Liebe Leut
Kann mir jemand erklären, warum es für Kinder offenbar so wichtig ist, einen Kuschelbären bzw. ein Kuscheltier/-objekt zu haben? Wenn ich mich recht erinnere, habe ich noch nie jemanden angetroffen der nicht sowas hatte als er/sie Kind war.
Warum brauchen Kinder so was? Wie „kommen sie darauf“ mit etwas eine derart enge „Bindung“ einzugehen (ist ja tierisch schlimm, wenn das Ding mal gewaschen oder gar verloren wird…)? Wie lässt sich das erklären?
Lieber Gruss und danke,
Semiramis
Hi Semiramis,
dazu fällt mir ein, dass es in meiner Generation völlig unüblich war, sowas mit sich herumzuschleppen. Meine erste Begegnung mit einer Schmusedecke war Linus - oder doch Schröder? Muss so Anfang der Siebziger gewesen sein. Damit war der Dreck salonfähig, und die logische Folge ließ nicht lange auf sich warten: Die Kelly-Family.
Vielleicht wäre die Fragestellung hilfreich, ob wir armen Seelen, die kein Schmusetier hätten, irgendeinen Schaden in unserer Entwicklung erlitten haben. Oder auch, warum uns keines gefehlt hat.
Gruß Ralf
Warum brauchen Kinder so was? Wie „kommen sie darauf“ mit
etwas eine derart enge „Bindung“ einzugehen (ist ja tierisch
schlimm, wenn das Ding mal gewaschen oder gar verloren
wird…)? Wie lässt sich das erklären?
Hallo Semiramis,
soweit mir bekannt ist, erklärt die modernere Ich-Psychologie (also nicht die von Adler) die Notwendigkeit eines Kuscheltiers so: um eine wenn auch noch so kurzfristige Trennung von der Hauptbezugsperson ( meist Mutter) ertragen zu können, braucht das Kind einen Ersatz, und das ist meist dann ein Kuscheltier. Man nennt es „Übergangsobjekt“ - Mutter geht, Kind greift seinen Teddy und sucht Trost bei ihm. Daran ist nichts Falsches, Schlechtes oder für-das-Kind-Nachteiliges! Teddy in Waschmaschine stecken gewinnt dann ganz andere Aspekte, nicht? Gr.,I.R.
nicht immer
Hi Semiramis,
ich stimme Irmtraut zu, es hat mit der Trennung von der Mutter/Bezugsperson zu tun.
Man hat übrigens in einer Untersuchung festgestellt, daß Kinder, die im Elternbett schlafen und in den ersten Lebensjahren sehr viel getragen werden (Tragetuch etc.) oftmals keine so sehr enge Bindung zu einem Stofftier aufbauen. (Kann Dir keine genaue Quellenangabe sagen, aber es stand in einer „Eltern“ Zeitschrift, weiß nicht mehr welcher).
Zumindest auf meinen Sohn trifft das jedenfalls zu: Er war immer im Tragetuch (wir hatten gar keinen Kinderwagen) und schläft auch jetzt noch im Familienbett - und er hat kein besonderes Kuscheltier. Klar, er hat welche, und die mag er auch, spielt damit - aber eines, zu dem er eine wirklich Bindung hätte, das er immer dabei haben muß - nö. Stofftiere sind für ihn normale „Spielzeuge“. 
Liebe Grüße,
Nike
Hi Nike,
Zumindest auf meinen Sohn trifft das jedenfalls zu: Er war
immer im Tragetuch (wir hatten gar keinen Kinderwagen) und
schläft auch jetzt noch im Familienbett - und er hat kein
besonderes Kuscheltier. Klar, er hat welche, und die mag er
auch, spielt damit - aber eines, zu dem er eine wirklich
Bindung hätte, das er immer dabei haben muß - nö. Stofftiere
sind für ihn normale „Spielzeuge“. 
Kann ich für unsere zwei Jungs genauso bestätigen.
Grüße
Elke
PS: Ich hatte auch keines, mit dem ich so verbunden war.
Hallo ihr,
also meine Tochter geht ohne ihr (Eichhörnchen- Mr. Eichel ist sein Name, da es ja Eicheln isst) gar nirgends hin. Das nahm sie einfach mal vor 5 Jahren bei meinem Bekannten aus dem Auto mit und seither IST DAS IHRS! Sie wird nächsten Monat 8 Jahre Alt und das Ding (verflettertes Etwas) muss immer mit ihr schlafen. Das Kuscheltier wurde schon immer von ihr gefüttert, gebadet (sie nimmt es mit in die Wanne) und natürlich bekommt es auch ab und zu den Hintern voll (wenn es frech ist)???
Ich kann dem nicht zustimmen, das es sich dabei um ein „Übergangsprojekt“ handelt, wenn die Bezugsperson weg ist.
Falls meine Tochter mal nachts zu mir ins Bett rüberkommen sollte (Einschlafen gibt es nur in ihrem Bett- schon immer!) bringt sie dieses Ding nämlich auch mit.
JETZT DIE ANTWORT AUS ERSTER QUELLE. Ich habe meine Tochter eben gefragt warum ihr das Eichhörnchen so wichtig ist. Sie meinte: " Weil es mein aller aller aller bester Freund ist. Dem kann ich alles sagen und der ist immer da."
Zur Info ich bin auch immer da. Ich bin seit ihrer Geburt Hausfrau.
Ich nehme an das ein Kuscheltier das einzige ist mit dem Kinder keine Konflikte haben, da die sich alles anhören, aber nicht antworten. Das Kind gibt sich im Endeffekt die Antworten selbst (in Form des Kuscheltieres)
Jemand der mir immer zuhört, mir nie reinredet, der immer mit mir kuschelt wenn ich das will und immer eine Antort parat hat, das muss man doch lieb haben. Irgendwann reicht das jedoch nicht mehr- dann bringt sie wohl den ersten Freund mit nach Hause.
Solange er nicht so verflettert aussieht wie das Eichhörnchen- soll es mir recht sein 
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