Weinen kann mit Tränen oder ohne Tränen verbunden sein *. Jedenfalls ist es eine sichtbare (meist kurz andauernde) emotionale Reaktion auf ein Ereignis hin wie Freude/Glück oder Trauer/Unglück (körperlicher Schmerz gehört beispielsweise zu Unglück). Ein Ereignis,
welches unser Wohlergehen intensiv und schlagartig beeinflusst und verändert
welches uns widerfahren ist, und daher stets in der Vergangenheit liegt
welches wir zumindest im Ergebnis nicht beeinflussen konnten (Lottogewinn, Geburt, Tod,…)
für das wir (daher) nicht verantwortlich sind.
Zugegeben, kurz gefasst , aber ich erkläre bei Bedarf auch ausführlicher.
Franz
* dies dürfte in individueller Konstitution begründet sein. Tränen sind wie Nasen"schleim" eine dauerhafte Einrichtung, um die optimale Funktion dieser Organe zu sichern.
Manche heulen nun Rotz und Wasser, andere heulen quasi dennoch trocken…
Kann ich auch nicht erklären.
ich glaub mal genau das hat die Fragestellerin gemeint:
Warum weinen wir?
Es könnten doch auch die Ohren wackeln, oder der große Zeh zucken oder oder
Ganz ehrlich diese Frage interessiert mich jetzt auch. Warum fließen Tränen wenn wir traurig oder evtl sehr glücklich sind. Warum wackelt dann nicht der große Zeh?
Hallo,
eine eindeutige Antwort ist auf die Frage, warum weinen wir
… wenn ich traurig bin oder
mir weh getan habe,
ist nicht zu geben.
Wahrscheinlich sind Menschen die einzigen Tiere, die aus den genannten Gründen weinen. Wobei weinen nicht unbedingt mit der Absonderung von Tränen einhergehen muss.
Sicher ist das Weinen eine Form der nonverbalen Kommunikation. Ein weinendes Kind z.B. zieht die Aufmerksamkeit Erwachsener stärker auf sich als ein still, leidendes Kind. Für die weinende Person kann Weinen Stress abbauend und erleichternd sein. Auch zeigen sie der Umgebung: ‚Mir geht es schlecht.‘
Interessant ist, dass sich die chemische Zusammensetzung von Tränen ändert, wenn sie nicht nur mehr der Befeuchtung des Augapfels dienen.
Sie enthalten dann z.B. mehr Hormone wie Prolaktin, dass u.a. dazu dient das Brutpflegeverhalten anzukurbeln. Ein längerfristig erhöhter Prolaktinwert kann zum Ausbleiben des Eisprungs bei der Frau führen. Ob das zur Empfängnisverhütung nutzt…? bezweifle ich. Weiter steigt die Adrenocorticotropin-Konzentration - ein Stresshormon und der Leu-Enkephalin-Anteil - ein körpereigenes Schmerzmittel.
Das schwierige bei dieser Forschung ist die Entwicklung von ethisch vertretbaren Tests. Man kann schlecht Leute auf Kommando ‚echt‘ zum weinen bekommen. Folter bekommt man aber nie durch die Ethikkommissionen.
Wie du das jetzt einem Kind erklärst… ist dein Problem. Viel Spaß. otherland
Ergänzend zu dem was schon gesagt wurde, hier ein etwas kindgerechterer Versuch, das zu erklären:
Tieren schießen sicherlich auch Tränen in die Augen, wenn sie sich verletzen - vermutlich doch zum Schutze des Auges, so wie sich die Haare anstellen (bei uns dann Gänsehaut). Im Kampf ist es sicherlich nicht schlecht, klar sehen zu können.
Menschen sind ja sehr sehr kommunikative Tiere. Wenn also einer unserer Vorfahren gesehen hat, dass dem anderen die Tränen in die Augen schießen, hat er vielleicht vermutet, dass dieser sich wehgetan hat und ist zur Hilfe gekommen. Daraus entwickelte sich dann der Vorteil, deutlich sichtbar zu weinen, wenn es uns schlecht geht oder wir sehr emotional sind.
Also rein theoretisch könnten wir auch mit den Ohren wackeln, als Zeichen, wie wir uns fühlen, bloß, dass es dafür evolutionär keinen Hintergrund gab.
nach dem ich mich selbst erneut auf anderen Seiten umgeschaut hatte bekam ich diese Antwort.
_Die Tränenflüssigkeit der Augen wird in einer Tränendrüse oberhalb des Auges produziert. Normalerweise wird bei jeden Blinzeln Tränenflüssigkeit über das Auge gespült. So trocknet die Hornhaut des Auges nicht aus. In der Flüssigkeit ist leicht salzig und gering eiweißhaltig.
Wenn wir nun traurig oder besonders ängstlich sind, produzieren wir besonders viele dieser Eiweißstoffe. Haben wir zu viel von diesen besonderen Eiweißstoffen in unserem Körper, können wir krank werden. Durch das Weinen werden die Eiweißstoffe aus unserem Körper herausgespült. Oft geht es einem deshalb nach dem Weinen auch besser. - Also deshalb: nie die Tränen zurückhalten. Das Weinen reinigt - auch die Seele!_