Hallo,
ein Prinzip der sozialen Marktwirtschaft ist es, die einzelnen Teilnehmer im Markt so klein zu halten, dass sie den Markt alleine nicht beeinflussen können.
Beim Geldgeschäft ist es aber doch so, dass Spekulanten und Banken so viel Geld auf einmal verschieben können, dass der ganze Markt einen Impuls bekommt und können damit den Markt lenken, so haben einige wenige die Macht über den Markt. Also in der Realwirtschaft achtet das Kartellamt drauf, dass kein Teilnehmer zu groß wird.
Gibt es sowas nicht auch bei Banken?
Wenn ja, warum hört man dann nicht, dass der Staat die Größe von Banken beschränkt bzw. Zusammenschlüsse überprüft. Haben die Banken nicht genug Kapital, um den Markt durch Impulse zu lenken, dann könnte einer alleine doch nicht solche Trents setzten und wir hätte doch einige Probleme weniger, oder?
Aber da bräuchte man wohl eine globale Lösung, weil eine Bank sich schneller aus Deutschland verabschiedet als eine Firma in der Realwirtschaft.
Beim Geldgeschäft ist es aber doch so, dass Spekulanten und
Banken so viel Geld auf einmal verschieben können, dass der
ganze Markt einen Impuls bekommt und können damit den Markt
lenken
Zumindest an den Fakten lässt sich diese Ansicht nicht erhärten, auch wenn es natürlich immer Kreise gibt, die mit schlichten Weltbildern punkten.
Gibt es sowas nicht auch bei Banken?
Wenn ja, warum hört man dann nicht, dass der Staat die Größe
von Banken beschränkt bzw. Zusammenschlüsse überprüft.
Keine Deine Thesen kaum nachvollziehen. Es gibt sehr wenig Wirtschaftssektoren, in denen es noch so viele konkurrierende Marktteilnehmer gibt.
Diskutieren wir mal^^.
Diskutieren lässt sich über Bewertungen, weniger über Fakten. Vielleicht nennst Du man konkrete Beispiele, wieso Du an Marktbeherrschung glaubst.
Ich denke in der Hinsicht war „Marktbeherrschung“ wohl das falsche Wort. Liest sich so als meine er „Weltbeherrschung“ … weil das tun die Banken in ihrer Gesamtheit ja irgendwie, hängen doch ihre Existenzen ganz eng mit der diverser Staaten zusammen.
Aber ja - auch ich kann nicht ganz nachvollziehen was du meinst: welche einzelne Bank soll welche Impulse gesetzt haben um was zu verändern?! Klar - große Institute wie die Lehman brothers haben mir ihrer Pleite sicherlich einige STeine ins Rollen gebracht, die wir jetzt noch versuchen aufzuhalten, aber das war ja nicht die Bank allein, sondern das Geflecht in dem sie und viele ihrer Artgenossen drin hängen. Und wenn es dann mal um solche Beträge geht und nicht anständig gearbeitet wurde fallen halt die Dominosteine.
Dass es auch anders geht und es wohl noch kleinere Unternehmen in der Hinsicht gibt, die sich auch gut behaupten zeigt der unlängst aufgekommene Fall der Kärtner AvW. Da hing ein anderes Institut - namentlich die Capital Bank - als Gläubiger drin und vermisst jetzt Millionen. Die haben aber immer schon anständig gearbeitet und können das somit erstmal problemlos auffangen und streifen da keine Probleme an ihre Kunden ab … die dort übrigens auch gleich mit sehr sinnvoller honorarberatung verwöhnt werden - auch sowas was in Banken Schule machen sollte, aber ich drifte ab.
Jedenfalls langer Rede kurzer Sinn: werde mal etwas konkreter was du meinst, dann können wir vielleicht wirklich „diskutieren“.
Definition Marktbeherrschung
Also, ich kann nur in der Hinsicht konkreter werden, als ich sage,
dass Realwirtschaftsunternehmen nie so verstrickt sind, dass bei einem Ausfall des einen, ein ganzer Wirtschaftssektor in die Brüche geht, (nehmen wir Microsoft mal aus). Das heißt also, von keinem Marktteilnehmer hängt der Markt richtig ab bzw. alle haben nur begrenzte Macht.
In der Bankenkrise war es ja so, dass er Ausfall eines oder einiger wenige „Kreditinstitute“ dazu geführt hat, dass dieser Sektor ja völlig handlungsunfähig wurde. Was mich zu dem Schluss führt, dass diese Unternehmen ein Stück weit den Finanzmarkt dominiert hatten, weil ohne sie ist der Markt ja zusammengebrochen.
Nun ist meine Idee, wenn man die Banken eben immer klein genug hält bzw. es mehr kleinere Banken gibt, so ist doch der Ausfall eines Institutes zu verkraften und löst kein Dominoeffekt aus, weil die anderen ja nicht in dem Maße von ihr abhängen, wie manche von Lehmann oder so.
Das heißt, Marktbeherrschung ist dann, wenn eine Bank so viel Kapital hat und auch entsprechend benutzt, dass es ohne sie auf einmal Probleme gibt bzw. sie die Spielregeln am Markt diktieren kann.
Schaut denn da unser Kartellamt nicht drauf oder unterliegen die Banken keiner kartellrechtlichen Untersuchung?