Warum ist man auf der Kieferchirurgie?

Hallo!
Ich bin Psychologie Studentin in der Endphase und nehme im Zuge dessen an einem Praxisseminar Teil, bei dem man mit psychisch und/oder psychisch kranken Personen ein klinisch-psychologisches Gespräch führt und einem 10 andere Leute dabei über die Schulter schauen ob man alles richtig macht. Soweit hat das ganze mit Zähnen ja noch nicht viel zu tun *smile*

Jetzt bin ich aber in den Genuss gekommen gerade auf der Kieferchirurgie das Gespräch halten zu müssen. Ich weiß gar nichts über den Patienten, außer der Tatsache, dass er auf der Kieferchirurgie wohl stationär ist. Ich weiß nicht warum und kann mir das auch nicht so recht vorstellen.
Warum ist man eigentlich auf der Kieferchirurgie? Ich würd mich da gern ein bisschen drauf einstellen können um mir Fragen zurecht zu legen.

Es kann jetzt sein, dass ich mit Leuten konfrontiert werde, die eine Fehlstellung der Zähne haben, die dort berichtigt wird. Leute denen die Weisheitszähne entfernt werden (ist man da stationär??), jemand der vielleicht einen Autounfall hatte und im Gesicht entstellt ist, jemand der eine entzündliche Krankheit im Kieferbereich hat, jemand der Krebs im Kieferbereich hat…? Seh ich das soweit richtig?

Kann mir jemand ein bisschen von der Kieferchirurgie erzählen, damit ich mich vorbereiten kann?

Wäre voll lieb.
lg infi

Hallo infinity,

wenn man dich als Psychologiestudentin auf die Kieferchirurgie holt, dann dürfte es doch mit deinem Fach zusammenhängen. Ich würde sofort an Dentophobie denken. Mit dem Montieren und Demontieren von Gesichtsbestandteilen kennen die sich bestimmt gut aus.

Viel Vergnügen
Bernd

Hallo Infi,

Es kann jetzt sein, dass ich mit Leuten konfrontiert werde,
die eine Fehlstellung der Zähne haben, die dort berichtigt
wird. Leute denen die Weisheitszähne entfernt werden (ist man
da stationär??), jemand der vielleicht einen Autounfall hatte
und im Gesicht entstellt ist, jemand der eine entzündliche
Krankheit im Kieferbereich hat, jemand der Krebs im
Kieferbereich hat…? Seh ich das soweit richtig?

Ich bin kein Kieferchirurg, aber ich glaube, das siehst Du richtig. Du hast schon die wesentlichen Gründe aufgeführt, warum jemand auf der Kieferchirurgie liegt.

Entsprechend dürften die Ängste und Bedenken sein, die Patienten auf der Kieferchirurgie haben:

  • Ganz allgemein: wegen befürchteter oder tatsächlicher Schmerzen;
  • wegen eventueller Entstellungen durch oder trotz einer Operation im Gesichtsbereich;
  • bei Krebspatienten: wegen der allgemeinen Prognose
  • und wegen der Sorge, ob man künftig noch „kraftvoll zubeißen“ kann.

Aber vielleicht finden sich ja auch noch Kundige, die in der Kieferchiorurgie aktiv arbeiten …

Lieben Gruß
Dantis

Hallo,

ich war zur Korrektur des Ober- und Unterkiefers in der Kieferchrirurgie.

Meine Ängst/Sorgen drehten sich hauptsächlich um:

Werde ich die Narkose und die OP überleben und mein Kind wiedersehen?
Werde ich mich danach wiedererkennen?
Werden mich andere auch noch erkennen?
Was ist, wenns hinterher einfach nur schrecklich aussieht?
Wird mein Gesicht irgendwann wieder schmaler als meine Schultern sein?
Wann hab ich wieder Gefühl im Kiefer?

Die 2. OP zur Entfernung der Metallteile war dann allerdings wesentlich entspannter…

Ich kann mich an einen Mitpatienten erinnern, dem der Kiefer in einer Schlägerei zertrümmert wurde…und eine behinderte Patientin, der fällige Zahnbehandlungen dort unter Vollnarkose gemacht wurden.

VG,

Birgit

Danke
Hallo!
Danke an alle für eure Antworten!
Hatte mein Gespräch inzwischen hinter mir. War nicht so berauschend, aber ok, das gehört hier nicht her.

Bin auf jedenfall dankbar, für eure Anregunge.
Liebe Grüße!

infi