mir fällt immer wieder auf, dass Erwachsene im Umgang mit Kleinkindern die sogenannte Kindersprache anwenden. Warum?
Beispiele:
statt, ich bin traurig, Papa ist traurig
statt, komm zu mir, komm zu Papa
statt, Du bist, Denis ist
statt Hund, Wauwau
statt Wasserlassen, Pipimachen
statt Penis, Pipmatz o.a.
Ich/wir haben mit zwei Kindern (zwischenzeitlich über 30) nie erlebt, dass diese mit der „Erwachsensprache“ Verständigungs- oder Ausspracheprobleme hatten.
ich habe mal gelesen, dass das der entwicklung des selbstbewusstseins der babies förderlich ist. diese kindersprache ist eine art spiegelung des kindes durch die eltern. dadurch „sieht“ das kind sich selbst und fühlt sich akzeptiert.
blöd wird es dann, wenn das kind schon eine entwicklungsstufe höher ist, die erwachsenen das aber nicht gemerkt haben und immer noch in der baby-sprache reden. dann fühlt sich das kind, zu recht, verarscht.
liebe grüsse,
coco
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die Weise, in der(nicht nur)Mütter Sprache in der Kommunikation mit ihren Kleinkindern verwenden, die sogenannte motherese, zeichnet sich u.a. auch durch langsameres Sprechtempo, übertriebene Intonation, und einfache Sätze aus, was die Sprachaneignung unterstützt.
Auch Sätze, die in einer Kommunikation unter Erwachsenen als ungrammatisch empfunden würden, sind wohl ein Versuch der Anpassung an den Sprachstand des Kindes. -->
statt, komm zu mir, komm zu Papa
nach psycholinguistischen Forschungen ist ein Kind meist ca. mit zweieinhalb Jahren in der Lage, Personalpronomen zu verstehen und zu verwenden.
da kommt wohl ein pragmatischer Aspekt hinzu; manchen Erwachsenen erscheint wohl passend, alles was mit kleinen Kindern zu tun hat, mit verniedlichenden Worten auszudrücken.
Ich/wir haben mit zwei Kindern (zwischenzeitlich über 30) nie
erlebt, dass diese mit der „Erwachsensprache“ Verständigungs-
oder Ausspracheprobleme hatten.
im Prozess der Sprachaneignung gibt es immer Zwischenstadien, in denen das System der Sprache noch nicht vollständig beherrscht wird; trotzdem geht der Erstspracherwerb tatsächlich ziemlich mühelos vor sich; ein Phänomen, das nicht nur Linguisten beeindruckt.
komm zu papa oder wenn auch immer, ist gleichzeitig eine personifizierung. ich bin dein papa, deshalb komm zu papa.
im klein-kind alter ist das ich und du nicht so klar. sie lernen erst mein- dein, ich- du, und wer ist davon wer.
das mit den tieren finde ich auch doof. hund ist hund , katze usw.
und was gibt es noch, die steigerung: bring der mama den balla.
ein zauberhaftes jahr 2009 wünscht konstanze
jeder macht es so wie er es für gut befindet