Hi,
Ich kann zwar nicht genau begründen, warum man Eisen riechen kann, allerdings kann ich einige Dinge, die Du hier erzählt hast, nicht so stehen lassen.
Ist es wirklich das Eisen, was du da riechst?
Ich bin zwar kein Spezialist, aber glaubst du nicht, dass es
vielleicht Öl ist ?
und ob man von Eisenmolekülen sprechen kann, da bin ich mir
gar nicht so sicher, eisen, was ja chemisch nicht eisen (Fe)
ist sondern meist eine verbindung diesen Elementes mit
Kohlenstoff, und anderen beimengungen (Nickl, Chrom : um ihn
korrusionsbeständiger zu machen, Molybdän, Wolfram… usw auch
Phosphate in form von kleinen Verunreinigungen …usw)
und dieses Material ist eine Art Kristall, es hat symetrisch
angeordnete Atomrümpfe, welche in sogenanntem Elektronengas
eingebettet sind.
Also : Eisen als Reinform (Fe) korrodiert extrem schnell. Was Du mit „Verbindungen“ meinst, das sind allerdings Legierungen. Diese sind allerdings keine echten chemischen Verbindungen in dem Sinne, sondern Einlagerungen von z.B. Kohlenstoff, Molybdän, Nickel etc. die für eine andere Kristallstruktur und/oder Grösse und Ausrichtung der Monokristalle im Metall sorgen. Diese Eigenschaften beeinflussen massgeblich die Eigenschaften des Werkstoffes wie z.B. die Elastizität und Verformbarkeit.
Das sogenannte „Elektronengas“ hat in dem Sinne eigentlich nix mit dieser Sache zu tun, sondern ist eher ein Modell dafür, dass die Elektronen der Eisenatome durch Einwirkung von elektrischen Felder ohne Aufbringen von Ablöseenergie bewegt werden können. Dies macht die meisten Metalle zu guten elektrischen Leitern, hat aber nicht direkt mit den chemischen oder mechanischen Eigenschaften zu tun.
Also ich vermute das es irgendeine art von Fett, oder öl ist,
was du da riechst (diese schicht muss immer vorhanden sein,
zwar manchmal in nur sehr geringem Ausmass, aber gänzlich über
das gesamte Stück gezogen)
Würde diese schicht die Luft und vor allem die
luftfeuchtigheit nicht abblocken, würde das Eisen an dieser
Stelle binnen Secunden Rost anlegen. (Ausser es handelt sich
dabei um einen absolut Korrusionsbeständigen Stahl, der meines
Wissens noch nicht erfunden wurde)
Die Kugel wird sicher nicht kleiner dadurch, auch wird sich
die Öl/Fett - schicht nicht so leicht aufbrauchen, da immer
wieder neues dazukommt (zB wenn du die Kugel mit den Händen
berührst)
Es muss durchaus nicht immer eine Öl- oder Fettschicht vorhanden sein. Und es gibt durchaus rostfreie Stähle. Dies ist auch schon bei nicht hochtechnischen Anwendungen der Fall ( man denke an die Küchenspüle, oder -messer ). Viele Stähle wie z.B. Chrom-Vanadium-Stahl (V2A) oder Wolfram-Molybdän-Stahl ( Widia ) korrodieren an der Luft so gut wie gar nicht ( nicht feststellbar ). Eine Ölschicht würde bei vielen technischen Anwendungen innerhalb kürzester Zeit durch chemische Einwirkungen wie Lösungsmittel oder thermische Einwirkung wie im Verbrennungsmotor oder auch durch mechanische Einwirkung wie ganz schlichtes Abwischen verloren gehen. Trotzdem korrodieren diese Stähle nicht alle.
Im übrigen : DIE Schicht, die durch Anfassen mit der Hand auf Metalle aufgebracht wird, wirkt eher noch korrodierend auf das Material, da in dieser Schicht Säuren enthalten sind, die die Korrosion begünstigen und die Wirkung der Fette der Haut bei weitem übertreffen.
gruß
chekov
Gruss,
Jürgen