Liebe Expertinnen und Experten,
ich habe meine Ankündigung (anlässlich des Bluegrass-Threads) wahrgemacht und mir die 20 CD-Box zur Geschichte der Country & Western Music besorgt.
Interessanterweise sind immer einige Jodelstücke dabei auf den ersten CDs aus den Zwanziger und Dreissiger Jahren (weiter kam ich noch nicht mit dem Durchhören). Dies mag eine Vorliebe der Herausgeber sein, jedoch könnte es durchaus sein, dass das Yodelling damals nicht so ganz die Ausnahme war.
Aus einem Lied von 1937: Patsy Montana singt „I Want To Be A Cowboy’s Sweetheart (zu deutsch ungefähr: „Ich will ‘nen Cowboy als Mann")". Darin heisst es:
„Now we settle down on a ranch …
I learn to yodel and sing
sweet lullabies
and I learn to cook and saw…"
Also: Für eine echte Cowboyfrau gehörte es sich demnach auch Jodeln zu können.
Woher kam diese Tradition? Sicher, aus „Schultze Gets The Blues" kennen wir die im Westen gepflegte Alpenfolklore - aber das ist etwas anderes als dieses Jodeln, welches offensichtlich fester Bestandteil der C&W-Musik wurde.
Ist diese Mode der „Yodelling Cowboys" nur auf Jimmy Rodgers mit seinem „Blue Yodel" zurückzuführen - oder wie oder was? Gibt es dazu vielleicht auch Untersuchungen, die über ein Starportrait hinausgehen? (Einige Zeilen über den „Hillibilly Jodler fand ich gerade auf http://www.wfmu.org/~bart/yodel.html, ferner http://www.spidra.com/yodel.html)
Wer weiss mehr?
fragt gespannt
Bernhard