Da ich schreibfaul bin, neige ich oft dazu, LAN-Adressen aus dem A-Netz zu vergeben. Es schreibt sich halt schneller „ping 10.1“ statt „ping 192.168.1“. Warum sehe ich aber letztere Schreibweise, also Class C, so oft in privaten Netzen? Für ein LAN mit 1 Netz und 40 Rechnern (oder zu Hause mit 3 Rechnern) spricht doch nichts gegen Class A, ODER HABE ICH DA WAS ÜBERSEHEN?
Da ich schreibfaul bin, neige ich oft dazu, LAN-Adressen aus
dem A-Netz zu vergeben. Es schreibt sich halt schneller „ping
10.1“ statt „ping 192.168.1“.
Du meinst, ‚ping 10.0.0.1‘ statt ‚ping 192.168.0.1‘. Alles andere ist fahrlässig.
Warum sehe ich aber letztere
Schreibweise, also Class C, so oft in privaten Netzen?
Mit der Standard-Class C-Adressierung stehen 254 Host-Adressen zur Verfügung. Das reicht für private Netze völlig aus. Wenn man Class A verwendet, stehen grundsätzlich viel zu viele Host-Adressen zur Verfügung.
Für ein
LAN mit 1 Netz und 40 Rechnern (oder zu Hause mit 3 Rechnern)
spricht doch nichts gegen Class A,
Class C reicht völlig.
ODER HABE ICH DA WAS ÜBERSEHEN?
Ja. IP-Adressen werden von Netzwerkkarten und anderen Geräten grundsätzlich nur binär gesehen und verarbeitet. Die Darstellung von IP-Adressen mit Dezimalzahlen ist nur ein Kompromiss für uns Menschen, weil wir mit Binärzahlen meistens unsere Mühe haben. Daher ist es völlig irrelevant, ob Du 10.0.0.1 für Deinen Rechner im LAN verwendest oder 192.168.0.1, solange die Adresse in Kombination mit der Subnetzmaske zu den restlichen Adressen im LAN passt.
Nein,
es gibt keinen wirklichen Grund sich auf Class C-Netze im Bereich 192.168.0.0 zu beschränken. Un wenn jemand das Netz 10.0.0.0 zu groß ist, kann er Subnetze bilden.
Die Ursache dürfte in der Tradition liegen und vererbten Wissen liegen. In Handbüchern wird für Beispiele meistens nur der Bereich 192.168.0.0 verwendet. Und wenn jemand jahrelang diesen Bereich verwendet hat und irgendwann rauskriegt, dass es da noch die inoffiziellen Bereiche 10.0.0.0 und 172.16.0.0 - 172.31.0.0 gibt, hat er sich an anderen Bereich schon gewöhnt.
Du meinst, ‚ping 10.0.0.1‘ Alles andere ist fahrlässig.
Wissenslücke: Warum ist das fahrlässig?
10.0.0.1 ist etwas völlig anderes als 10.1 oder so.
Im Umgang mit IP-Adressen muss man folgendes beachten: Wie ich in meiner anderen Antwort angedeutet habe, ‚sehen‘ Netzwerkgeräte wie Router, NICs etc. IP-Adressen ausschliesslich binär. Die Darstellung mit Dezimalzahlen ist nur für uns Menschen.
Um einen IP-Range effektiv nutzen zu können, empfiehlt es sich immer, ausschliesslich binär zu arbeiten und erst das Ergebnis in Dezimalzahlen ‚zurückzuwandeln‘.
Ich habe zu Hause in meinem Netzwerk spasseshalber mal ausprobiert, was passieren kann, wenn man IP-Adressen z.B. beim Ping anders eingibt. Ich habe dabei die führenden Nullen eingegeben, in der Art von ‚192.168.000.006‘ und ähnliche. Mit einigen Adressen funktionierte das noch. Andere Adressen ergaben dagegen einen Ping auf ganz andere IP-Adressen, als die gewünschte.
Probier das selbe doch einfach mal mit einem Webserver, wenn Du im Internet bist. Ping mal z.B. den W-W-W-Server. Du findest seine IP-Adresse. Pinge die dann mal normal und (vorausgesetzt es hat wenigstens ein Byte, das nur 1 oder 2 Stellen hat) mit führenden Nullen. Oder pinge in ähnlicher Verkürzung wie die mit 10.1 und schau, was passiert.
Nein, dass nicht. Aber in Class A netzen kannst du sehr viele Computer anschließen, die dann alle in einem Netz liegen. Wenn du Class C netze hast, sind die PC’s besser durchorganisiert und du kannst mit routern den netzverkehr besser steuern. für deine 2-3 PC’s daheim ist es aber eigentlich wurscht. ein admin würde halt ein class C netz einrichten. du solltest nur darauf achten, privaten ip-Raum zu nutzen, wenn du eine Verbindung ins Internet betreibst.