Mein Opa wurde wegen Grauem Star vor ca. 1,5 Jahren an beiden Augen operiert. Es wurden künstliche Linsen eingesetzt. Die OP verlief zwar gut, dennoch braucht mein Opa weiterhin eine Brille, auf beiden Augen blieb eine minimale Sehschwäche zurück. Das viel größere Problem: Sowohl mit, als auch ohne Brille sieht mein Opa unterschiedlich große Bilder auf dem rechten und linken Auge. Das führt dazu, dass er Entfernungen schlecht einschätzen kann und eigentlich immer, trotz Brille, unscharf sieht, weil das Auge die zwar scharfen, aber unterschiedlich großen Bilder nicht ausgleichen kann. Oft beklagt er sich über Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen. Woran kann das liegen? gibt es dafür einen Namen? Mein Opa war sowohl beim Facharzt als auch bei mehrmals bei seinem Optiker, die beide ‚nichts feststellen konnten‘…
Wenn’s der Augenarzt bei der Untersuchung nicht rauskriegt, wie soll ich, der ich den Opa nicht gesehen habe, dann wissen?
Nur soviel: Daß eine Fehlsichtigkeit bei der Operation nicht völlig ausgeglichen wir ist normal. So brauchen Kurzsichtige dann weiterhin eine Brille für die Ferne, können aber ohjne lesen ioder am Bildschirm arbeiten. Die Fehlsichtigkeit sollte aber auf beiden etwa gleich sein und selbst etwqas ungleich große Bilder kann unser Gehirn normalerweise problemlos verarbeiten. Ich kann also nicht sagen, ob hier ein ophthalmologisches oder ein neurologisches Problem vorliegt. Mal prüfen lassen, wie gut die Sehleistung mit jeweils nur einem Auge ist (macht der Augenarzt aber eigentlich sowieso). Eine bekannte Komplikation ist nioch der sogenannte Nachstar - ein dünnes Häutchen wächst über die hintere Linsenfläche und das Sehen trübt sich dadurch ein. Das läßt sich durch eine einfache Lasebehandulug beheben.
Wie waren seine Refraktionwerte vor der OP? Und wie sind sie jetzt? Was für Linsen wurden eingebaut?
Ohne diese Angaben ist keine Bewertung dieses Falles möglich
Hallo thepuppet,
also als erstes ich bin kein Experte, kein Augenarzt der sonst etwas. warum ich hier als solches immer wieder erscheine weiß ich nicht.
Aber zu deiner (ich sag einfach mal du) Frage.
Ich könnte mir vorstellen das sie bei deinem Opa unterschiedliche Linsen eingesetzt haben. Das machen viele um zu ermöglichen das man in die Weite wie auch in der Nähe gut sehen kann ohne Brille. Vertagen aber wohl nicht alle Leute so wie ich das gelesen habe.Das macht das Gehirn nicht mit.
Und es kommt natürlich dann zu einer Unsicherheit was Abstände und alles andere so mit sich bringt.
Ich kann mich daran erinnern, da ich selber sehr stark Weitsichtig von Geburt an war, dass ich nach der OP meines ersten Auges fast verrückt geworden wäre. Das operierte Auge sah jetzt alles viel besser als das andere Auge. Abstände konnte ich nicht abschätzen, hatte Angst alles umzurennen usw, usw. Ich denke das ist bei deinem Opa auch der Fall. Is doch auch klar. Halte dir mal eine Lupe vor ein Auge ohne das andere zu schließen und versuche mal etwas zu koordinieren.du wirst es nur sehr mühsam schaffen oder gar nicht.
Mich hat es wahnsinnig gemacht bis ich das Zweite Auge auch operiert hatte. Da war dann die Sehstärke so gut wie ausgeglichen und ich hatte keine Probleme mehr.
Wieviel Diopthrinen hat er denn auf jedem Auge? frage mal nach dem unterschiedlichen Werten. Das könnte bestimmt der Grund sein.
Ich würde einen anderen Augenarzt aufsuchen und das nochmals abklären lassen. Vielleicht kann eine zweite OP mit einer neunen oder einer zusätzlichen Linse Abhilfe schaffen.
Aber wie schon gesagt, ich bin kein Experte, sondern nur eine selber operierte.
Wünsche aber viel Erfolg und hoffentlich schnelle Abhilfe für deinen Opa. Unterstütze ihn gut dabei.
Würde mich ehrlich interessieren wie es bei deinem Opa weiter geht…
Alles Gute
der beschriebene Bildgrößenunterschied wird als „Aniseikonie“ bezeichnet.
Die häufigste Ursache ist ein deutlicher Brechkraftunterschied beider Augen oder eine Längenunterschied der Augen. 1-2mm können da schon ausreichen.
Die Gefahr, dass diese Probleme auftreten ist bei (zuvor) kurzsichtigen Augen erhöht.
Es könnte sich um eine Erkrankung der Netzhautmitte (Makula) handeln. Medizinisch heißt das Phänomen Mikropsie (kleiner Sehen). Wenn dort ein Ödem vorhanden ist (Schwellung, Flüssigkeitsansammlung) wird das Bild in der Größe verändert. Empfehlung: Untersuchung in einer auf Netzhaut spezialisierten Augenklinik oder Uni-Klinik.
MfG W. Hanuschik
zunächst einmal herzlichen Dank für die vielen schnellen Antworten!
@ Dr. Hammer und queenfeger:
Es tut mir leid, dass ich zur Zeit keine genaueren Werte liefern kann, das Problem liegt vor allem daran, dass ich ca. 600 km entfernt von meinem Opa wohne, aber so ziemlich die einzige in der Familie bin, die etwas mehr Engagement zeigt meinem Opa zu helfen. Außerdem bin ich noch relativ unerfahren was das angeht, und weiß selbst kaum, wonach ich fragen soll, bzw. wie man ein medizinisches Problem so konkret wie möglich beschreibt…
@ Anne, Johannes und Admatinator:
Ich danke für die konkreteren Hinweise, tatsächlich hatte ich auch schon die Überlegung, dass meinem Opa verschiedene Linsen eingesetzt wurden, bzw. dass es bei der OP zu Folgeerscheinungen gekommen ist.
Mein Opa ist mittlerweile Mitte 80 und ein sehr gutmütiger Mensch, ich glaube einfach auch, dass er sich beim Augenarzt nicht immer traut alles zu sagen… Ich habe auch fast drei Stunden gebraucht, ehe ich ungefähr verstanden habe, wo eigentlich genau sein Problem besteht…
Immerhin kann er jetzt vielleicht etwas konkreter beim Augenarzt fragen. Ich habe ihm aus Medizin-Büchern aus der Uni-Bibliothek ein paar Artikel zu den hier beschriebenen Phänomenen kopiert.
Eine weitere Frage:
Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass mein Opa von seinen Ärzten schlecht beraten ist… Er geht zu seinem Optiker und für die OP war er im Krankenhaus Friedrichstadt - weiß jemand ob das eine gute Klinik dafür ist, oder ob er ggf. in die Uni-Klinik gehen sollte, bzw. in eine Augenfachklinik, weiß gar nicht ob es in Dresden sowas gibt…
es gibt unterschiedliche Gründe, warum man nach Star-OP auf beiden Augen unterschiedlich große Bilder sieht. Der häufigste Grund ist, dass die Brille vorher rechts und links stark unterschiedliche Gläser hatte und er jetzt auf beiden Augen kaum noch ein Brillenglas benötigt.
Ward Ihr schonmal bei einer Orthoptistin? ZB bei Frau Mende in der Uniklinik in Kiel?
Am besten nehmt Ihr Unterlagen über die Brillenstärke vor und nach der OP mit.
2 unterschiedlich große Bilder sehen heißt Aniseikonie, dafür gibt es verschiedene Tests…
Also davon habe ich noch nie gehört, dass man auf beiden augen unterschiedlich groß sieht… Trägt er vielleicht eine prismenfolie?
Dass er nach der op immer noch schlecht sieht liegt meistens daran, dass sich noch ein nachstar gebildet, welcher einfach weggelasert werden kann! Aber das haette wohl ein facharzt feststellen muessen.
Vielleicht ist das alles auch eher ein neurologisches problem…
Hallo,
ich kann dir dazu leider keine plausible Erklärung liefern. Dürfte eigentlich bei nur einer leichten Restkorrektur nicht sein. Für mich also nicht erklärbar.