Hallo,
Inflation ist ja dadurch definiert, dass die verfügbare Geldmenge mit dem Wert der verfügbaren Güter verglichen wird.
Nimmt der Wert oder die Anzahl der Güter zu, so muss die Zentralbank auch die Geldmenge erhöhen. Sinkt die Anzahl oder Wert der Güter muss sie Geld aus dem Verkehr ziehen.
Ich weiß, dass die EZB ungefähr 2% Inflation als Optimum bei ihren Aktivitäten ansteuert.
Gibt es eine wissenschaftliche Arbeit oder eine finanzmathematische Simualtion, die das Ausgibt?
Oder ist es so, dass das BIP (repräsentiert den Wert aller Güter) im Euroraum um 2% wächst und deshalb auch soviel mehr Geld in den Markt gegeben wird?
Inflation ist ja dadurch definiert, dass die verfügbare
Gibt es eine wissenschaftliche Arbeit oder eine
finanzmathematische Simualtion, die das Ausgibt?
nein. Leiten wir es mal so her: Inflation ist nicht gut, Deflation ist noch schlechter. Einer Notenbank wird es nie gelingen, ein absolut stabiles Preisniveau zu gewährleisten. Also akzeptiert man lieber etwas Inflation als Deflation. Zwei Prozent ist dabei eine willkürliche Marke, man könnte auch 1,5 oder 2,5% anpeilen.
Was ist aber an der Überlegung falsch, wenn man sagt, dass das Wachstum des BIP gleich dem Güterzuwachs ist, der in einem Jahr zu kaufen ist.
Deshalb muss auch die Geldmenge um diesen Betrag zunehmen um eine Deflation zu vermeiden. Soweit schon mal richtig, oder?
Um nun die Wirtschaft zu höheren Leistungen anzuspornen wird anscheinend jedes Jahr zwei Prozent mehr Geld in den Markt gepumpt als der Wert und Anzahl der Güter steigt.
Von dieser Steuerung der Zentralbanken hängt so viel ab, dass mir doch wohl keiner erzählen kann, dass die zwei Prozent Inflation willkürlich gewählt sind.
Es muss doch, ähnlich wie beim Klimamodell, Simulationen geben oder andere wissenschaftliche Arbeiten, die belegen, dass mit zwei Prozent Inflation volkswirtschaftlich gesehen die beste Leistung erbracht wird, dass sozusagen bei zwei Prozent Inflation ein Maximum der volkswirtschaftlichen Leistungsfunktion vorliegt.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sowas nur nach Gefühl entschieden wird.
Stimmt das?
Wird nicht derjenige durch Inflation belohnt, der sein Geld investiert?
Wird nicht derjenige durch Inflation bestraft, der sein Geld „unterm Kopfkissen“ hortet?
Sorgt eine leichte Inflation nicht dafür, daß meine Schulden nominal gleichbleiben, während meine Gewinne ansteigen, sodaß sich der Anteil meiner Schulden von alleine reduziert?
Ist daher ein absolut stabiles Preisniveau nicht investitionshemmend?
Was ist aber an der Überlegung falsch, wenn man sagt, dass das
Wachstum des BIP gleich dem Güterzuwachs ist, der in einem
Jahr zu kaufen ist.
Deshalb muss auch die Geldmenge um diesen Betrag zunehmen um
eine Deflation zu vermeiden. Soweit schon mal richtig, oder?
Also betreibt die EZB wohl doch Simulationen auf der Basis dieser Gleichung um die optimalen Werte für zum Beispiel die Inflation zu errechnen oder besser gesagt abzuschätzen?