Gääähn,
man könnte sicherlich interessant über das Thema diskutieren, aber da hier mal wieder jemand rumalbert, der sich insbesondere durch so hilfreiche Postings wie den ständigen Hinweis auf LaTeX auf alle Wordfragen hervortut, fällt es schwer anzunehmen, dass hier wirkliches Interesse am Informationsaustausch besteht, sondern offenbar nur mal wieder rumgetrollt werden soll.
Wäre man an sachlicher Diskussion interessiert (wie einige Antworter durchblicken lassen, und weshalb sich eine ausführlichere Antwort lohnt), würde man z.B. mal etwas weiter greifen und allgemein bestimmte Berufsausübungsvoraussetzungen thematisieren. Denn auch wenn es nur ein rechtsberatungsgesetz gibt, kann man z.B. sich auch nicht einfach ein Schild an die Tür hängen und den Bau-Ing. spielen. Glücklicherweise, denn eine falsche Baustatik kann genau so Menschenleben kosten wie eine von einem Laien durchgeführte Herz-OP, weshalb auch der Beruf des Arztes diversen rechtlichen Einschränkungen unterliegt. Aber auch wenn es nicht um Menschenleben geht, sondern „nur“ um den finanziellen Ruin, macht es Sinn, zu regeln, wer einen z.B. nach einem Verkehrsunfall mit gravierenden finanziellen und gesundheitlichen Folgen beraten darf.
Und da ist es einfach nur ein Ausgleich von Interessen, dass man die Leute einerseits entsprechend an die Kandarre nimmt, und ihnen so teure Dinge wie eine langjährige Ausbildung mit zwei Staatsexamina oder eine Berufshaftpflicht und eine Kanzleipflicht sowie eine Gebührenordnung aufs Auge drückt, und andererseits dafür sicherstellt, dass kein „zweiter Markt“ entsteht, der nur die Rosinen pickt und dann voraussehbare Schäden produziert, die dann natürlich nicht versichert sind, …
Der IT-Bereich ist einfach noch zu jung um angesichts der langwierigen Gesetzgebungsverfahren heute schon einen Regelungsgehalt zu haben, wie bei klassischen freien Berufen wie Rechtsanwälten, Steuerberatern oder Ärzten. Zudem reitet gerade die EU ja auch eine massive Deregulierungsstrategie, die durchaus nicht nur positiv zu sehen ist. Aber so mal ganz aus der Praxis eines Anwalts gesprochen, der auch das IT-ler Herz in seiner Brust schlagen hört und häufiger in IT-Projekten eher auf der technischen Seite steht als in rein juristischer Arbeit steckt: Auch hier haben die Anforderungen in den letzten Jahren massiv zugenommen! Kein Großprojekt läuft heute noch mit der Großzügigkeit und Lässigkeit der Gründerzeit. Ohne Herstellerzertifizierungen, fachspezifisches Studium, Haftpflicht, … kann man heute nur noch Oma Müllers PC zusammenfrickeln, was aber eigentlich auch nur so lange vertretbar ist, wie der nicht Daten enthält, deren Verlust für Oma Müller existenzgefährdend wäre, oder das Ding nicht genutzt wird, um z.B. ihre Insulinpumpe zu programmieren, …
Also warten wir mal ab, wann es auch in diesem Bereich deutlich strengere Regularien geben wird.
Gruß vom Wiz
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