Warum weiss eine Tablette wo sie wirken muss?

Daumenschmerzen

Ich habe Schmerzen am Daumen und der Arzt hat mir Schmerztabletten gegeben. Die Tabletten wirken nach 20 min aber wiso weiss die Tablette so schnell wo ich Schmerzen habe?
Ich währe dankbar wenn ihr mir das erklären könntet.
Gruss Raffael

Sehr geehrter Herr Raffael,

die Tablette weiß garnichts! Alles Chemie!
Bei Drogen jedweder Art gegen Schmerzen unterscheidet man, ob diese zentral (im Gehirn) oder peripher (Schmerzort) ansetzen.
Der Schmerz selbst ist eine biochemische, bioelektrische Warnmeldung des Körpers.
An dem Ort des Schmerzes werden Chemikalien (Botenstoffe) freigesetzt, die dem „Körperbesitzer“ melden, hey, hier stimmt was nicht.
Die chemischen Verbindungen eines Medikamentes, Tees -
oder die richtigen Frequenzmuster von elektrischem Strom, Licht, Akustik o.ä. unterbrechen, harmonisieren diesen Schmerzimpuls.
Ein interessantes Thema, insbesondere für die naturheilkundigen Therapeuten, die keine allopathischen Medikamente (Paracetamol, Ibuprofen,…) verwenden.
Ich hoffe, ich konnte ein wenig zur Klärung beitragen.
Mit freundlichem Gruß und baldige Besserung
Friedrich Schelberg, Heilpraktiker
Praxis für Schmerztherapie und Naturheilverfahren
Schwartauer Allee 10, 23554 Lübeck

Hallo Raffael!
Die Tablette wirkt dann einfach überall einschließlich natürlich auf die Organe. Als Akuttherapie sind Tabletten okay, doch dann sollte man physiotherapeutisch behandeln, denn Schmerzen haben einen Grund bzw. eine Ursache. An einem Beispiel deutlicher: Wenn am Amaturenbrett im Auto die gelbe Lampe leuchtet, dann ist es sinnvoll Öl nachzufüllen und nicht die Lampe rauszudrehen. Tabletten drehen die Lampe raus - das funktioniert sowohl beim Auto als auch beim Körper nur eine Weile.
Grüße
Daniela

Hallo Raffael,

Schmerzen werden von besonderen Sinneszellen wahrgenommen, den so genannten Schmerzrezeptoren oder Nozizeptoren. Das sind freie Nervenendigungen, die sich in großer Zahl in der Haut, den inneren Organen, Gelenken oder Muskeln befinden. Sie sind durch Nervenfasern mit dem Rückenmark oder dem Hirnstamm verbunden. Die Nozizeptoren reagieren auf verschiedene potentiell schädliche Reize (Noxen), wie beispielsweise Hitze, Kälte, Zug, Druck oder Entzündungen. Diese Einflüsse führen über direkte Reizung, Verletzung oder so genannte Mediatoren (Überträgerstoffe) zur Entstehung des Schmerzes. Die wichtigsten Mediatoren sind Prostaglandin E, Serotonin und Neurotensin. Sie werden bei Störungen von normalen Körperfunktionen in vermehrtem Maß ausgeschüttet. Dabei ist die Empfindlichkeit der Nozizeptoren abhängig von dem Gewebe in dem sie sich befinden. So reagieren die Schmerzrezeptoren der Haut bereits, wenn wir gezwickt werden, innere Organe, wie die Leber oder den Blinddarm, lässt dies weitestgehend unberührt. Sie werden erst durch die Mediatoren sensibilisiert. Diese werden beispielsweise bei einer Entzündung ausgeschüttet werden und die Nozizeptoren nehmen dann eine Gewebeschädigung wahr.

Schwach bis mittelstark wirksame Schmerzmittel

Hierbei handelt es sich um nicht-opioide Analgetika. Sie wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend, indem sie die Bildung von Prostaglandin hemmen, einer körpereigenen Substanz, die an der Entstehung von Schmerzen, Fieber und Entzündungen beteiligt ist. Außerdem scheinen sie noch über andere Mechanismen die erhöhte Empfindlichkeit von Nervenendigungen (Nozizeptoren) zu normalisieren.

Hoffe du kannst mit dieser Info etwas anfangen. Kannst dich gerne auch noch einmal melden.

Viele Grüße
Sasabi