Nein, es geht nicht um Lizenzen. Wir denken, dass es
vielleicht einfacher ist, die Programme nur auf einem Rechner
zu haben (installieren, warten, usw.). Und wir wissen nicht,
ob man dafür einen Terminal-Server braucht, und was der
bringen würde.
Der erste Vorteil des Terminalservers ist, dass am Arbeitsplatz kein vollwertiger Rechner mehr nötig ist, sondern ein dummes Terminal oder irgendeine für andere Zwecke nicht mehr geeignete Kiste ausreichen. Selbstverständlich vereinfachen sich damit auch Installation und Wartung der Software.
Für eine zentrale Installation von Anwendungen ist ein Terminalserver aber vielfach nicht vonnöten. Die meiste aktuelle Software kannst du zentral einmalig installieren und über ein Netzwerkshare den Anwendern zur Verfügung stellen. Firefox, Thunderbird, Opera, Acrobat Reader, OpenOffice, Tools wie IrfanView oder Zip-Programme…
Microsoft-Programme verhalten sich in dieser Hinsicht m. W. etwas anders, hier ist zusätzlich zur Netzwerk- i. d. R. noch eine Clientinstallation vonnöten, da die Installation von MS-Programmen wie z. B. Office sehr tief ins Betriebssystem eingreift. Hier ist eine vollständige Zentralisierung also nicht möglich.
Ausserdem sparst du dir auf diesem Wege nicht die Pflege der Client-Betriebssysteme, bei Windows eine immerwährende Qual. Hier kannst du mit einem Terminalserver erhebliche Vorteile bezüglich der Wartung erzielen. V. a. kannst du einen ausgefallenen PC jederzeit mit überaus geringem Aufwand austauschen, da bei Terminalclients eine BS-Installation nicht erforderlich ist.
Allerdings ist so ein Terminalserver inkl. der benötigten Server- und Clientlizenzen nicht gerade billig. Abhängig davon, welche Programm-Lizenzen du zusätzlich neu anschaffen musst (so kannst du z. B. irgendwelche per OEM-Lizenz gekauften Produkte nicht unbedingt auf dem Server einsetzen), kann die Einführung eines Terminalservers, abhängig von der Anzahl der benötigten Lizenzen, eine zunächst verdammt teure Angelegenheit werden. Geld sparen kannst du da nur langfristig über den Wegfall der Wartungs- und Hardwarekosten. Und auch den Server selbst zu installieren und sauber zu konfigurieren ist eine nicht ganz triviale Aufgabe.
Gruss
Schorsch