Guten Tag,
vor kurzem ging mein Netzteil für den Laptop kaputt (Kabelbruch), darauf hin habe ich mir ein neues geholt, welches zwar die gleiche Spannung liefert (19V) aber anstatt 3.54 A, 4.74 A liefert, soweit ich weiß sollte das (theoretisch) kein Problem sein.
Das neue Netzteil ging nach 1 Woche auch wieder Kaputt, keine Ahnung warum. Der Verkäufer meinte, es könnte durch eine Überspannung, verursacht durch ein Gewitter passiert sein (geht so was überhaupt durch einen Gewitter?). Ich hab ein neues bekommen (baugleich) und sobald ich das Netzteil einstecke, kriege ich leichte elektrische Schocks von meinen Kopfhörern, aber nicht nur von denen, auch von den Schrauben an der Unterseite des Laptops (nur wenn diese auf nackte Haut treffen, nicht durch die Kleidung).
Bei dem Laptop handelt es sich um ein Acer Travelmate 6291, das mir vorher nie Schocks verpasste.
Hallo Retsiemsuah,
Schaltnetzteile besitzen leider nicht immer eine ausreichende galvanische Trennung von Primerseite (220 V) und Sekundärseite (in Deinem Fall 19 V).
Wenn Du an Metallteilen Deines Notbooks oder des Kopfhörers eine Spannung spührst, ist in jedem Fall eine Spannung (zu mindest Spannungsspitzen) enthalten, die über der Norm liegen. Normalerweise werden diese in einem Schaltnetzteil herausgefiltert und durch Kondensatoren von der Sekundärseite „ferngehalten“.
Das scheint bei Deinem Netzteil nicht optimal zu funktionieren. Gerade mit einem Kopfhörer, der ja direkt Hautberührung hat, wär ich auch etwas vorsichtiger.
Auch ich habe ein Notebook mit einem Teilmetallgehäuse.
Als 2. Netzteil habe ich auch ein preislich günstigeres aus den Elektronikhandel gekauft.
Es bisitzt ein GS- und ce-Zeichen. Ich weis, dass das auch nicht unbedingt eine Garantie ist. Aber derart „elektrische Erfahrungen“ habe ich nicht gemacht.
Ich würde anderen Falls das NT nicht für mein Notebook verwenden. Auch hätte ich Bedenken, dass die Spannungsspitzen diesem gefährlich werden.
Wende Dich doch an gewisse namhafte Elektronikversandhäuser (BW oder SL).
Ich hoffe, dass ich Dir helfen konnte…
Ein gesundes Neues Jahr
Harry
Hallo,
Ihrer Anfrage entnehme ich, dass die Angabe der höheren Ampere-Zahl Sie vermuten lässt, dieses sei der Grund für beide Fehler (Defekt und „Stromschlag“). Das wird sehr wahrscheinlich nicht der Grund sein.
Hier handelt es sich aber wohl um 2 Probleme:
- Netzteil geht nach kurzer Betriebsdauer kaputt, Und
- Aufladung von elektrisch leitfähigen Bauteilen.
Zunächst sei erwähnt, dass Überspannungsschäden durch Kurzschlüsse im Netz oder Blitzeinschläge in dicht besiedelten Gebieten sehr selten sind. Grundsätzlich gehen dann auch andere elektrische Geräte im Haus als nur ein Netzteil kaputt, und zwar mit deutlichen Spuren. Oder es handelt sich um ältere Geräte bei denen die verwendeten elektronischen Bauteile nicht mehr spannungsfest sind und durchschlagen (speziell Elco´s).
Da Sie offentsichtlich nicht das Ersatzteil von Acer eingesetzt haben, hier eine grundsätzliche Anmerkung:
Schaltnetzteile gibt es in unterschiedlichen Güten, welche sich in der Restwelligkeit der „Gleichspannung“ darstellt. Ausserdem muß man wie ein Luchs bei der Polarität des Steckers aufpassen, denn viele Hersteller machen sich einen Spass daraus uns Konsumenten zu ärgern, indem die Masse mal aussen und mal innen liegt.
Das zu überprüfen gilt es, dann haben Sie vermutlich schon die Lösung für Ihre Probleme.
- Stimmt die Restwelligkeit mit den Herstellerangaben überein? (Ist vieleicht nicht einfach herauszubekommen, wenn nicht in den tech. Daten des Laptops erwähnt).
Eine zu hohe Restwelligkeit des neuen Netzteils kann zu einem Defekt von der Eingangsbeschaltung des Ladekreises der Batterie / der Spannungsversorgungselektronik on board führen. Folge könnte ein Aufladen aller mit Masse verbundenen Teile sein (also auch der Kopfhörer, wenn dort Metall zu finden ist).
- Stimmt die Polarität des Steckers? Hierdurch wären sowohl der Defekt des Netzteiles als auch eventuell die Masseprobleme zu erklären.
Wenn das alle zu aufwändig / zu kompliziert ist:
- Laptop zur Überprüfung einschicken und orginal Ersatzteil verwenden, dann wird alles wieder gut.
Gruß
Bernd Heinzel
Hallo,
vielen dank euch beiden für die Antwort.
Es hat sich heraus gestellt, das dieses Problem nur an einer bestimmten Steckdose auftritt sonst an keiner anderen. Dies ist auch die Steckdose an der das 1. Netzteil kaputt ging. Ich meide diese einfach und werde dem Vermieter Bescheid sagen.
Dennoch bin ich der Meinung das so was, durch ein Netzteil „abgefangen“ werden sollte, schließlich ist es mit dem Original-Netzteil nicht passiert.
Wenn ich wieder in Deutschland bin, werde ich mir sicher ein besseres besorgen.
Grüße,
Retsiemsuah