Warum sind Anrufe ins Festnetz billiger ?

Warum sind Anrufe ins Festnetz billiger als zum Handy eines anderen Anbieters?

Warum sind Anrufe ins Festnetz billiger als zum Handy eines
anderen Anbieters?

Einerseits ist in Deutschland das GSM-Netz allein schon wegen seiner Eigenschaft als Funknetz die teurere Alternative gegenüber dem Festnetz, um eine bestimmte Datenmenge zu transportieren (das kann in anderen Regionen der Erde anders sein).

Andererseits ist der Hauptkostenfaktor des Mobilfunks, dass die Teilnehmer zudem innerhalb des Netzes mobil sind, d.h. in einem Visitor Location Register permanent die Information vorgehalten werden muss, wo sich der Teilnehmer befindet, um ihm einen Anruf vermitteln zu können. Da das nur dezentral in den Vermittlungsstellen zu bewerkstelligen ist, muss in einem zweiten Schritt zentralisiert werden, bei welcher Vermittlungsstelle diese Information vorliegt. Die Infrastruktur dafür kann der Provider nur von demjenigen bezahlt bekommen, der diese Informationen unbewusst erfragt, sprich dem Anrufer. Und wenn er über die Konkurrenz fragen lässt, ist es natürlich nochmal etwas teurer.

Warum sind Anrufe ins Festnetz billiger als zum Handy eines
anderen Anbieters?

Hi,

das muß nicht so sein. Bei meinem Prepaid-Anbieter kosten alle Gespräche ins Festnetz ebenso wie in alle deutschen Mobilnetze 9 cent pro Minute, rund um die Uhr.

Andererseits zahlt man bei Xtra (Telekom-Prepaid) dramatisch viel, wenn man wochentags ins Festnetz anrufen will (zumindest war es mal so, bin da schon länger nicht mehr).

Es hängt also vom Preismodell des Providers ab. Oder meintest Du Anrufe aus dem Festnetz?

Gruß S

Lasset das Geld fließen …
Das liegt daran wenn du zum Beispiel T-Mobile Kunde bist, und nach Eplus anrufst, T-Mobile also dein Netzanbieter einen gewissen Betrag pro Minute an Eplus abdrücken musst. Umgekehrt ist es genauso.

Dieses gilt für Gespräche ins Festnetz.

Klar das dieses der Endkunde dann auch zu spüren bekommt.

Es gibt eigentlich keinen Grund!

Infrastrukturelle Investitionen sind für Fest- als auch für Mobileanschlüsse notwendig.

Es ist schichtweg reine Marktpreispolitik die sich derzeit schon langsam lockert, denn es gibt ja nun schon diverse Flatrates.

Es wird im Markt um jedes % Marktanteil gekämpft, wenn einer mit dem Preis runter geht, ziehen die anderen schnell hinterher.

Meine Meinung wäre, dass es nur noch eine kurze Frage der Zeit sein wird, dass Handy-Anschlüsse vom Preisgefüge in die Kategorie Festnetz gehen und das ein telefonieren in das eine oder andere Netz entspechend günstig wird.

Letztlich sind die Telefonkosten der deutschen Familie mittlerweile beim 6-10fachen der damaligen Kommunikationskosten.

Bedenke ich dass es in meiner Jugend weder „normal“ war ein Telefon zu haben, weiss ich doch noch wie mein Vater grundsätzlich ausflippte, wenn die Telefonkosten 30,- DM (heute 15 Euro, für die jüngeren:smile:) der gesamten 5-köpfigen Familie überschritt, dabei waren es schon 27,- DM Basiskosten und es gab zu dem Zeitpunkt noch 40 Freieinheiten.

Heute hat eine Familie mit 3 Kindern locker zusammengerechnet 100 - 200 Euro Telefonkosten (Handy, Festnetz, Internet). Also ca. 200-400 DM! Mein Vater hätte uns alle einzeln gefaltet bei derartigen Kosten:smile:

Klasse, die Leute merken garnicht wie teuer telefonieren ist! Es wird uns ja auch täglich suggeriert dass wir noch nie so billig telefoniert haben wie heute! JA! wir sind das Volk der billigtelefonierer.

Wenn wir also eine Mietpreiserhöhung haben von damals 200,- DM Miete zu heute 1000 Euro Miete für eine 1-Zimmerwohnung, dann wären wir das Volk der Billigwohner :smile:

Wie auch immer. Natürlich müssen die Anbietere ihre Investitionen im Bereich des Infrastrukturellen Ausbaus wieder zurück haben. Daran zahlen wir ja grade. Und wenn die Vorstände ein wenig Mist bauen und sich zu große Privathäuser kaufen, dann springen wir als Steuerzahler auch noch schnell mal ein mit einem Konjunkturprogramm, Danke Angie!

Klar sollte jedem sein, dass Telekommunikationsanbieter im Telefonbuch nicht unter „Soziale Dienste“ zu finden sind, sondern in jedem Fall Gewinnorientiert arbeiten. Auch wenn diese Gewinne nicht immer gerecht verteilt werden.

So … das ganze ging etwas vom Thema weg, zeigt aber u.a. den Grund das es mal so und mal so gehandhabt wird.

Gruß aus Hamburg
Knud Schiffmann
http://internet-partner.de

Hi,

Klasse, die Leute merken garnicht wie teuer telefonieren ist!
Es wird uns ja auch täglich suggeriert dass wir noch nie so
billig telefoniert haben wie heute! JA! wir sind das Volk der
billigtelefonierer.

Es IST billiger geworden. Als ich klein war (in den Siebzigern des vorigen Jahrhunderts) kostete ein Telefonat von zehn Minuten zur Verwandtschaft nach Finnland 30 Mark. Heute zahlt man dafür ca. 30 Cent, also etwa ein Fünfzigstel.

Die Telefonrechnungen heute sind höher, weil viel mehr als früher telefoniert wird, nicht weil das Telefonieren an sich teurer geworden ist.

Gruß S

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