folgendes Phänomen ist mir nun schon des öfteren aufgefallen.
Warum setzen wir uns in der U-Bahn nie nebeneinander? Wenn der Zug noch leer ist drängt immer jeder in eine Ecke. Schräg gegenüber geht grad noch so. Aber direkt gegenüber oder gar nebeneinander geht eigentlich nur, wenn der Zug voll ist.
Warum ist das so? Im Fahrstuhl, an der Kasse im Supermarkt, beim Rockkonzert etc. gibt es doch auch keine Probleme.
Was meint Ihr?
Ein Grund, warum ich persönlich nicht gerne auf Rockkonzerte gehe, ist, dass man da so eng an den Leuten dransteht und von Menschen berührt wird, die man nciht kennt und die man nicht darum gebeten hat. Anderen ist es da wichtiger, auf dem Konzert zu sein, und sie empfinden durch das gemeinsame Interesse an der Musik genug innere Nähe, um diese äußere Nähe zuzulassen. Ich nicht. Mich stresst s auch ungemein, wenn ich zB an der Kasse anstehe, und der (oder die) hinter mir so dicht dran steht, dass wir uns berühren - egal, ob das Arm, Schulter oder Einkaufswagen sind.
das ist mir noch nicht aufgefallen (und ich verhalte mich auch nicht so).
Ich nehme einfach den nächsten passenden Platz (passend bedeutet für mich: in Straßenbahn und Bus, die fahren ja schon mal ruppiger, mit guter Festhaltemöglichkeit; wenn mein potentielles Gegenüber sehr lange Beine hat und entsprechend Platz braucht, nehme ich auch lieber einen anderen Sitz).
Dafür, reinzurücken und sich nicht nebeneinander zu setzen, spricht manchmal schlichtweg die bessere Festhaltemöglichkeit bzw. dass man in Kurven nicht so leicht aus dem Sitz fliegt. Achte mal darauf, ob die „Reinrücker“ eher älter oder Menschen mit Gehproblemen sind.
Ich mache das aus Sicherheitsgründen immer sofern möglich/nötig (in Bus oder Straßenbahn, wenn kurvige Strecken gefahren werden), da ich ein körperliches Handicap habe und meine Koordination nicht sooo sicher ist - bin schon zweimal bei einem „Gangplatz“ in Bus/Straßenbahn in einer Kurve aus dem Sitz geflogen.
Auch manch einer ohne wirkliche Probleme mag diese Sicherheit zu schätzen wissen.
Bei Bus- oder Straßenbahnlinien mit einigermaßen gerader Streckenführung, oder auch bei Bahnen/S-Bahnen habe ich kein Problem damit, am Gangplatz zu sitzen - die fahren ja nicht so abrupt.
Es stört mich auch nicht, wenn sich jemand, nachdem ich den Fensterplatz gewählt habe, neben mich setzt.
nun, ich kann dir die Frage ehrlich gesagt selber nicht wissenschaftlich beantworten; ich kann aber meine Theorien und Gründe zeigen:
Ich denke, es hat wirklich mit einem gewissen Sicherheitsaspekt zu tun, der tiefer im Gehirn verankert ist. Wenn jemand weiter weg sitzt, hat man mehr Zeit, um zu reagieren. Dieser schaltet sich wohl dann ein, wenn man sich ausruhen will - wie beim Zug/Bus fahren.
An der Kasse ist dies nicht so der Fall; auf einem Konzert wird alles andere ausgeblendet Außerdem fühlt man sich da wohl in einer gewissen Weise miteinander verbunden, man hört sich die gleiche Band an.
Ich persönlich setzt mich ehrlich gesagt auch lieber allein hin, wenn ich allein fahre; ganz einfach, weil ich beim Bus fahren meine Ruhe haben will
Mich stresst s auch ungemein, wenn ich
zB an der Kasse anstehe, und der (oder die) hinter mir so
dicht dran steht, dass wir uns berühren - egal, ob das Arm,
Schulter oder Einkaufswagen sind.
was ich ganz schlimm finde sind oftmals unangenehme Düfte die von anderen Menschen ausgehen, dazu gehören für mich sowohl stark parfürmierte als auch solche, die nach Schweiß, Alkohol, extrem nach Nikotin u.s.w. müffeln…da krieg ich die Krise!
Da suche ich mir in so öffentlichen Geschichten wie Bus, Bahn…lieber auch erstmal eine ruhige Ecke aus, wenn möglich.
Nun hast du schon eine Menge guter Antworten erhalten.
Nichts desto trotz:
Wir brauchen, Fremden gegenüber, einen gewissen körperlichen Sicherheitsabstand.
Den versuchen wir, unter allen Umständen, zu bewahren, auch wenn wir dicht gedrängt in einer Schlange stehen.
Die Bahn zwingt uns nun, diesen Abstand zu unterschreiten.
Einerseits berühren sich, wenn man gegenüber sitzt, fast die Knie, andererseits muss man dann irgendwie ständig aneinander vorbei blicken. Direktes Anblicken bedeutet nämlich Aggression, bedingt zu mindestens Kontaktaufnahme.
Nur ein Umstand, der Bahnfahren oft so unangenehm macht.
Weshalb ich meine alte Schrottkarre liebe.
Auf Rockkonzerten oder Ähnlichem fühlen sich wahrscheinlich alle irgendwie verwandt. Irgendwann fallen dann die Schranken notgedrungen.
Viele gehen aber auch nicht hin, weil sie Gedränge nicht ausstehen können.
mir geht das an der Kasse genauso. Finde es immer ganz furchtbar, wenn mir da jemand zu Nahe auf die Pelle rückt. Noch schlimmer ist es dann, wenn dieser jemand unangenehm riecht - der Horror.
Auf Rockkonzerten geht das komischer Weise dann eigentlich. Obwohl ich bei mir beobachtet habe, dass meine Tolleranz mit den Jahren auch abgenommen hat. Meistens stelle ich mich nicht mehr ganz nach vorne, wo es am engsten ist - was ich früher mit Vorliebe getan habe. Und rückt mir dann doch mal einer zu Nahe auf die Pelle, weil er zu wild abrockt, bekommt er nen leichten freundlichen Schubs von mir weg.
was ich ganz schlimm finde sind oftmals unangenehme Düfte die
von anderen Menschen ausgehen, dazu gehören für mich sowohl
stark parfürmierte als auch solche, die nach Schweiß, Alkohol,
extrem nach Nikotin u.s.w. müffeln…da krieg ich die Krise!
Da suche ich mir in so öffentlichen Geschichten wie Bus,
Bahn…lieber auch erstmal eine ruhige Ecke aus, wenn
möglich.
da geht es mir genauso wie dir.
Ich habe auch schon einige Male den Platz im Hörsaal gewechselt, wenn sich neben mich jemand mit solchen Gerüchen gesetzt hat.