit Einführung der Chipkarte und den entsprechenden Lesegeräten, die komopatibel zur Software des Praxis-Computers sein müssen, an dem wiederum ein Nadeldrucker hängt (Laserdrucker oder Tintenstrahl geht nicht wegen der mehrblätterigen Durchschläge, z.B. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen) usw usf.
Das ganze ist ja erade erst eingeführt worden und es herrschte monatelang ein Tohuwabohu, welches sich langsam legt. Selbst wenn die Patienten immer noch am Quartalanfang zum Teil „aus dem Mußpott“ kommen und weder ne Überweisung noch die 10,- Euro dabei haben und natürlich trotzdem jetzt sofort versorgt und behandelt werden wollen
…man hat sich jetzt einigermaßen auf das neue System eingestellt und kann langsam wieder mehr die Medizin an den Patienten bringen statt die Bürokratie…schon wieder was Neues…nein danke!
Gruß,
Branden
Hallo,
wie Branden schon sagte - die Kosten und die Umstellung -
das kann ich auch nachvollziehen, wobei nach meiner Auffassung
dieser ganze Aufwand nicht den Nutzen haben wird den er aus Sicht
der Praktiker haben sollte. Positiv ist das Lichtbild wegen
des Mißbrauchs der Karte - aber die Kosten dafür sind wahrscheinlich
immens. Was die Speicherung von Daten (mehr als bisher) angeht, ist
auch keine befriedigende Lösung gefunden worden - der Patient kann
entscheiden welche Daten erfasst werden dürfen - das ist aus Sicht des
Patienten sicherlich auch richtig, für die Handhabung der Karte aber
nicht sinnvoll. Nun ja, warten wir den test ab, dann kann man
mehr sagen.
Gruss
Czauderna
falsches Brett
Hallo,
das ist keine medizinische Frage. Wie wäre es mit den Brettern für Politik oder Versicherungen?
Gruß
Carsten