Warum Sucherbild < Bild?

Hallo,

was ich mit dem vielleicht etwas kryptischen Titel sagen möchte: Warum ist eigentlich bei SLR-Kameras das Bilder im Sucher kleiner als das, das hinterher auf dem Chip bzw. auf dem Film abgelichtet wird (meist 92-95%)? Lediglich bei den Highendmodellen gilt ab und zu mal Sucherbild=Bild.

Wer kann das Rätsel aufklären?

Gruß
Christian

Hallo Christian

Ich denke mal das das so ist weil man dann 100% sicher sein kann, das auch alles was man im Sucherbild sieht dann auch wirklich auf dem richtigen Bild zu sehen ist.

Wenn das jetzt andersrum wäre, also man sähe 110% auf dem Sucherbild, dann könnte man nicht sagen was dann auf dem richtigen Bild zu sehen wäre, da das richtige Bild ja 100% sind würden 10% wegfallen, man wüßte aber nicht welche 10%.

Und warum nicht genau 100% im Sucherbild? Ich denke mal das das an gewissen Toleranzen liegt, die in der Fertigung der kompletten Kamera auftreten oder könnten.

Aber, wie du siehst, wird aus den 92 - 95% im Sucherbild, auf dem richtigen Bild dann letztendlich dann doch 100% ;-D ( Mathematik ist doch was schönes, oder?)

Ich hoffe dir damit weitergeholfen zu haben.

mfg

Tumbleweed

.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Guten morgen,

Wenn das jetzt andersrum wäre, also man sähe 110% auf dem
Sucherbild, dann könnte man nicht sagen was dann auf dem
richtigen Bild zu sehen wäre, da das richtige Bild ja 100%
sind würden 10% wegfallen, man wüßte aber nicht welche 10%.

naja, daß das Sucherbild - wenn es schon nicht genau das spätere Bild zeigt - kleiner und nicht größer ist, ist nachvollziehbar.

Und warum nicht genau 100% im Sucherbild? Ich denke mal das
das an gewissen Toleranzen liegt, die in der Fertigung der
kompletten Kamera auftreten oder könnten.

Die Frage ist halt nur, warum es die Hersteller schaffen, konstant 95% zu produzieren aber nicht konstant 100%. Die angegebene Spanne von 92-95% ist nicht die eines Kameramodells, sondern aller Modelle, mit denen ich mich bisher beschäftigt habe. Innerhalb eines bestimmten Modelles ist das Verhältnis Sucherbild/Bild konstant und das ist es eben, was mich irritiert. An den Fertigungstoleranzen kann es m.E. also nicht liegen.

Noch ein Argument: Je teurer, desto näher an 100%. Wenn es an den Fertigungstoleranzen läge, müßte man im günstigen Bereich eher eine Spanne je Modell angeben als eine konkrete Zahl.
Für Nikon:
http://www.webdigital.de/f5/vergleic.htm

Gruß,
Christian

Und warum nicht genau 100% im Sucherbild? Ich denke mal das
das an gewissen Toleranzen liegt, die in der Fertigung der
kompletten Kamera auftreten oder könnten.

Aber, wie du siehst, wird aus den 92 - 95% im Sucherbild, auf
dem richtigen Bild dann letztendlich dann doch 100% ;-D (
Mathematik ist doch was schönes, oder?)

Mit Toleranzen hat das nix zu tun. Es gibt sehr wohl Kameras mit 98%-100%.
Allerdings kann ich dir jetzt auch nicht den genauen Grund nennen…ist aber auch eine Kostenfrage.

moin,
damals in der Zeit der analogen Fotografie war es durchaus sinnvoll, das Sucherbild ein wenig kleiner zu machen. Industrielle Standard-Vergrößerungen hatten nie dasselbe Seitenverhätnis wie ein KB-Negativ und auch bei der Diarahmung (Innenmaß KB-Dia-Rahmen 23x35mm) gab es immer mehr oder weniger „Beschnitt“ an den Rändern. Profi-Kameras hatten auch damals teilweise einen 100%-Sucher, da man wohl davon ausging, dass der Benutzer dies beachtete. Bei Digitalbildern kann man natürlich alles auf einem Monitor betrachten - die Probleme fangen manchmal dann an, wenn das Seitenverhältnis der Aufnahme nicht mit dem eines Standard-Prints zusammenpasst.

Gruß FXC

Hallo,

Bei einer Mittelformatkamera fragte ich mal den Herrn von der Annahmestelle für Filme, weshalb man bei meinen Bildern am Rand ca 2-3mm „abgeschnitten“ hatte.
Er erklärte mir, daß aufgrund der unterschiedlichen Lage des Films in der Kamera und den unterschiedlichen Kameramodellen, da immer ein Stückchen fehle und deshalb der Sucher auch mit dieser gewissen „Toleranz“ ausgestattet sei.
Allerdings ist es bei einem Rollfilm ja auch so, daß der Film nicht die Führungslöcher hat, die ein KB-Film aufweist und deshalb fast immer ein wenig „schief“ liegt.

Warum das bei Digital (da hebe ich allerdings keine SLR) so ist, kann ich mir nicht erklären.

Viele Grüße
HylTox

Ich habe eben mit jemandem gesprochen, der die Sache mal mit einem Fachhändler diskutiert hat. Das hängt wohl damit zusammen, daß man im Sinne der Produkt- bzw. Käufergruppenabgrenzung künstliche Unterschiede zwischen professionellen, semiprofessionellen und Amateurkameras schaffen will. Ob das sinnvoll ist, sei dahingestellt.

Gruß,
Christian

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]