warum konnte deutschland damals keine landungsboote bauen um den angriff auf england zu wagen ? deswegen wurde der angriff ja abgeblassen, weil es deutschland an landungsbooten mangelte
war das so kompliziert ?
gruss
warum konnte deutschland damals keine landungsboote bauen um den angriff auf england zu wagen ? deswegen wurde der angriff ja abgeblassen, weil es deutschland an landungsbooten mangelte
war das so kompliziert ?
gruss
Fehlende Landungsboote waren wohl das kleinste Problem. Zum Glück hatte die deutsche Luftwaffe die Luftschlacht gegen die RAF verloren und die deutsche Marine war der britischen deutlich unterlegen. Für eine erfolgreiche Seelandung braucht man aber Luft- und Seeüberlegenheit, zumindest im Operationsgebiet, besser noch auch darüber hinaus. Bei der Operation Overlord war das der Fall und sie war dennoch verlustreich genug.
Hallo Volker,
Fehlende Landungsboote waren wohl das kleinste Problem.
alles soweit ok, aber:
Zum Glück hatte die deutsche Luftwaffe die
Luftschlacht gegen die RAF verloren
Hier kommt wahrscheinlich eine Vermengung von
„Deutschland hat den Krieg verloren“ und
„die Luftwaffe hat ihre Ziele über England
nicht erreicht“ zusammen 
Denn die Luftwaffe hat die „Luftschlacht gegen
die RAF“ sicherlich nicht „verloren“. Aber sie
konnte sie auch nicht so klar zerstören, dass
eine unangefochtene Luftherrschaft eine aus-
reichend lange Zeit möglich gewesen wäre.
und die deutsche Marine war der britischen
deutlich unterlegen. Für eine erfolgreiche
Seelandung braucht man aber Luft- und
Seeüberlegenheit, zumindest im Operationsgebiet,
besser noch auch darüber hinaus. Bei der
Operation Overlord war das der Fall und sie war
dennoch verlustreich genug.
Man hatte dort nicht mal Luft/See „Überlegenheit“.
Man hatte klare Luftherrschaft und Seeherrschaft.
Nur als kleine Anmerkung
Grüße
CMБ
Denn die Luftwaffe hat die „Luftschlacht gegen
die RAF“ sicherlich nicht „verloren“. Aber sie
konnte sie auch nicht so klar zerstören, dass
eine unangefochtene Luftherrschaft eine aus-
reichend lange Zeit möglich gewesen wäre.
Letztlich ist das Wortklauberei, aber die deutsche Luftwaffe hatte über England erhebliche Verluste zu verzeichnen und der RAF nie die Verluste zugefügt, die nötig gewesen wären, um die ausreichende Luftüberlegenheit für ein Seelandemanöver zu erringen. Das würde ich schon als Niederlage bezeichnen. Mit Sicherheit nicht als totale, aber als strategische.
warum konnte deutschland damals keine landungsboote bauen um
den angriff auf england zu wagen ? deswegen wurde der angriff
ja abgeblassen, weil es deutschland an landungsbooten mangelte
,
Man nannte sie nur nicht „Landungsboote“, sondern „Marinefährprahm“.
Sie wurden überall eingesetzt, selbst im Schwarzen Meer.
Mfg Conrad
Servus
warum konnte deutschland damals keine landungsboote bauen um
den angriff auf england zu wagen ? deswegen wurde der angriff
ja abgeblassen, weil es deutschland an landungsbooten mangeltewar das so kompliziert ?
Das Rüberkommen war ja nicht das einzige Problem. Denn wenn die Truppen erstmal in England sind muss man sie ja auch versorgen. Was bei einer Infanteriedivision schon schwierig wäre ist dann bei einer Panzerdivision oder überhaupt motorisierten Einheiten schon fast unmöglich. Wenn du dir mal alle gescheiterten Feldzüge des Krieges von Nordafrika bis Russland ansiehst wirst du immer etwas von Nachschubschwierigkeiten lesen…
gruss
MfG
Christoph
Moin zusammen,
Wortklauberei will ich jetzt auch nicht betreiben … aber:
Das die deutsche Luftwaffe nicht in der Lage war (ohne jetzt
und hier den idiotischen Einsatzplan Görings und der Ziel-
wechsel statt der RAF London anzugreifen zu diskutieren) die
RAF in der Luftschlacht über England zu besiegen bedeutet
keineswegs, dass sie auch nicht in der Lage gewesen wäre eine
Luftschlacht über dem Kanal zu gewinnen. Dort hätten beide
Seiten ungefähr gleichweit anfliegen müssen, während über
England die Luftwaffe 80 % ihrer Einsatzzeit für den Flug
tief ins engliche Radarnetz verbraten hat.
Ich glaube schon das die Luftwaffe mit allen Kräften den
Kanal für mindestens eine Woche hätte freihalten können.
Vor dieser Woche hätte es genügt die RAF bei ihren dann
notwendigen Angriffen auf die Invasionsbasen ausbluten
zu lassen … über Rotterdam und LeHavre hätten die
deutschen Jäger zehnmal solange Einsätze fliegen können
wie über London und Südengland und das deutsche Radarnetz
hätte ihren wesentlich wirksameren Einsatz ermöglicht
und kein abgeschossener englischer Pilot hätte am nächsten
Tag mit einer neuen Spitfire wiederkommen können.
Nebenbei: Meiner Meinung nach wurde die Invasion Englands
in Dünkirchen versaut, denn ohne die dort ausgeschifften
340.000 Mann wäre England kaum zu verteidigen gewesen.
Damit aber hätte man weniger Divisionen über den Kanal
schaffen müssen, wofür weniger lange Luftüberlegenheit
und weniger Schiffe notwendig gewesen wären und die man
auch leichter hätte versorgen können.
Viele Grüße
Jake
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Ich glaube schon das die Luftwaffe mit allen Kräften den
Kanal für mindestens eine Woche hätte freihalten können.
Vor dieser Woche hätte es genügt die RAF bei ihren dann
notwendigen Angriffen auf die Invasionsbasen ausbluten
zu lassen
An der Spekulation, wie eine hypothetische Luftschlacht über dem Kanal ausgegangen wäre, möchte ich mich nicht beteiligen.
Nur hätte die RAF nicht notwendigerweise die Invasionsbasen angreifen müssen. Der gleichzeitige Kampf gegen Boden- oder genauer gesagt Seeziele wäre nur dann notwendig gewesen, wenn gleichzeitig mit dem Luftkampf auch die Landungsoperation stattgefunden hätte. Aber deutsche Strategie war ja ausdrücklich, zuerst die Luftüberlegenheit zu erreichen und dann die Invasion zu starten.
Und dazu kommt natürlich noch die Royal Navy, die der deutschen Marine deutlich überlegen war.
Hallo Daren,
es gab die MFP’S (Marinefährprahme oder F-Leichter), diese wurden aber erst 1941 ausgeliefert und standen für „Seelöwe“ noch nicht zur Verfügung. Gedacht und gebraucht waren diese Landungsboote dennoch im Hinblick auf die geplanet Invasion Englands.
Ein weiteres extra für „Seelöwe“ gedachtes Landungsfahrzeug, war die „Siebelfähre“. 2 mit Stahlträgern verbundene Pontons, am Heck angetrieben. Sie sollten durch enorme Geschwindigkeitsbeschleunigung direkt an den Strand gesetzt werden. Waren aber nur schwer seegängig und es wurden auch nur um die 100 in Auftrag gegeben.
Ansonsten waren Pionier-sturmboote, Küstenmotorschiffe, Prähme, Schlepperverbände. Nur halt nicht Landungsboote im „modernen“ Sinne: niedriger Tiefgang, herabklappbare Bug-Sturmrampe.
Es waren was Anlandungen von Truppenmassen angeht geplant war, kombinierte Manöver einzusetzen. Große Teile an Truppenverbänden sollten auch über Lastensegler, Fallschirmspringer sprich aus der Luft heraus in die Landungszone gebracht werden. Deswegen war die Luftüberlegenheit auch extrem wichtig für die Landung von Truppenverbänden in die Zone.
Hier sind mal paar Bilder von Marine-Landungsbooten:
http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/ksp/ostsee/balt…
Im kleinen Rahmen zu einem späteren Zeitpunkt (1941) klappten Anlandungen. z.B. Unternehmen „Beowulf“, Unternehmen „Siegfried“
Gruß Mirko