Warum verlieren Bäume zum Winter ihre Blätter?

Hallo Experten!
Wir nehmen gerade im Biologieunterricht Pflanzen und die Wirkung des Winters auf diese durch. Dabei gab es die Frage, warum im Winter die Bäume Blätter verlieren. Ich weiß die Antwort leider nicht. Können Sie mir da helfen? Warum verlieren die Bäume im Winter ihre Blätter? Danke für ihre Hilfe.

hallo,
wenn die temperaturen sinken und die lichtmenge abnimmt, haben die blätter nicht mehr genug möglichkeit ,photosynthese zu betreiben, und der baum stellt seine lebensfunktionen auf ein minimum ein.
man könnte das mit dem winterschlaf eines bären vergleichen .
auch könnten die blätter bei frost kein wasser mehr abgeben.
gruss vom gärtner

An der sinkenden Bodentemperatur erkennen die Bäume, dass es Zeit wird, ihre Wasser- u. Nährstoffversorgung einzustellen,sie speichern dann die restlichen Nährstoffe in tieferen Schichten. Durch das Abwerfen der Blätter wird unnötige Verdunstung verhindert, denn bei Frost könnte der Baum das Wasser in seinem Stoffwechsel nicht ersetzen. An der Stelle, wo die Blätter am Baum hafteten, bilden sich kleine Narben, die verhindern, dass offene Stellen am Baum zurück bleiben.

Bitte mal hier schauen: http://de.wikipedia.org/wiki/Laub_%28Botanik%29

Gruß
Christine

Hallo,

für die Laubbäume ist es lebensnotwendig im Winter ihre Blätter zu verlieren.

Die Blätter treiben im Sommerphotosynthese, dabei nehmen sie Kohlenstoff auf. Für die Photosynthese benötigen sie Chlorphyll(Das ist der Farbstoff, der die Blätter grün färbt!). Im Herbst wird das Chlorophyll im Blatt abgebaut, und die Blätter verfärben sich demnach rot und braun.

Die Blätter verlieren die Bäume, damit dem Baum in der Winterzeit nicht soviel Feuchtigkeit verliert. Durch die Blätter verdunstet viel Wasser. Und im Winter können Laubbäume nicht viel Wasser aufnehmen, da der Boden gefroren ist!

Nadelbäume verlieren übrigens nicht ihre Nadeln, da die Nadeln eine festere Oberfläche haben und daher nicht soviel Wasser verlieren. Die Ausnahme ist die Lärche, diese verliert auch im Herbst seine Nadelblätter.

Viele Grüße

um die angriffsfläche für frost zu verringern

mfg
bernd257

Hallo Schrbgt,

ich denke hierzu gibt es bereits im Netz viele Infos.
Eine Antwort in einem anderen Forum z.B. ist :

"Im Sommer verdunsten Blätter über ihre Oberfläche große Mengen an Wasser. Eine ausgewachsene Birke beispielsweise verdunstet an einem Sommertag ungefähr 40-150 Liter Wasser!
Im Sommer fällt genügend Regen, so dass die Pflanzen i.A. immer genügend Wasser zur Verfügung haben. Im Winter aber kühlt der Boden ab – das Wasser im Erdreich kann gefrieren.

Die Wurzeln sind nicht mehr in der Lage Wasser aufzunehmen und an die Blätter weiterzuleiten. Der Laubfall ist somit eine Anpassung an die winterliche „Trockenheit“!

Die meisten organischen Stoffe der Blätter werden vor dem Laubfall in die lebenden Teile der Stämme und Zweige gelagert. Die Bäume verlieren durch den Laubfall trotzdem viele dieser organischen Stoffe.

Dieser Verlust ist aber nicht so groß, weil das auf dem Erdboden gefallene Laub vermodert: es wird durch die einsetzende Fäulnis und durch Kleinstlebewesen verarbeitet und steht den Pflanzen wieder als Nährstoff zur Verfügung.
Hier steht mehr:
http://www.wilhelmshaven.de/botanischerg…
http://de.wikipedia.org/wiki/Laub_%28Bot…

Ein dem L. eigentümliches Moment ist seine regelmäßige Periodizität, bezüglich deren jede einzelne Baumart ihre eignen Gesetze hat, um sich den ungleichen Bedingungen trockner oder feuchter, kalter, gemäßigter oder warmer Klimate anzuschmiegen. Die Erscheinung läßt sich kaum anders als eine ursprünglich durch Anpassung an das Klima erlangte, später aber durch Vererbung auf die Nachkommen übertragene und somit eingeborne Eigenschaft auffassen. Die durch den L. eingeleitete Periode der Vegetationsruhe zeigt auch Analogie mit dem Sommer- und Winterschlaf gewisser Tiere, bei dem ebenfalls der Stoffwechsel bis auf die äußerst untere Grenze herabgesetzt erscheint.
http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Laubfa… "

Weitere Beispiele zur Genetik:
Eichen in Kapstadt werfen ihr Laub ab, obgleich dort kein echter Frost oder Wassermangel besteht.

Jahreszeiten unterschieden in trocken- und Regenzeit:
In tropischen und subtropischen Bereichen gibt es lange Trockenzeiten zwischen den Regenzeiten. Dort lassen viele Laubbäume auch ihr Laub fallen.

Die Laubbäume fahren ihren Energieverbrauch nach unten, weil durch den Wetterwechsel eine Wasserunterversorgung der Bäume zu erwarten ist. Der Baum hält quais Winterschlaf und versetzt sich in eine Art Wachkoma. Erst bei steigenden Temperaturen kann er sich wieder mit Wasser aus der Erde versorgen und fängt dann wieder zu treiben an. Ich hoffe, dass das als Antwort ausreicht.

MfG

Jan Walther

Hallo,

die Bäume müssen im Winter die Blätter verlieren, um zu überleben. Dies kommt daher, dass durch den Frost weniger Wasser bis gar kein Wasser aufgenommen werden kann (Bodenfrost) und so auch die ganzen Blätter nicht versorgt werden können. Stell es dir wie eine Art Winterstarre/Winterschlaf vor, in dem viele Tiere z.B. alle Körperfunktionen herunterfahren, um zu überleben.

Bevor der Baum die Blätter abwirft, zieht er alle Wirkstoffe (Chlorophyll - grün) zurück, um alle Nährstoffe zu speichern für das nächste Jahr und um den WInter zu überstehen.
Die abgeworfenen Blätter wiederum dienen im Wald der Düngung, es entsteht neuer Boden durch sie und bietet den Bäumen wiederum eine Nährstoffschicht und Schutz der Wurzeln vor dem schlimmsten Frost.

Ich hoffe das hilft dir weiter!

Hallo!
Verlieren hört sich erstmal wie ein passiver Prozess an. Das Abwerfen der Blätter ist ein aktiver Prozess. Der Baum tut dies. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Hier eine Liste ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
1.Die niedrigen Temperaturen und Lichtwerte in unseren Breiten lassen eine biologische Aktivität nur begrenzt oder gar nicht zu, sodass der Baum sein Blattwerk, das im übrigen im Laufe des vergangenen Jahres mehr oder weniger Schaden genommen hat ( Insektenfraß, Sturm, Hagel, Staubschicht, Sonnenbrand, Trockenheit, Umweltgifte, etc.), augenscheinlich nicht mehr braucht.
2. Viele im Blatt eingelagerte Stoffe ( Zucker, Stärke, verschiedene Eiweiße ) holt der Baum zurück in Stamm und Astwerk um sich für die kalte Zeit zu schützen zB Frostschutz. Durch diesen Prozess verfärben sich die Blätter und werden nach Erledigung abgeworfen.
3. Am liebsten würde der Baum natürlich das gesamte Blatt wieder verwerten aber das schafft er nicht allein. So fällt ein großer Teil seiner Blätter direkt unter ihn, wird von den Lebewesen des Bodens zersetzt und die darin enthaltenen Nährstoffe wieder pflanzenverfügbar. Einen Teil kann er selbst mit den Wurzeln wieder aufnehmen, einen anderen Teil nehmen seine Nachkommen mit ihren Wurzeln auf.
So sorgt der Baum also auch für die Ernährung der aus seinen herabfallenden Samen sprießenden Keimlingen.

Im übrigen lassen auch unsere Nadelbäume ihre Nadeln fallen. Sie behalten die Nadeln je nach Baumart nur mehrere Jahre. Außerdem halten die Nadeln tieferen Temperaturen stand, weil sie ätherische Öle einlagern. Die Fähigkeit die Nadeln auch über den Winter zu behalten hat Vor- und Nachteile. Vorteil ist, dass der Baum sofort, wenns wärmer und heller wird mit dem Wachstum beginnen kann.
Nachteilig jedoch an kurzfristig auftretenden warmen Wintertagen. Da will der Baum aktiv werden öffnet sein Spaltöffnungen und braucht Wasser für den Transport durch die Leiterbahnen, bekommt aber keines, weil der Boden noch hart gefroren ist. Der Baum vertrocknet.
Noch ein Nachteil: Die Nadeln können sehr viel Schnee und Raureif auffangen, sodass die Last zu groß werden kann und der Baum bricht.

:Hallo Experten!

Wir nehmen gerade im Biologieunterricht Pflanzen und die
Wirkung des Winters auf diese durch. Dabei gab es die Frage,
warum im Winter die Bäume Blätter verlieren. Ich weiß die
Antwort leider nicht. Können Sie mir da helfen? Warum
verlieren die Bäume im Winter ihre Blätter? Danke für ihre
Hilfe.