Leicht oT: Warum ist ein Hausbau so teuer?
Hallo Desperado,
wenn man sich deine gesammelten Anfragen so durchliest wird man den Verdacht nicht los, dass Du auf Teufel komm raus es Dir zum Lebensziel gemacht hast Dinge erreichen zu wollen, die man rein faktisch nicht erreichen kann. Es ist aber nicht nur eine fixe Idee auf beliebig schrägem Wege zum Immobilieneigentümer aufzuschwingen, sondern man kann sich damit das ganze Leben versauen. Denn es ist ja nicht mit Erwerb/Bau getan, sondern so ein Ding kostet Unterhalt und Pflege. Und je verrückter und billiger der Erwerb/Bau ist, um so mehr wird die Erhaltung in einem irgendwie noch als bewohnbar zu bezeichnenden Zustand kosten. Und kannst Du diese Erhaltung nicht leisten, wird Dir so ein Objekt früher oder später über dem Kopf zusammenfallen, oder unter den Füßen weggammeln, …
Es gibt unzählige professionelle Bauherren, Projektentwickler, … die ganz genau wissen, dass man eine noch irgendwie annähernd verkauf/vermietbare Wohnung/ein entsprechendes Haus nicht unter einem bestimmten Preisniveau bauen kann. Und das sind Leute bei denen Skaleneffekte eine große Rolle spielen, und die für ihren eigenen Profit alles dafür tun, die Kosten so gering wie nur möglich zu halten. Da werden gerne auch mal illegale Methoden genutzt, wie Schwarzarbeit, … und trotzdem kommen die nicht ansatzweise auf die Größenordnungen die Dir offenbar vorschweben. Und als Laie, der ein einzelnes Objekt haben will, wirst Du nie auch nur ansatzweise die Preise wie so ein Großer bekommen. Daran änderst Du auch nichts großartig, wenn Du hier drei Fenster vom Sperrmüll, da ein paar alte Dachpfannen vom Nachbarn, … organisierst.
Schräg hinter uns steht ein Objekt, was jemand seit über zehn Jahren nach dem Motto baut, gekauft wird, was gerade billig zu haben ist, gebaut wird, wenn Zeit und Geld da ist, und sich damit wahrscheinlich wahnsinnig schlau vorkommt, und allen die lange Nase zeigt, die für ein normales Bauprojekt ja so viel mehr ausgeben. Schwachmat: Der Guteste zahlt seit zehn Jahren Miete, weil er nicht einziehen kann, hat gleichzeitig massiv Kapital gebunden, was keine Zinsen erwirtschaftet, und durch den langsamen Baufortschritt kann er nach Einzug vermutlich gleich mit den ersten größeren Sanierungsmaßnahmen wieder anfangen.
Also ein guter Rat: Entweder man hat das Geld für einen normalen Bau/Erwerb und den laufenden Unterhalt einer eigenen Immobilie, oder erfreut sich lieber daran, dass man monatlich eine recht konstante Miete zahlt, egal, ob gerade das Dach weggeflogen ist, ein neues Gesetz dringend nach einer neuen Heizung verlangt, …
Gruß vom Wiz