Warum kann man Strom nicht 2x nutzen?

Hallo,
ich frag mich, warum man den Strom nicht mehrmals neu einspeisen bzw. „wiederverwerten“ kann, wie dies zum Beispiel beim Wasser der Fall ist.

Der FI Schalter misst die Differenz von In- und Ouptut des Stroms um Fehlerstromquellen zu erkennen. Wenn der Strom am Ende des Verbrauchers noch vorhanden ist, wieso kann er dann nicht erneut eingespeist werden?

Vielen Dank!

Hallo,

ich frag mich, warum man den Strom nicht mehrmals neu
einspeisen bzw. „wiederverwerten“ kann, wie dies zum Beispiel
beim Wasser der Fall ist.

Der Strom ist noch da, aber die Spannung ist weg. Vergleiche das mit einem Wasserfall: Unten ist der (Wasser-) Strom noch da, aber die Höhe (die Spannung) nicht mehr.

Der FI Schalter misst die Differenz von In- und Ouptut des
Stroms um Fehlerstromquellen zu erkennen.

Nein, nein! Der FI misst die Strom-Differenz zwischen den Leitern, die durch ihn hindurch gehen. Mit In- und Ouptut hat das nix zu tun.

Gruss
Laika

stelle dir vor du hast ein rohr gefüllt mit kugeln, die kugeln sind so groß dass sie den durchmesser des rohres komplett füllen. so dass sie hintereinander liegen müssen. nun die kugeln simulieren den strom. Das rohr ist nun 10m lang und es sind 100 kugel drinn (mehr passen nicht rein. nun shiebe ich hinten eine kugel in das rohr … ergo am ende fällt eine raus (FI Schalter löst aus wenn du vorne zwei reinschiebst und hinten nur eine herausfällt. Ergo irgentwo ist die zweite abgezwackt worden. theoretisch könnte man die die hinten herausfällt vorne auch wieder hereinstecken. da hast du schon recht das geht theoretisch auch (Supraleiter) jedoch must du bedenken… nur strom aleine nützt dir nichts. nutzen kannst du nur die leistung P=UxI heist Leistung = Spannung x Strom.

Das ist nun sehr vereinfacht erklärt und ich hoffe es langt die. Ansonsten hole ich noch weiter aus… :wink:

PS: vielleicht weist du das Strom nicht mit Lichtgeschwindigkeit fließt. Aber der effekt wenn du das Licht einschaltest bis zum erleuchten der lampe fast mit lichtgeschwindigkeit vonstatten geht. denke an das Rohr und schon ist alles klar… Kugel fällt raus fast zeitgleich mit dem reihnschieben (Lichtgeschwindigkeit) jedoch bis die exakte kugel die du reingeschoben hast hinten rauskommt mußt du noch weitere 99 kugeln reinschieben. Logisch oder?

Hallo.

Wahrscheinlich dürften wir hier als Ursache haben, daß Du Stromfluß(-Richtung) mit Energietransport gleichsetztest.

Strom x Spannung = Leistung, Energie"ergebnis", recht grob gesagt jedenfalls. KEIN BEZUG ZUM STROM*!

*so komisch es klingt.

Frdl.
Grüße, Michael

Hallo (?),

nette Frage…

Man kann ihn mehrfach nutzen, genauso wie bei Wasser, aber man muss berücksichtigen, dass der physikalische Stoff „Wasser“ den Elektronen entspricht, nicht dem „Strom“ als physikalischem Phänomen. Genauso, wie man bei Wasser eine Pumpe braucht, wenn man es wieder einspeist, braucht man auch bei den Elektronen eine Spannungs- oder Stromquelle.

Der Vergleich zwischen Wasserstrom und elektrischem Strom geht auch, ist nicht schwer, aber auch nicht ganz so trivial. Besser geht es, wie die Anderen schon antworteten, den Wasserdruck mit der elektrischen Spannung zu vergleichen.

Gehen tut das alles.

Uwe

PS: Füll’ mal dein ViKa mit den wichtigsten Angaben aus - das wäre nett!

Weil du ihn nur einmal bezahlt hast.

ich frag mich, warum man den Strom nicht mehrmals neu
einspeisen bzw. „wiederverwerten“ kann,…

Wer sagt dass es nicht geht? In anderer Form. Denn nach den Gesetzen der Physik kann keine Energie verloren gehen.

Hi,

Hallo,
ich frag mich, warum man den Strom nicht mehrmals neu
einspeisen bzw. „wiederverwerten“ kann, wie dies zum Beispiel
beim Wasser der Fall ist.

also in der Bahntechnik gibt es z.B. sogenannte Saugtrafos, die im Grunde den Strom einsammeln, der von der Schiene über die Erde abgeleitet wird.

Leider gibt es aber nicht viel Quellen dazu.

Die analogen Gedanken zum FI liegen relativ nahe…

Ciao, EasyJoel

Leider gibt es aber nicht viel Quellen dazu.

Ein Saugtransformator mit dem Windungszahlenverhältnis 1 : 1 ist mit seiner Primärwicklung in die Oberleitung verbunden und mit seiner Sekundärwicklung in einen parallel zu den Schienen angeordneten Rückleiter. Der Traktionsrückstrom wird von Erde und Schienen zum Fluss in den Rückleiter und die Sekundärwicklung gezwungen, um die Amperewindungszahl der von der Primärwicklung dem Kern aufgeprägten anzugleichen. Eine geringe Speiseimpedanz wird erreicht und Erdströme und die mit diesen verbundenen Störungen werden vermindert.

Hallo.

Natürlich kann man das, man macht es auch teilweise.
Einfachstes Beispiel: Die Lichterkette am Weihnachtsbaum.

Vom Prinzip her entspricht das einer seriellen Schaltung.

In einer seriellen Schaltung ist der Gesamtwiderstand gleich der Summe der Einzelwiderstände.

Das heißt, mit jedem neuen Verbraucher, sinkt die verfügbare Leistung an allen Verbrauchern.

Bei Wasser funktioniert das nur, wenn zwischen den einzelnen Verbrauchern Gefälle vorhanden ist.

Gruß, Nemo.

Hallo,
wie oftmals in der Physik hilft auch hier eine Betrachtung der Energie (die geht bekanntlich nie verloren sondern ändert nur ihr Erscheinungsbild):

Fangen wir mal mit dem Wasser an. Wasser ist im Meer und hat dort ‚Lageenergie‘. Nun schickt die Sonne freundlicherweise jedemenge Energie in Form von Sonnenstrahlung zu uns rüber. Diese Energie nimmt das Wasser auf indem es verdampft und in den Himmel aufsteigt. Die Lageenergie des Wassers wird damit erhöht. Jetzt wird das Wasser per Windkraft Richtung Berge transportiert und regnet irgendwann ab, sammelt sich in einem Bächlein und beginnt seinen Weg zurück ins Meer. Mit jedem Meter den es bergab geht (ob einfach nur so den Bach entlang oder durch ein Wasserrad ist schnuppe) verliert das Wasser Energie (die wir im Falle des Wasserrads auffangen und z.B. in elektrische Energie umwandeln können).
Ist das Wasser wieder im Meer angekommen, ist alle vormals von der Sonne aufgenommene Energie verbraucht und der Kreis hat sich geschlossen. Was man hier aber sieht: Auch wenn das Wasser mehrere Wasserräder durchläuft, wird nicht die selbe Energie 2x abgegeben, sondern immer nur ein Teil der Gesamtenergie.

Jetzt zum Strom: Auch der ist Energieträger. Nehmen wir also mal als Beispiel eine (gute alte…) Glühlampe die irgendwo unter deiner Wohnzimmerdecke baumelt. Das Kraftwerk am andern Ende deines Stromzählers erzeugt die elektrische Energie in Form einer Ladungsdifferenz (elektr. Spannung). Nun machen sich Ladungsträger (Elektronen) unter dem Einfluss der Ladungsdifferenz auf den Weg in Richtung deiner Wohnzimmerlampe. Dabei geht auf dem Hinweg schon ein wenig Energie verloren. Dann durchfließt der Strom die Glühlampe und gibt seine Energie fast vollständig in Form von Wärme (und ein wenig Licht…) ab. Danach steckt im Strom noch gerade eben soviel Energie, dass er’s zurück zum Kraftwerk schafft. Für einen zweiten Durchlauf durch die gleiche Glühlampe is da einfach nichts mehr drin…
Erwähnt wurden schon die Serienschaltung, die nutzt den ‚Strom‘ aber im Sinne deiner Frage nicht wirklich zweimal, da er bei einer Serienschaltung von zwei Glühlampen eben nur 2x zur Hälfte genutzt wird…

Hoffe, das war jetzt nicht zu lang

Gruß

passenger1966