Ich bin zwar kein Atheist, erwische mich aber immer wieder mal dabei, dass ich die (philosophischen) Ausführungen von Atheisten sympathischer, ehrlicher und überzeugnender finde als die von Religiösen.
Liegt es daran, dass so viele Religiöse auf eine so schmierige missionarische Art und Weise sich an die Hörer / Leser hranpirschen, um so von hinten durch die Brust (durch die kalte Küche)ihre wenig überzeugenden, oft unterschwellig drohenden, oder auch verachtenden („Du verstehst es eben nicht…Du bist blind…wenn Du glauben würdest, dann sähest Du…“) Botschaften auszusenden ?
Wer weiss was … es ist …
Gruss, Branden
Wer weiss was … es ist …
Gruss, Branden
Hallo Meister Branden 
Diesen Menschentyp den Du oben zitierst gibt es zweifellos, aber zum Glück findet man in allen Religionen auch durchaus achtbare und liebenswerte Menschen, die ihre Überzeugung auf eine unaufdringliche Weise übermitteln.
Atheisten sind im Grunde nur Menschen die an keinen persönlichen Gott glauben, wenn man mit ihnen spricht, merkt man das ihre Ansichten auf etwas Unpersönliches hinweisen, das aber durchaus einen Göttlichen Aspekt hat, - dadurch sind sie ohne Dogmatismus, das macht sie offener. Religionen sind samt ihren Vertretern keinesfalls anderen gegenüber immer tolerant, unsere Geschichte hat da ja genügend Beispiele. Erst in letzter Zeit bahnt sich sowas wie ein gegenseitiges Verständnis an.
Ich kenne eígentlich nur die Vedanta Philosophie, die Gott einerseits einen persönlichen, wie auch unpersönlichen Aspekt zuschreibt und zu guter Letzt auch einen Transzendenten.
mfg
rolf
Hallo Branden,
ich empfinde es gerade umgekehrt.
Vielleicht stechen mir auch nur gerade DIE Vertreter des Atheismus
in die Augen, die jedem anderen, meist ungefragt, ihre Art von Nihilismus ins
Gesicht knallen müssen.
Dabei sind sie aber so leidenschaftlich am Werk, wie man es sonst nur religiösen Fanatikern zuschreibt.
Grüße
Merkur
aber zum Glück findet man in allen Religionen auch durchaus
achtbare und liebenswerte Menschen, die ihre Überzeugung auf
eine unaufdringliche Weise übermitteln.
Das ist wahr, Thorshammer.
Erst in
letzter Zeit bahnt sich sowas wie ein gegenseitiges
Verständnis an.
Ich hoffe, es trägt Früchte.
Gruss, Branden
Hi,
Atheisten sind meiner Meinung nach Menschen, die keinen Gott brauchen.
Was Merkur über manche Atheisten schreibt, sehe ich eher als (schlechte) Eigenschaft der betreffenden Menschen und weniger aus deren Atheistischen Ansichten resultierend.
Ich finde nicht nur die Ausführungen von Nicht-Religiösen, sondern auch die Nicht-Religiösen als Menschen an sich sympathischer, weil die nicht durch ein überaltertes Weltbild nicht so gehemmt sind .
Die nehmen ihr Leben selbst in die Hand und gestalten es nach ihren Vorstellungen. Die sind einfach „stärker“, kriegen es auf die Reihe, sich eines Problems zu entledigen während Religiöse eher daran arbeiten, mit bestehenden Problemen besser fertig zu werden.
Ich bin in einem religiösen Umfeld aufgewachsen und heilfroh, da endlich heraus zu sein.
Gruss
einfache frage
Vielleicht stechen mir auch nur gerade DIE Vertreter des
Atheismus
in die Augen, die jedem anderen, meist ungefragt, ihre Art von
Nihilismus ins
Gesicht knallen müssen.
wo siehst du den zusammenhang von atheismus und nihilismus?
fragt
frank
Im Nichts.
m. f. G.
Merkur
Das tun eigentlich nur jene, die keine denkerische Basis für ihren angeblichen Atheismus haben. Das Resultat ist dann diese Art von Nihilismus. Schließlich ist es einfacher zu allem Nein zu sagen, als eine Bejahung intelligibel zu begründen. Wahre Atheisten sind durchaus respektable Menschen.
…das ist nun mal so.
sinniert
rolf
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
„…(„Du verstehst es eben nicht…Du bist blind…wenn Du glauben würdest, dann sähest Du…“) Botschaften auszusenden …“
wer „glaubt“ hat keine Zeit „zu verstehen“. da er zu „glauben“ hat bleibt kein Raum für das „Verstehen“ warum.
es ist sehr interessant mal nachzufragen: warum soll einer es verstehen …(„Du verstehst es eben nicht…“
wenn er doch nur „glauben“ soll, was ihm der da vorne glauben machen will?
wie soll er dann erfolgreich sein?
es heißt doch „gläubige“ und nicht etwa „Verstehende“.
in diesem punkt kann man die religion aufs wort direkt nehmen.
nicht zufriedenstellend
Im Nichts.
na gut. das ist schnell dahergesagt und klingt wichtig.
also von vorne.
was hat atheismus mit dem noch zu klärenderen begriff des „nichts“ zu
tun?
die abwesenheit einer gottesakzeptanz bedeutet doch nicht
zwangsläufig eine allgemeine negation und die berühmte verneinung
aller werte?
und: was ist ein „nichts“?
deine gleichsetzung kann ich nicht nachvollziehen.
bitte wie immer um erklärung,
frank
berühmte verneinung aller werte
es ist die berühmte verneinung aller absoluten werte.
der atheist muß seine werte mühsam begründen.
insofern ist atheismus bzw besser agnostizismus die einzige philosophisch interessante position.
gruß
datafox
Dabei sind sie aber so leidenschaftlich am Werk, wie man es
sonst nur religiösen Fanatikern zuschreibt.
das sind schwache charaktere, die sich durch andere weltbilder bedroht fühlen und sich in einem ständigen kampf dagegen befinden. seine meinung mutig und offen zu vertreten meine ich damit nicht, sondern ungefragt, unprovoziert und unerwünscht anderen bei jeder gelegenheit seine denke aufdrücken zu müssen und dabei den anderen niederzumachen und als lächerlich, dumm, verblendet usw. hinzustellen. solche menschen finden sich in allen weltanschaulichen gruppen, ob atheisten, religiöse, politische ideologen.
gruß
datafox
es heißt doch „gläubige“ und nicht etwa „Verstehende“.
in diesem punkt kann man die religion aufs wort direkt nehmen.
Da ist was dran, Dirk! 
Gruss, Branden
Hallo, Dr.T.,
Ich bin zwar kein Atheist, erwische mich aber immer wieder mal
dabei, dass ich die (philosophischen) Ausführungen von
Atheisten sympathischer, ehrlicher und überzeugnender finde
als die von Religiösen.
Klingt für mich seltsam: als Auftakt eine Art Entschuldigung oder
Selbstsalvierung. Gehörst du auch zu den Post-Prä-Modernen, die sich
lieber „Agnostiker“ nennen (weil angeblich nur diese Haltung
„wissenschaftlich“ vertretbar sei) ? Sigmund Freud, den du doch
schätzt, hatte, soweit ich weiss, nicht diese timiden Bedenken: er
war ganz klar Atheist.
(Frei nach Nietzsche: nur Engländer streben nach Agnostizismus
,
haben ihn ja auch erfunden - Huxley)
Liegt es daran, dass so viele Religiöse auf eine so schmierige
missionarische Art und Weise sich an die Hörer / Leser
hranpirschen…
Das weiss ich natürlich nicht. Sind deine Erfahrungen.
Was waren/sind das denn für philosophische „Ausführungen“ ?
Ich als Atheist kann dazu nur sagen, dass auch viele heutige
Atheisten mir nicht „sympathisch“ sind, entweder weil sie
philosophisch flach argumentieren oder/und weil sie sektiererischen
Eifer an den Tag legen; andererseits gibt es auch mir „sympathische“
Gottglauber, deren konkrete Ansichten ich in Ordnung finde, auch wenn
sie daneben verquasten Vorstellungen von Gott, Jenseits etc.,
und sei es als „Kontingenzbewältigungspraxis“ (Lübbe), anhängen.
Gruss
Nescio
Ausnahmsweise mal dialektisch
Lieber Nescio
Gehörst du auch zu den Post-Prä-Modernen,
die sich
lieber „Agnostiker“ nennen (weil angeblich nur diese Haltung
„wissenschaftlich“ vertretbar sei)
Darüber habe ich in den letzten Tagen komischerweise auch nachgedacht. Ich hatte so ein paar Erlebnisse in meinem Leben, die ans Mystische grenzen, finde auch nach wie vor Meister Eckart und manche Zen-G’schichterl nicht uninteressant, daher neige ich wohl wirklich eher zu den Agnostikern als zu den Atheisten. Andererseits fühle ich mich als halber Freudianer und halber Mystiker
ja dann auch den Gnostikern näher, kann mich also auch wieder nicht total als Agnostiker bezeichnen. Fazit: Ich habe wohl ein dialektisches Verhältnis zur Religion
. Nun weiß ich nicht, ob das den FRANK (Fremdwort-Frank) freut oder ärgert, denn er argumentiert ja einerseits gern dialektisch, andererseits will er wohl bei der Religion bzw. beim Glauben eher klare Verhältnisse wie Du wohl ja auch („Atheist oder Gläubiger, alles andere ist von übel“).
Tja, unsereiner hats halt schwer mit der Gretchenfrage. Da bin ich - wie Du schon andeutest - wirklich ein wenig schüchtern und zögerlich - eben ein männliches Gretchen…oder aber auch ein halber Faust, denn der antwortet da ja ganz klug, oder?
Gru, Branden
? Sigmund Freud, den du
doch
schätzt, hatte, soweit ich weiss, nicht diese timiden
Bedenken: er
war ganz klar Atheist.
(Frei nach Nietzsche: nur Engländer streben nach Agnostizismus
,
haben ihn ja auch erfunden - Huxley)Liegt es daran, dass so viele Religiöse auf eine so schmierige
missionarische Art und Weise sich an die Hörer / Leser
hranpirschen…Das weiss ich natürlich nicht. Sind deine Erfahrungen.
Was waren/sind das denn für philosophische „Ausführungen“ ?
Ich als Atheist kann dazu nur sagen, dass auch viele heutige
Atheisten mir nicht „sympathisch“ sind, entweder weil sie
philosophisch flach argumentieren oder/und weil sie
sektiererischen
Eifer an den Tag legen; andererseits gibt es auch mir
„sympathische“
Gottglauber, deren konkrete Ansichten ich in Ordnung finde,
auch wenn
sie daneben verquasten Vorstellungen von Gott, Jenseits etc.,
und sei es als „Kontingenzbewältigungspraxis“ (Lübbe),
anhängen.Gruss
Nescio
die abwesenheit einer gottesakzeptanz bedeutet doch nicht
zwangsläufig eine allgemeine negation und die berühmte
verneinung
aller werte?
Da hast Du sehr Recht, lieber Comandante!
Es grüßt Dich Branden
Hallo Branden,
ich empfinde es gerade umgekehrt.
Vielleicht stechen mir auch nur gerade DIE Vertreter des
Atheismus
in die Augen, die jedem anderen, meist ungefragt, ihre Art von
Nihilismus ins
Gesicht knallen müssen.
Dabei sind sie aber so leidenschaftlich am Werk, wie man es
sonst nur religiösen Fanatikern zuschreibt.
Hallo Merkur,
sieh es doch mal so,
wenn man gegen jahrtausenden alten Stumpf- und Starrsinn ankämpfen möchte, bedarf es schonmal einer extra Portion Leidenschaft damit man nicht am blinden Glauben der Unwissenden verzweifelt.
Gruß
Bernard
Wer Dialektik sagt, will betrügen
Hallo, Branden,
Gehörst du auch zu den Post-Prä-Modernen, die sich
lieber „Agnostiker“ nennen (weil angeblich nur diese Haltung
„wissenschaftlich“ vertretbar sei)
…neige ich wohl wirklich eher zu den Agnostikern als zu den
Atheisten. Andererseits fühle ich mich als halber Freudianer
und halber Mystikerja dann auch den Gnostikern näher,
kann mich also auch wieder nicht total als Agnostiker
bezeichnen.
Ist das kompliziert =:expressionless:
Fazit: Ich habe wohl ein dialektisches Verhältnis zur Religion
.
Wenn das so einfach wäre – sich so herauszuwinden 
Vielleicht stimmt ja der Spruch:
„Wer Dialektik sagt, will betrügen“ (von wem nochmal ?)
(„Atheist oder Gläubiger, alles andere ist von übel“).
Mit Freud sage ich (! - obwohl im Kern kein Freudianer):
Religion ist von Übel. In welcher Form auch immer.
Ohne „Beweis“ und ohne „Beleg“ 
Tja, unsereiner hats halt schwer mit der Gretchenfrage.
Ja, wer ist denn „unsereiner“ ?
Zurück zu Freud, marschmarsch !
Ich warte auf Meldung des Vollzugs.
Und dann voran !

Gruss
Nescio