Die normale Zielgruppe für Rürup sind doch gutverdienende selbstständige die dann in der Rentenphase nicht so viel Rente haben sodaß ihnen der nachversteuerte Steuersatz von z.B. 92% zu versteuern nicht stört.
Klar aber es gibt doch auch Normalverdiener, die keine Kinder haben und auch oft Riester schon ausgeschöft.
Aber worums im Grunde geht ist warum Rürup eigentlich unattraktiver als das herkömmliche Versicherungsprodukt ist.
Klar mit dem herkömmlichen Versicherungsprodukt habe ich Kapitalwahlrecht und kann mich immer noch für die Auszahlung entscheiden (wobei 50% des Zugewinns steuerfrei wenn ich das richtig verstanden habe).
Bei der Rürup kommt man nie direkt mehr auch nicht an Teile des eingezahlten Geldes weil eine Rückzahlung (weil man sich die Sache falsch überlegt hat9 nicht vorgesehen ist.
Dafür hat Rürup einen etwas höheren Ertrag (weil keine Kosten für die Zusatzbausteine z.B. Kapitalwahlrecht anfallen).
Jetzt frage ich konkret wie weit die klassische RV steuerlich günstiger in der Nachversteuerung ist.
Bei Rürup ist es ja die Versteuerung nach dem Kohortenprinzip, d.h. je später man in Rente geht desto höher wird der Steuersatz festgezurrt. Bei ca. 2035 wird er schon so bei 90% liegen. Genau sieht mans in der Wikipediatabelle.
Die Riester ist natürlich noch etwas schlechter weil zu 100% nachversteuert wird.
Bei allen Produkten natürlich nur die Erträg au den Einzahlungen.
Jetzt aber die Frage:
Warum ist die Rürup für Durchschnittler (die kinderlos sind, evtl. auch selbstständig, nichts vererben wollen usw., schon JETZT solvenzsicher anlegen wollen) steuerlich so unattraktiv.
Wo liegt der steuerliche Vorteil des herkömmlichen klassischen Produkts welches nicht gefördert wird.
Da muß der Klassiker doch eine extrem gute Nachverteuerung haben.
Was wäre der Nachversteuerungssatz ?
Und einen steuerlichen Vorteil in der Einzahlungsphase sehe ich beim herkömmlichen ungeförderten Produkt auch nicht.
