Hallo Gernot,
zuerst mal vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Hauptstädte, so sie einmal welche sind, werden ja selten
verlegt. Und da Städte ja verschieden schnell wachsen, können
schon im Laufe der Zeit große Unterschiede auftreten.
Das leuchtet mir schon ziemlich ein, allerdings bleibt ein kleiner Rest von Verwunderung. Das Hauptstädte, oder hier Bundeshauptstädte (oder wie man die nun genau nennt) nicht immer die grössten sein müssen ist ja klar. Das hast Du ja weiter unten auch schon gut erklärt (Leipzig - Dresden z.B.) Aber trotzdem hätte ich doch angenommen, dass der Status als Bundeshauptstadt auch einen gewissen wirtschaftlichen Status nach sich zieht, so dass die betreffende Stadt nicht gar so klein bleibt.
Im Übrigen gibt es auch hierzulande Beispiele: Die ehemals
kleinste Stadt der DDR mit 800 Einwohnern (Teichel) hat ein
Rathaus, wie es selbst manche Kreisstadt nicht hat - muß also
mal recht bedeutend gewesen sein.
Ich gebe zu, noch nie von Teichel gehört zu haben, aber das kann man wahrscheinlich nicht vergleichen. Mag sein, daß Teichel mal bedeutend war (wodurch geht selbst aus dem Wikipedia-Artikel
http://de.wikipedia.org/wiki/Teichel
nicht hervor), aber wahrscheinlich war es nie „Hauptstadt“ eines Fürstentums oder Bischofssitz oder so.
Und als Gag am Rande: Bis vor kurzer Zeit war Bonn Hauptstadt
- und als solche größenmäßig echt nur ein Witz. Einfach, weil
es die Politioker 1949 mehrheitlich so wollten…
Naja, ich denke, wenn nicht gerade Adenauer Bundeskanzler geworden wäre, dann wäre sicher für längere Zeit Frankfurt die Hauptstadt…
Aber um nochmal kurz aufs Thema zurückzukommen, ich habe mir anschliessend mal die Liste der französischen Departements-Hauptstädte angesehen, da ist fast jede Hauptstadt größer als die amerikanischen. Vielleicht ist das doch eine amerikanische Spezialität, oder gibt es vergleichbares in anderen Ländern?
Viele Grüße
Klaus Bernstein