Hallo,
…besser sein als der Normalbürger?
(Als Reaktion (auch) auf den vorhergehenden Beitrag).
Klingt vielleicht provozierend. Aber neulich habe ich einen recht interessanten Artikel (in MAX glaube ich) gelesen, der den vielen hochtrabenden Anklägern (grade in letzter Zeit) mehr oder weniger deutlich Scheinheiligkeit vorwirft. Hat mich schon etwas nachdenklich gemacht…
Sicher bin ich auch nicht mit allem einverstanden, was Politiker fabrizieren. Allerdings sind (meiner Meinung nach) nicht die Politiker das eigentliche Problem, sondern das System. Denn mal ehrlich, wer von den Normalbürgern würde nicht versuchen, „sein Schäfchen ins Trockene zu bringen“, wenn er in der selben Lage wäre und damit rechnen könnte, daß es eh’ keiner merkt?
Beziehungsweise, ist das nicht schon längst genau das, was hierzulande als „normal“ angesehen wird? Ich nenn’ jetzt mal solche Sachen wie Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung oder auch nur (für den einzelnen vielleicht trivial) das massenweise illegale Runterziehen von Software, Filmen und MP3s aus dem Netz…)
Mag schon sein, daß jeder gute Gründe vorbringen kann, warum er so handelt. Aber das können Politiker bestimmt auch. Mir geht dieses ewige Gejammere von den ganzen „aufrechten“ Normalos so langsam ziemlich auf den Senkel…
Ich rede jetzt übrigens nicht von Millionenbetrügereien gewisser Parteigruppen sondern grade von den in letzter Zeit so heiß diskutierten „Bagatellen“ wie die private Nutzung von Flug-Bonusmeilen usw. Tut mir leid, aber diese ganze Diskussion könnte direkt aus einer Southpark-Folge stammen (meiner Meinung nach). Man kann doch nicht verlangen, daß Politiker Heilige sind, dann wären sie nämlich in der Kirche und nicht in der Politik 
Schönen Tag noch,
Stephan