Warum Just in Time

Hallo Experten und sogenannte.

Der „Experte“ /root hat weiter unten behauptet, das sich die Lageraufwendungen der Firmen bei JiT nicht reduzieren sondern lediglich verändern.

Das ist imho falsch, da Lager, egal wer es zur Verfügung stellt, Geld kosten, und JiT, wenn es nicht perfekt gemacht wird, durchaus einen Produktionsstillstand zur Folge haben kann. Also wieso ein Risiko eingehen wenn ich kein Geld sparen kann?

Ich erwarte mir eine ausführliche Erklärung von /root, da er mir diese an anderer Stelle verweigert, hoffe aber auch von anderen wertvolle Informationen zu erhalten.

Grüße Dusan

Hallo Dusan!

Der „Experte“ /root hat weiter unten behauptet, das sich die
Lageraufwendungen der Firmen bei JiT nicht reduzieren sondern
lediglich verändern.

Kannste ruhig ohne die „“ verwenden…:wink:
Nur um das noch mal klarzustellen. Du behauptest in dem Thread weiter unten, dass bei Anwendung von JiT die lagerhaltung von einem stationäreb, immobilen Lager auf den LKW verlegt werden, ergo auf die Strasse. Das war die Ausgangsgeschichte. Dem entgegnete ich, das ich das für ausgemachten Schwachsinn!

Das ist imho falsch, da Lager, egal wer es zur Verfügung
stellt, Geld kosten,

korrekt! Habe nie etwas anderes behauptet!

und JiT, wenn es nicht perfekt gemacht
wird, durchaus einen Produktionsstillstand zur Folge haben
kann.

Ebenfalls korrekt. Darum wird bei JiT auch immer mit einem Pufferlager gearbeitet, in dem zwischen 2-4 Stunden Produktion abgesichert werden kann. Schon allein diese Tatsache wiederlegt im übrigen Deine Behauptung, JiT bedeute Lager im LKW auf der Strasse. Das wäre viel zu Risikoreich, den LKW auch nur eine Minute länger und einen Kilometer mehr auf der Strasse zu behalten als unbedingt nortwendig.

Also wieso ein Risiko eingehen wenn ich kein Geld sparen
kann?

Ich spare ja Geld. Ich als Produzent, verpflichte meine TIEr1-Lieferanten zu JiT und übertrage denen das Risiko und auch die verantwprtung für meine Produktion. dadurch verringern sich meine (die des Produzenten) lagerkosten, da ich kein grossen Rohstofflager mehr brauche, sondern nur ein relativ kleines JiT-Pufferlager. Der TIER1 hingegen kann seine Produktion besser takten, da er kontinuirlich von mir Daten bekommt wann ich welches teil benötige. Im Best case, also wenn der TIER1 das „Spiel“ auch beherscht, spart er auch. Im „Worst Case“ knallt er sich ein lager voll, weil er Angst hat, mich nicht beliefern zu können. Beide Vorgehensweisen können auch durchaus sinn machen. In Abhängigkeit der produzierten Teile und den damit verbundenen Kosten.
Also, ich gehe im Prinzip als Herrsteller ein kalkulierbares Risiko ein (da ich es grösstenteils an den TIER1 weitergebe.
Im Übrigen war und ist JiT ja auch nicht zufriedenstellend. Da ich immer noch ein Pufferlager benötige und ich immer noch einen geissen Kommissionieraufwand im Produktionsvorlauf habe. Daher wurde JiT ja auch zu JiS weiterentwickelt. Aber das ist eine andere geschichte, und nicht Deine Frage gewesen.

Ich erwarte mir eine ausführliche Erklärung von /root, da er
mir diese an anderer Stelle verweigert, hoffe aber auch von
anderen wertvolle Informationen zu erhalten.

Solltest Du noch ausführlichere Informationen benötigen, empfehle ich Dir entweder eine Ausbildung zur Fachkraft/meister für Lagerlogistik. Hier könnte ich Dir dann behilflich sein, wenn es um die Dozentenwahl geht…Oder sogar, kommt jetzt auf den GGrad Deiner Vorbildung an, ein Studium der Logistik. Auch hier könnte ich Dir dann wiederrum bei der Auswahl der Lehranstalt helfen…

Grüße Dusan

Grüsse /root

Hallo Dusan!

Der „Experte“ /root hat weiter unten behauptet, das sich die
Lageraufwendungen der Firmen bei JiT nicht reduzieren sondern
lediglich verändern.

Kannste ruhig ohne die „“ verwenden…:wink:
Nur um das noch mal klarzustellen. Du behauptest in dem Thread
weiter unten, dass bei Anwendung von JiT die lagerhaltung von
einem stationäreb, immobilen Lager auf den LKW verlegt werden,
ergo auf die Strasse. Das war die Ausgangsgeschichte. Dem
entgegnete ich, das ich das für ausgemachten Schwachsinn!

Sehe ich anders und unten tust du dies sogar selbst bestätigen. Mit deiner Aussage „dadurch verringern sich meine (die des Produzenten) lagerkosten, da ich kein grossen Rohstofflager mehr brauche, sondern nur ein relativ kleines JiT-Pufferlager.

Das ist imho falsch, da Lager, egal wer es zur Verfügung
stellt, Geld kosten,

korrekt! Habe nie etwas anderes behauptet!

Ja - aber nicht dem Hersteller.

Gruß
Falke

Hallo Falke!

Der „Experte“ /root hat weiter unten behauptet, das sich die
Lageraufwendungen der Firmen bei JiT nicht reduzieren sondern
lediglich verändern.

Kannste ruhig ohne die „“ verwenden…:wink:
Nur um das noch mal klarzustellen. Du behauptest in dem Thread
weiter unten, dass bei Anwendung von JiT die lagerhaltung von
einem stationäreb, immobilen Lager auf den LKW verlegt werden,
ergo auf die Strasse. Das war die Ausgangsgeschichte. Dem
entgegnete ich, das ich das für ausgemachten Schwachsinn!

Sehe ich anders und unten tust du dies sogar selbst
bestätigen. Mit deiner Aussage "dadurch verringern sich
meine (die des Produzenten) lagerkosten, da ich kein grossen
Rohstofflager mehr brauche, sondern nur ein relativ kleines
JiT-Pufferlager.
"

Kannst Du bitte präzisieren, was Du aussagen möchtest? Ich kann nicht kanns folgen.

Das ist imho falsch, da Lager, egal wer es zur Verfügung
stellt, Geld kosten,

korrekt! Habe nie etwas anderes behauptet!

Ja - aber nicht dem Hersteller.

Dito…s.o.

Sorry, hab vielleicht heute eine etwas längere Leitung! Gruss /root

Hallo Falke!

Der „Experte“ /root hat weiter unten behauptet, das sich die
Lageraufwendungen der Firmen bei JiT nicht reduzieren sondern
lediglich verändern.

Kannste ruhig ohne die „“ verwenden…:wink:
Nur um das noch mal klarzustellen. Du behauptest in dem Thread
weiter unten, dass bei Anwendung von JiT die lagerhaltung von
einem stationäreb, immobilen Lager auf den LKW verlegt werden,
ergo auf die Strasse. Das war die Ausgangsgeschichte. Dem
entgegnete ich, das ich das für ausgemachten Schwachsinn!

Sehe ich anders und unten tust du dies sogar selbst
bestätigen. Mit deiner Aussage "dadurch verringern sich
meine (die des Produzenten) lagerkosten, da ich kein grossen
Rohstofflager mehr brauche, sondern nur ein relativ kleines
JiT-Pufferlager.
"

Kannst Du bitte präzisieren, was Du aussagen möchtest? Ich
kann nicht kanns folgen.

Sorry - vielleicht zu kompliziert ausgedrückt:
Hast du nicht gesagt, dass es falsch ist, dass bei JiT die Lagerhaltung auf die Straße verlegt wird? Denn eben weiter unten hattest du dann aber geschrieben, dass die Lagerhaltung bis auf ein Pufferlager schrumpft. Daraus kann man eben schließen, dass die Lagerhaltung nun doch auf die Straße verlegt wird (wenigstens zu 95 %).

Daher mein Einwand, dass du dich selber widersprochen hast.

Gruß
Falke

Hi!

Ich seh das genauso.

Ein kleines Pufferlager bleibt bestehen, die restliche Ware wird von den LKW´s direkt ab Produktion zu den Endproduzenten geliefert, wo die Ware auch wieder gleich weiterverarbeitet wird.

@/root: Die Ausbildung werd ich nicht mehr machen, da ich sie bereits habe. Allerdings doziere ich nicht darüber, sie bedeutet mein täglich Brot.

Grüße Dusan

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Hi!

hallo Falke, Hallo Dusan!

Ich seh das genauso.

Ein kleines Pufferlager bleibt bestehen,

da haben wir ja zumindestens hier d´accord…

die restliche Ware
wird von den LKW´s direkt ab Produktion zu den Endproduzenten
geliefert, wo die Ware auch wieder gleich weiterverarbeitet
wird.

alles Richtig…aber das heisst ja nicht, das das Lager auf der Strasse im LKW ist…es ist beim TIER1…oder bei einem Dienstleister…wo auch immer…NICHT im LKW. Darum ging es mir.

@/root: Die Ausbildung werd ich nicht mehr machen, da ich sie
bereits habe. Allerdings doziere ich nicht darüber, sie
bedeutet mein täglich Brot.

Weiterbildung kann ja nicht schaden…:wink:

Grüße Dusan

Dito /root

alles Richtig…aber das heisst ja nicht, das das Lager auf
der Strasse im LKW ist…es ist beim TIER1…oder bei einem
Dienstleister…wo auch immer…NICHT im LKW. Darum ging es

Der Dienstleister ist der Frächter. Mangels Flexibilität und Zuverlässigkeit der Schiene ist der LKW hier bevorzugtes Transportmittel.

Sobald ein Lager gebraucht wird fallen Kosten an. Ob diese Kosten jetzt beim Produzenten oder Lieferanten anfallen ist völlig egal, sie schlagen sich auf jeden Fall aufs Produkt nieder. Niemand, der der Kostenrechnung halbwegs mächtig ist, würde und könnte diese Kosten selber schlucken.

Aber dein Blickwinkel ist interessant, zu glauben, daß Kosten einfach nicht existent sind wenn man sie auf den Lieferanten abwälzt ist bezeichnend für die Denkweise der Großkonzerne. Manche Kleine spielen das grausame Spiel mit, allerdings nicht sehr lange.

Grüße Dusan

Hallo Dusan!
Du verfällst (mal wieder) in polemik! Entweder wir disskutieren anständig mit Argumenten oder wir lassens…

Ich diskutiere überhaupt keine Kosten weg! Ganz im Gegenteil! Ich sag ja von Anfang an, dass Kosten da sind. Und natürlich schlägt der TIER1 die mir aufs Produkt. Völlig logisch. Aber jeder der der Kostenrechnung mächtig ist, weiss, dass Kvar alle mal besser ist als Kfix, oder? Und genau da liegt ja der Vorteil von JiT…um mal Deine Threadfrage zu beantworten. JiT darum, weil ich Kfix in Kvar/pcs umwandele. Und hier hört meine Kernkompetenz auf…den Rest macht dann das Controlling…

Aber es geht und ging ja niemals um die Kosten. Es ging um Deine Behauptung, durch JiT würde das Lagger auf die Strasse, sprich in den LKW verlegt! Dem habe und werde ich wiedersprechen…Weil das einfach nicht wahr ist!

Hoffe ich konnte Dich argumentativ überzeugen?!
Gruss /root

Hoffe ich konnte Dich argumentativ überzeugen?!

Nein, aber du hast es geschafft mich zu zermürben. Ich hab einfach keinen Boch mehr mit dir über Eindeutigkeiten zu streiten.

Grüße Dusan

Tja, Du wolltest die Diskussion…nicht ich. Aber so ist es, wenn einem die Argumente ausgehen…
Hab Spass in Deiner Welt…Gruss /root

Aber so ist es,
wenn einem die Argumente ausgehen…

Es geht nicht um Argumente, sondern um die Wahrheit und die lässt sich nicht in beliebigen Varianten aus dem Ärmel schütteln.

Hab Spass in Deiner Welt…Gruss /root

Hab ich. Mächtigen sogar.

Grüße Dusan

Aber so ist es,
wenn einem die Argumente ausgehen…

Es geht nicht um Argumente, sondern um die Wahrheit und die
lässt sich nicht in beliebigen Varianten aus dem Ärmel
schütteln.

Allein daran lässt sich der vermutlich beschränkte Horizont des Schreibers erkennen. Oder lässt sich hier ein Troll vermuten? Ich weiss es nicht! Jedenfalls kommt mir der Gedanke, wenn ich in einer Disskussion lese, es ginge nicht um Argumente. Um was gehts denn dann? Gehts es darum, wie Du die Welt siehst? Sorry, aber die Welt wird sich nicht nach Dir richten!
Und es ist keine Schande, wenn man sich argumentativ überzeugen lässt. Das zeichnet im übrigen eine Persönlichkeit aus!
Setz mal die rosa rote Brille ab und steh auf. Dann hast Du zumindestens Mal den ersten Schritt getan, um über deinen geistigen Horizont, gemeinhin auch Tellerrand genannt, hinauszusehen.

Hab Spass in Deiner Welt…Gruss /root

Hab ich. Mächtigen sogar.

Mit der rosa raoten Brille glaub ich das sogar

Grüsse /root

Hallo Dusan,

um mal eine andere Sichtweise reinzubringen:
Ich erkenne folgende Vorteile von zeitnaher Anlieferung beim Kunden!
a) meist ist der Betrieb eines Lagers beim Zuliefere billiger als beim OEM. Das liegt an häufig „exotischen“ sprich strukturschwachen Standorten, billigerem Lohnniveau und besserer, sprich speziellerer Gestaltung des Lagers beim Zulieferer. Extrembeispiel: Warum sollte BMW in München ein großes Lager haben, wenn es auch alle Teile JIT angliefert bekommen könnte?
b) Konzentration auf wertschöpfende Tätigkeiten. Der Betrieb eines Lagers ist Verschwendung, sollte vermieden oder zumindest billig out-gesourct werden zu jemanden, der Skalenerträge generieren kann (z.B. externer Dienstleister, der noch andere Kunden hat und spezialisiert ist.) Das Stichwort variable Kosten gegenüber Fixkosten ist hier sicher richtig.
c) Abnahme nur von tatsächlich gebrauchter Ware, das Risiko von Fehlbeständen liegt beim Zulieferer. Das ist natürlich sehr bequem (wenn auch kurzsichtig)…
d) Flexibiltät, jedes rumstehende Material lähmt den Betrieb…

Ich denke aber, dass die Vorteile von JIT nur ganzheitlich im Zusammenhang mit dem Toyota Produktionssystem gesehen werden können, bei dem dies nur ein kleiner Bestandteil ist. Das ist wie ein Getriebe, in dem viele Zahnräder optimal greifen müssen. Ein Zahnrad alleine bringt erstmal wenig. Wer also meint, JIT oder gar das erwähnte JIS wäre alleinseligmachend, ist sicher schief gewickelt.

Allerdings muss ich ebenfalls gestehen, dass ich keine Verlagerung der Lager auf die Straße sehe. Ich sehe allenfalls, dass zunächst ggf. flexiblere Transportmittel gebraucht werden, was im Moment die LKWs gegenüber anderen Transportmittel bevorzugt. (Wenn Du das meinst, hast Du sicher derzeit recht, vor allem bei den immensen Leerfahrten durch die hohe „Flexibilität“) Allerdings in meiner Fa. glaube ich, dass über die Einführung von TPS auch andere, unflexiblere Transportmittel wieder interessant werden, da wir gerade dabei sind, die Ansprüche an das Transportmittel bzgl. Flexibilität deutlich zu reduzieren… Rhythmus und Sicherheit ist uns in bälde deutlich wichtiger, wobei hier LKWs meines Erachtens zum Teil sogar eher Nachteile haben. Aber damit stehe ich im Moment noch sehr alleine:wink:

Grüße
Jürgen

Aber dein Blickwinkel ist interessant, zu glauben, daß Kosten
einfach nicht existent sind wenn man sie auf den Lieferanten
abwälzt ist bezeichnend für die Denkweise der Großkonzerne.
Manche Kleine spielen das grausame Spiel mit, allerdings nicht
sehr lange.

Grüße Dusan

Da magst du vielleicht recht haben und Thomas scheint ja schliesslich auch fuer MB Technology zu arbeiten. Allerdings hat er vollkommen recht, wenn er sagt, dass die Kosten natuerlich wieder aufgeschlagen werden von den Lieferanten.

Meiner Meinung nach habt ihr im Gewissen Sinne beide Recht…
Gruss
Dirk