Warum riecht Eisen?

Hallo,

warum kann ich z.B. eine kleine Eisenkugel riechen? Ist es ein Sublimationsvorgang der ständig Eisemoleküle aus der Kugel herauslöst? Dann aber müsste die Kugel (2 cm Durchmesser) so ganz allmählich verschwinden. Wieviele Moleküle braucht meine Nase eigentlich um einen Sinneseindruck zu erzeugen und wann ist die Kugel weg :wink:
Oder was rieche ich da??
Danke fürs Nachdenken.
Stefan

Wieviele Moleküle braucht meine Nase eigentlich um einen Sinneseindruck zu erzeugen.

Theoretisch reicht ein einziges.

Ist es wirklich das Eisen, was du da riechst?
Ich bin zwar kein Spezialist, aber glaubst du nicht, dass es vielleicht Öl ist?
und ob man von Eisenmolekülen sprechen kann, da bin ich mir gar nicht so sicher, eisen, was ja chemisch nicht eisen (Fe) ist sondern meist eine verbindung diesen Elementes mit Kohlenstoff, und anderen beimengungen (Nickl, Chrom : um ihn korrusionsbeständiger zu machen, Molybdän, Wolfram… usw auch Phosphate in form von kleinen Verunreinigungen …usw)
und dieses Material ist eine Art Kristall, es hat symetrisch angeordnete Atomrümpfe, welche in sogenanntem Elektronengas eingebettet sind.

Also ich vermute das es irgendeine art von Fett, oder öl ist, was du da riechst (diese schicht muss immer vorhanden sein, zwar manchmal in nur sehr geringem Ausmass, aber gänzlich über das gesamte Stück gezogen)
Würde diese schicht die Luft und vor allem die luftfeuchtigheit nicht abblocken, würde das Eisen an dieser Stelle binnen Secunden Rost anlegen. (Ausser es handelt sich dabei um einen absolut Korrusionsbeständigen Stahl, der meines Wissens noch nicht erfunden wurde)
Die Kugel wird sicher nicht kleiner dadurch, auch wird sich die Öl/Fett - schicht nicht so leicht aufbrauchen, da immer wieder neues dazukommt (zB wenn du die Kugel mit den Händen berührst)

gruß
chekov

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Hi,

Ich kann zwar nicht genau begründen, warum man Eisen riechen kann, allerdings kann ich einige Dinge, die Du hier erzählt hast, nicht so stehen lassen.

Ist es wirklich das Eisen, was du da riechst?
Ich bin zwar kein Spezialist, aber glaubst du nicht, dass es
vielleicht Öl ist ?
und ob man von Eisenmolekülen sprechen kann, da bin ich mir
gar nicht so sicher, eisen, was ja chemisch nicht eisen (Fe)
ist sondern meist eine verbindung diesen Elementes mit
Kohlenstoff, und anderen beimengungen (Nickl, Chrom : um ihn
korrusionsbeständiger zu machen, Molybdän, Wolfram… usw auch
Phosphate in form von kleinen Verunreinigungen …usw)
und dieses Material ist eine Art Kristall, es hat symetrisch
angeordnete Atomrümpfe, welche in sogenanntem Elektronengas
eingebettet sind.

Also : Eisen als Reinform (Fe) korrodiert extrem schnell. Was Du mit „Verbindungen“ meinst, das sind allerdings Legierungen. Diese sind allerdings keine echten chemischen Verbindungen in dem Sinne, sondern Einlagerungen von z.B. Kohlenstoff, Molybdän, Nickel etc. die für eine andere Kristallstruktur und/oder Grösse und Ausrichtung der Monokristalle im Metall sorgen. Diese Eigenschaften beeinflussen massgeblich die Eigenschaften des Werkstoffes wie z.B. die Elastizität und Verformbarkeit.
Das sogenannte „Elektronengas“ hat in dem Sinne eigentlich nix mit dieser Sache zu tun, sondern ist eher ein Modell dafür, dass die Elektronen der Eisenatome durch Einwirkung von elektrischen Felder ohne Aufbringen von Ablöseenergie bewegt werden können. Dies macht die meisten Metalle zu guten elektrischen Leitern, hat aber nicht direkt mit den chemischen oder mechanischen Eigenschaften zu tun.

Also ich vermute das es irgendeine art von Fett, oder öl ist,
was du da riechst (diese schicht muss immer vorhanden sein,
zwar manchmal in nur sehr geringem Ausmass, aber gänzlich über
das gesamte Stück gezogen)
Würde diese schicht die Luft und vor allem die
luftfeuchtigheit nicht abblocken, würde das Eisen an dieser
Stelle binnen Secunden Rost anlegen. (Ausser es handelt sich
dabei um einen absolut Korrusionsbeständigen Stahl, der meines
Wissens noch nicht erfunden wurde)
Die Kugel wird sicher nicht kleiner dadurch, auch wird sich
die Öl/Fett - schicht nicht so leicht aufbrauchen, da immer
wieder neues dazukommt (zB wenn du die Kugel mit den Händen
berührst)

Es muss durchaus nicht immer eine Öl- oder Fettschicht vorhanden sein. Und es gibt durchaus rostfreie Stähle. Dies ist auch schon bei nicht hochtechnischen Anwendungen der Fall ( man denke an die Küchenspüle, oder -messer ). Viele Stähle wie z.B. Chrom-Vanadium-Stahl (V2A) oder Wolfram-Molybdän-Stahl ( Widia ) korrodieren an der Luft so gut wie gar nicht ( nicht feststellbar ). Eine Ölschicht würde bei vielen technischen Anwendungen innerhalb kürzester Zeit durch chemische Einwirkungen wie Lösungsmittel oder thermische Einwirkung wie im Verbrennungsmotor oder auch durch mechanische Einwirkung wie ganz schlichtes Abwischen verloren gehen. Trotzdem korrodieren diese Stähle nicht alle.
Im übrigen : DIE Schicht, die durch Anfassen mit der Hand auf Metalle aufgebracht wird, wirkt eher noch korrodierend auf das Material, da in dieser Schicht Säuren enthalten sind, die die Korrosion begünstigen und die Wirkung der Fette der Haut bei weitem übertreffen.

gruß
chekov

Gruss,

Jürgen

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Was Du riechst, ist Rost (auch wenn er nicht sichtbar ist) = Eisenoxid (fe2o3, wenn ich mich recht erinnere). Eisen ist geruchslos. Und im Gegensatz zu meinem Vorredner möchte ich anmerken, daß es bei jeder Substanz eine Wahrnehmungschwelle gibt. Ein Molekül ist sicher nicht „riechbar“. Wieviele „rost-Moleküle“ Du brauchst, um es riechen zu können, weiß ich auch nicht.

Gruß
CB

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Ist es wirklich das Eisen, was du da riechst?
Ich bin zwar kein Spezialist, aber glaubst du nicht, dass es
vielleicht Öl ist?

Ich habe die Kugel noch mal mit Alkohol gründlich gereinigt
und kann immer noch einen Geruch wahrnehmen ob er schwächer geworden ist kann ich nicht beurteilen. Mein Messgerät hat im Moment einen Schnupfen.

und ob man von Eisenmolekülen sprechen kann, da bin ich mir
gar nicht so sicher, eisen, was ja chemisch nicht eisen (Fe)
ist sondern meist eine verbindung diesen Elementes mit
Kohlenstoff, und anderen beimengungen (Nickl, Chrom : um ihn
korrusionsbeständiger zu machen, Molybdän, Wolfram… usw auch
Phosphate in form von kleinen Verunreinigungen …usw)
und dieses Material ist eine Art Kristall, es hat symetrisch
angeordnete Atomrümpfe, welche in sogenanntem Elektronengas
eingebettet sind.

Also ich vermute das es irgendeine art von Fett, oder öl ist,
was du da riechst (diese schicht muss immer vorhanden sein,
zwar manchmal in nur sehr geringem Ausmass, aber gänzlich über
das gesamte Stück gezogen)
Würde diese schicht die Luft und vor allem die
luftfeuchtigheit nicht abblocken, würde das Eisen an dieser
Stelle binnen Secunden Rost anlegen. (Ausser es handelt sich
dabei um einen absolut Korrusionsbeständigen Stahl, der meines
Wissens noch nicht erfunden wurde)
Die Kugel wird sicher nicht kleiner dadurch, auch wird sich
die Öl/Fett - schicht nicht so leicht aufbrauchen, da immer
wieder neues dazukommt (zB wenn du die Kugel mit den Händen
berührst)

gruß
chekov

Welche Art von Eisen/Stahl es ist weiss ich natürlich nicht.
Sichtbar rostet da aber nichts. Wahrscheinlich stammt die Kugel aus einem Kugellager. Spielt aber auch nicht so die grosse Rolle, da ich diesen Geruch schon fest abgespeichert habe (in früher Jugend) als zum Eisen generell zugehörig. Kennt ja auch wohl fast jeder der schon mal Metalle bearbeiten durfte oder mit Metallen in Berührung gekommen ist.

Gruss
Stefan

Muß eine Eisenverbindung sein.Mir ist aufgefallen das Eisen riecht wie Blut schmeckt…

Robert
Transsylvanien

Halo Stefan,

die Frage, was da riecht, wenn man Eisen angefaßt hat, habe ich mir auch schon oft gestellt. Den Geruch kennt man ja schon von Kindheit an, wenn man auf dem Spielplatz am eisernen Klettergerüst geturnt hat…
Es muß eine Verbindung des Eisens sein - mit meinem alten Chemiekasten habe ich mal eine Eisen-Komplexverbindung hergestellt (der „Sinn“ des Versuchs war laut Experimentierbuch nur, auf einfache Weise eine Verbindung mit einem wahnsinnig komplizierten Namen herzustellen; deswegen habe ich ihn auch wieder vergessen), und diese Verbindung roch extrem nach Eisen - und hier waren es mit Sicherheit keine freien Eisenatome, die den Geruch bewirkten.

Von daher halte ich die Theorie mit den Fett-/Ölanhaftungen für wenig plausibel.

Viele Grüße,

Klaus