Hallo,
Überall liest man: Verluste aus V&V von der Steuer absetzen
…sinnvoll… gut… Das sollte das Ziel sein usw. Aber
warum?
Das sind Werbeaussagen von Verkäufern. Die wissen einfach, dass beim Wort Steuerersparnis viele Menschen den Verstand ausschalten. Daneben ist es diesen Verkäufern in der Regel nicht erlaubt Steuerberatung zu geben, da sie eben keine Steuerberater sind.
Ein Beispiel: Verlust von 1000 EUR. Im Extremfall erhält man
vom FA den Grenzsteuersatz =42% erstattet.
Das ist lediglich das, was die Verkäufer behaupten. Tatsächlich bekommt man nichts erstattet, denn auf die 1.000€ Verlust hat man schließlich auch keine Steuern bezahlt.
Eine Steuerersparnis ergibt sich erst dann, wenn die Verluste generiert werden, wenn aktuell das restliche Einkommen mit einem höheren Steursatz belastet wird und dann später dadurch Gewinne erwirtschaftet werden können, wenn das Einkommen unter diesem Steursatz liegt.
d. h. 580 EUR hat man gezahlt, damit ein Mieter bei einem wohnt.
Genau, man gibt 1.000€ weg, um 420€ Steuern zu „sparen“. Aber wie gesagt, schalten viele beim Wort Steuerersparnis das Gehirn ab. Es gab auch Leute, die einen Gebrauchtwagen, für den sie noch 3.000€ bekommen hätten, für Geld verschrottet haben, um dann vom Staat 2.500€ geschenkt zu bekommen.
Grundsätzlich sollte man sich fragen, warum in ein Geschäft investiert werden sollte, dass (langfristig) Verluste erwirtschaftet.
Und dann noch die Kapitalflussrechnung: Wenn man mehr Geld
ausgibt als durch die Mietzahlungen eingenommen werden, muss
Geld dazugelegt (quasi ein Zuschussgeschäft). Und tilgen muss
ein womöglich aufgenommener Kredit ebefalls. Wo kommt das Geld
her?
Na das gibt man von seinem Einkommen/vermögen aus.
Andere Sichtweise: Ertrag (=Gewinn) aus V&V von 1000 EUR;
Steuer hierauf 42% Grenzsteuersatz im Extremfall= bleiben 580
EUR für die eigene Geldbörse (oder Rücklagen oder Tilgung).
Und man hatdie Abschreibung (=Werteverlust) auch verdient:
besser, oder?
Na klar.
Grüße