Warum werde ich ignoriert?

Hi,
Mir ist klar, dass ihr das aus der Ferne vielleicht schwer beurteilen könnt, aber mit ein paar Ansatzpunkten wäre mir schon ganz gut geholfen…

Mein Problem ist mir in letzter Zeit öfters mal auf Arbeit aufgefallen. Mit ein paar Kollegen komme ich ziemlich gut aus (obwohl ich allgemein recht schüchtern bin), mit anderen komme ich einfach nicht ins Gespräch. Ich wüsste nicht, dass mich jemand wirklich nicht leiden kann.

So, jetzt zum Problem - es kommt immer wieder vor, dass um mich herum Abmachungen für Aktivitäten getroffen werden (d.h. es sitzen mehrere zusammen und bereden, was man abends / zum Mittag / ect mal so machen könnte, ich sitze dabei). Aber obwohl ich räumlich da bin, scheine ich überhaupt nicht mit einbezogen zu werden, als wäre ich aus Luft. Da werden Kollegen aus den entferntesten Büros überredet, doch mitzukommen, und ich werde nicht ansatzweise gefragt.

Nun weiss ich das überhaupt nicht einzuschätzen. Wird, da ich doch dabeisaß, automatisch angenommen, dass ich dabei bin? [Wär ja schön, aber dann würden sie ja fragen, wenn ich *nicht* dabeisaß, oder?] Gehen sie automatisch davon aus, dass ich nicht mitwill? Oder bin ich einfach eine Insel der Langeweile, die man nicht einläd?

Die letzten Male hab ich mich mehr oder weniger aufgedrängt, aber unangenehm ist mir das auch…
Tja, klingt jetz wahrscheinlich total blöde, aber ich hatte bisher immer die Aussenseiterrolle und folglich null Erfahrung mit diesen Dingen.

Ciao & Danke,
Bolt.

Weil du alles …
… offenbar - aus deiner Beschreibung zu schließen - perfekt genaus so machst, wie man es machen muß, damit man ignoriert wird.

Gruß
Metapher

Was spricht dagegen, dass du dich bei solchen Sachen selbst einlädst?

Dein stilles Dabeisitzen wird wohl als Nichtinteresse interpretiert, und schon bist du draußen.

Hallo,

wenn Du jemanden im Kollegenkreis hast, den Du vertraust, dann würde es sicher gut tun mit demjenigen zu sprechen (eventuell erfährst Du auch etwas darüber wie Du auf andere wirkst).

Wenn Du nicht gegrüßt wirst, wenn Du den Raum betrittst, dann gibt es grob gesagt zwei Erklärungen dafür: entweder die anderen mögen Dich nicht und gehen dabei so weit Dich nicht zu grüßen oder Du signalisierst, dass Du nicht angesprochen werden willst.

Da Du schreibst, dass Du schon den Eindruck hast, dass die anderen Dich mögen und die erst genannte Erklärung auch ein eindeutiger Tatbestand auf Mobbing wäre, würde ich eher auf die zweite Erklärung tippen.

Überleg mal folgendes: fühlst Du Dich im Team integriert oder eher unsicher? Beobachtest Du ein ähnliches Verhalten von Menschen außerhalb der Arbeit (außer Familie und engen Freunden)? Wie fühlst und handelst Du in größeren (unbekannten) Gruppen z.B. auf Partys oder größeren Gesellschaften, Tagungen oder Seminaren? Kommst Du im Allgemeinen schnell in Kontakt mit Menschen oder wartest Du eher ab?

Wenn sich Dein Verhalten durch alle (viele) Lebenslagen zieht und dies auch nicht erst seit kurzer Zeit, dann kann eine Verhaltenstherapie helfen. Manche probieren sogar Antidepressiva aus, aber das möchte ich hier auf keinen Fall befürworten.

Viele Grüße

Hallo,

Menschen geben auf Dauer nur, wenn etwas nachdrücklich gefordert wird.
Du forderst offensichtlich keinerlei Aufmerksamkeit. Warum sollte man sie dir geben?

Geh doch mal in einen Raum und grüße laut und deutlich. Kommt kein Gruß zurück könntest du du eine Spur lauter sagen: „Ich sagte ‚Guten Tag‘!“

Du wirst überrascht sein, wenn du merkst, wie viel Beachtung du erfährst, wenn du sie nur haben willst. Muss man aber erst üben, das gebe ich zu.

Viel Glück
Lila

hi,

Was spricht dagegen, dass du dich bei solchen Sachen selbst
einlädst?

Ich glaub ja nicht, dass das so geht. Man ist dann zwar dabei, aber ja offenbar nicht, weil die anderen einen auch dabeihaben wollen.
Wenn ich mit Leuten über ein privates Treffen rede und nebenan sitzt jemand, der theoretisch mitkommen könnte, ich lade ihn aber nicht ein - dann hab ich schlichtweg einfach kein Interesse daran, dass er mitkommt.
Das hat meistens folgende Gründe:

  • er sieht nicht aus, als ob er Spaß hätte bei dem, was geplant wird
  • er sieht nicht aus, als ob er dorthin passt
  • er sieht so aus, als ob man sich bei der Unternehmung ständig um ihn kümmern muss

Wenn der sich dann selber einlädt, naja, dann lässt man ihn halt mitdackeln, aber die Tatsache bleibt: man wollte ihn eigentlich nicht dabeihaben.

Die meisten Menschen sind in ihrer Natur gesellig, aber wenn ich gesellige Dinge plane, dann freue ich mich auf ein unkompliziertes Miteinander - und dann will ich die Leute dabeihaben, die für ein unkompliziertes Miteinander sorgen.
Die also Spaß haben werden dabei, die sich begeistern können, um die man sich nicht kümmern muss, und die mir nicht sämtliche Veranwortung für das eigene Wohlergehen übertragen.
Genau das macht der UP aber. Er hat ja offenbar keinen wirklichen Spaß mit anderen, die anderen sollen sich um ihn kümmern und ihn aus seiner Reserve locken.
So wird das aber nicht funktionieren. Sich selbst einladen funktioniert aber noch weniger.

Dein stilles Dabeisitzen wird wohl als Nichtinteresse
interpretiert, und schon bist du draußen.

Das stimmt schon. Es gibt aber auch Zwischenwege. Wer nur still danebensitzt, ist keine Bereicherung für irgendeine Gesellschaft. Wenn er sich aber schon bei der Diskussion um generelle Freizeitaktivitäten einbringen würde, lange bevor etwas konkretes geplant wird, wär das zumindest nicht von Nachteil. Geht es um eine Band, die man mag, oder um einen gewissen Sport und man begeistert sich schon bei normalen Mittagstischgesprächen hierfür - dann denken die anderen viel eher an einen, wenn irgendwann wirklich ein Konzertbesuch oder ein Sportnachmittag geplant wird.

Gruß

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Da hab ich mich vielleicht etwas unscharf ausgedrückt.

Ich meinte nicht, dass man sich zum 5. Rad am Wagen macht und sich aufdrängt, nur damit man unter Leuten ist, sondern man sollte sein Interesse zeigen - sofern es auch wirklich vorhanden ist natürlich.

Dabei muss man natürlich über seinen Schatten springen, ist klar, damit es nicht erst dazu kommt, dass man als lästig bei einer solchen Einladung angesehen wird.

So hast du es ja auch beschrieben.

Hi,

Ich werde euch mal hier antworten, da ihr euch ja eh recht einig seid ^^

Bin wohl einfach noch viel zu still. Ich hab von meinen Eltern früher oft gehört „du nervst“ „kümmer dich um deinen eigenen Scheiss“ „mach lieber Hausaufgaben“ usw, das hat sich wohl eingefahren -.-

Punch’n’Judy beschreibt ziemlich genau, was ich schon befürchtet habe.
Mann bin ich paradox - ich hätte viel mehr Spaß bei den Dingen, wenn ich mir nicht ständig Sorgen machen würde, ob ich mich nur aufgedrängt habe / die anderen nerve.

Fällt euch irgendwas ein, wie ich das quasi üben könnte? [Jaja dumme Frage, werden wohl jetzt alle sagen „einfach machen“ *seufz*]

Vielen Dank jedenfalls für eure Einschätzungen!
Ciao,
Bolt.

Hallo,

  • ich hätte viel mehr Spaß bei den Dingen, wenn ich mir nicht ständig Sorgen machen würde, ob ich mich nur aufgedrängt habe / die anderen nerve. Fällt euch irgendwas ein, wie ich das quasi üben könnte? [Jaja dumme Frage, werden wohl jetzt alle sagen „einfach machen“

Genau das ist aber der Punkt :smile:. Vielleicht fällt es dir leichter, wenn du dir mal Folgendes vor Augen hältst: Angenommen, man wollte dich - aus welchen Gründen auch immer - nicht dabei haben. Weiterhin angenommen, du hättest dich trotzdem selber eingeladen, weil du ja von der Ablehnung nichts weißt.

Mit welchem Verhalten deinerseits siehst du die größeren Chancen, doch noch in die Runde aufgenommen zu werden:

  • Wenn du - geplagt vom eigenen schlechten Gewissen - wie das Leiden Christi mitschleichst?
  • Wenn du gar nicht erst mitgehst und damit signalisierst, dass du nicht interessiert bist?
  • Wenn du gute Laune verbreitest, sichtlich genießt, dabei zu sein und den anderen mal die Seiten zeigst, die sie sonst eher nicht erleben?

Heißt: Entspann’ dich und nimm mit, was du kriegen kannst. Es geht doch erst mal nicht um Bünde fürs Leben, sondern um gemeinsames Spaß haben. Zudem besteht ja durchaus de Möglichkeit, dass du gar nicht abgelehnt wirst, sondern nur bestimmte Dinge überbewertest, weil du sie mit Angst betrachtest.

Also: Einfach machen :smile:. Was soll denn schon passieren? Schlimmstenfalls findest du raus, dass es mit dieser Gruppe eben nicht funktioniert, Spaß zu haben. Das kommt schon mal vor im Leben und ist kein Beinbruch. Du hast nichts zu verlieren außer der Angst, dass keiner dich mag!

Schöne Grüße
Jule

Hallo,

warum schlägst Du nicht einfach mal was vor? Wo man mal Mittag essen gehen könnte oder ob nicht einer Lust hat, mit ins Kino zu kommen?
Dann musst Du nicht das Gefühl haben, Du hättest Dich aufgedrängt und die anderen haben die Chancen zu merken, dass Du gerne an Aktivitäten teilnimmst!

Viel Erfolg

Hi

Es gibt momente wo man verflucht nochmal denkt , warum soll ich hier und da nicht dabei sein … im moment arbeitest du auf dieses Ziel .
Wie der Weg dahin aussieht , welchen Rat oder Lebensweisheiten du dir dazu nehmen kannst , wurde ja reichlich beschrieben.

denken wir mal Jahre weiter , aus diversen momentanen Fehlern hat man gelernt , man ist integriert , man kennt Freunde , Sportverein , Interessengemeinschaften und wird überall hin eingeladen .
irgendwann hast du die Nase voll , sagst diese oder jene Veranstaltung ab , weil dir das zuviel wird .
So jetzt bei mir geschehen , zu viele „fröhliche“ Weihnachtsfeiern , Ich habe bei 2en dann abgesagt und schon sind die Kollegen auch angepisst und ich bin wieder genau da wo du jetzt im moment stehst, nämlich da , das Kollegen sich für irgendwas verabreden und das Gespräch an mir vorbei läuft .

Denke mal darüber nach

Toni

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Und warum …
… schreibst du mir das?

Gruß
Metapher

Hi

und häääää ???

es sollte nur als letzter Kommentar ganz unten stehen . Diese Baumstruktur des Forums , eine uralte Erfindung , die gab es schon zu Win3.11 Zeiten ist einfach überaltert und führt wie hier gelegentlich zu Missverständnissen.

Toni

Hi

Bin wohl einfach noch viel zu still.

Es hat mit Stillsein weniger zu tun als mit der Ausstrahlung. Ich kenne auch stille Leute, mit denen man famos weggehen und Spaß haben kann - die strahlen aber nicht aus, dass sie gerne weniger still wären, sondern die strahlen aus, dass sie Spaß haben ohne viel labern zu müssen.

Fällt euch irgendwas ein, wie ich das quasi üben könnte? [Jaja
dumme Frage, werden wohl jetzt alle sagen „einfach machen“
*seufz*]

„Einfach machen“ ist aber das einzige, was hilft. Leider merkt man das über lange Zeit allerdings nicht.
Ich kann dir jetzt nur beschreiben, wie ich damals von deiner Seite auf die heute andere Seite gekommen bin.
Wie angedeutet kenne ich das, was du erlebst, auch, aus der Schulzeit und den ersten Studienjahren danach. Es wurde ganz, ganz schleichend besser. Ich sag mal, innerhalb von mehr als 10 Jahren. Ich habe dazu allerdings zwei Mal mein Umfeld komplett gewechselt, durch Umzug, neues Studium, Arbeit etc.
Mit einem alten Umfeld, mit dem ich schon viele unangenehme Erfahrungen verbunden habe, hat es bei mir nie funktioniert, da war ich in meiner eigenen Wahrnehmung und in der der anderen schon in einer gewissen Rolle drin. (Und nach allem, was ich in Bezug auf das Zwischenmenschliche erreicht habe, kann ich meinen ehemaligen Klassenkameraden auch heute immernoch nicht gegenübertreten wie ich es neuen Menschen gegenüber kann.)
Das wird für dich natürlich schwieriger, evtl. versuchst du, wenn du eine Möglichkeit hast, am Klima unter deinen Kollegen erstmal gar nichts ändern zu wollen und lieber in einem anderen Umfeld zu „experimentieren“.

Meistens haben sich dann (oft erst im Nachhinein bemerkt - bis zu mehreren Jahren später!) unweigerlich Verbesserungen eingestellt, wenn ich gar nicht mehr so doll wollte. Wenn ich akzeptiert habe, dass ich wohl zu dieser oder jener Gruppe nicht so dazupasse, und daraufhin dann etwas weniger drauf geachtet habe, ob ich bei denen ankomme. Sondern einfach innerlich dazu gestanden habe, so zu sein wie ich bin und ok damit. Und v.a.: nichts von den anderen zu erwarten!
Das ist es nämlich, was die anderen Menschen sofort merken. Ob ich ok bin oder ob ich von anderen erhoffe, dass die mir sagen, dass ich ok bin.
Keiner hat Bock auf letzteres, das hättest du bei anderen auch nicht.

Indem ich mit dem, was ich damals „erreichen“ konnte, erstmal zufriedengegeben und mir verziehen hab, aus diesen und jenen Gründen (deine eigenen hast du ja selbst schon bisschen erkannt, wie’s scheint) nicht das zu erreichen, was anderen so leicht zu fallen scheint, wurde ich gelassener. Und dann hab ich mich irgendwann in genau den Gruppen wiedergefunden, zu denen ich damals gehören wollte (oder aber ich habe tatsächlich gemerkt, dass mir an den Gruppen auch was fehlt - aber dann konnte ich loslassen von dem Wunsch). Besser gesagt: nicht zu GENAU den Gruppen (denn es funktioniert nicht mit genau den gleichen Menschen), sondern mit neuen Menschen, die aber diese Art Gruppe waren.
Also nicht auf der einen Arbeit, sondern auf der anderen. Nicht die lässigen Freunde meiner Mitbewohnerin von vor 5 Jahren, aber die ähnlichen Kreise meiner Mitbewohnerin von vor 2 Jahren. Etc.

Aber wie gesagt, es geht in ganz, ganz kleinen Schritten. Mit ganz kleinen Zielen. Vielleicht erstmal das Ziel, nur mit einem gut klarzukommen. Und dann schon zufrieden zu sein, wenn das gut klappt.

Grob gesagt: du musst lernen, für deinen eigenen Spaß verantwortlich zu sein. Du kannst natürlich nicht erwarten, dass du Spaß hast, wenn du mit Menschen weggehst, mit denen du dich einfach noch unwohl fühlst. Zum Spaß haben in Gesellschaft braucht man aber Menschen. Du musst halt in kleinen Schritten anfangen. Erstmal nur Spaß haben mit einem Menschen beim gemeinsamen Kaffeetrinken etc.
Du hast einfach andere Startvoraussetzungen als andere und musst an anderem arbeiten. Und die spüren das, glaub mir. Sonst würden sie dich nämlich einladen.

Verhaltenstherapie fänd ich keine schlechte Idee. Aber letzten Endes muss man hierzu echt leben und mit vielen Menschen Erfahrungen sammeln.

Gruß
judy

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Hallo Bolt,

du hast ja schon einige gute Erklärungen bekommen. Ich hatte dieses Problem früher auch und habe erkannt, dass ich an meiner Einstellung etwas ändern muss - die anderen werden sich nicht ändern und sehen die Situation auch nicht als problematisch an.
Um dazu zu gehören ist es auch notwendig sich zu zeigen, etwas von sich preiszugeben. Das ist schon nicht einfach, aber nur so wirst du interessant für die anderen.
Mein Tipp wäre, dass du dir neue Hobbies suchst, bei denen du mit anderen Menschen zu tun hast. Gemeinsame Interessen sind eine gute Grundlage, sei es nun ein Kurs an der VHS, ein Sport, der dir Spass macht, oder vielleicht ein ehrenamtliches Engagement. Bei den anderen bis du noch nicht bekannt, kannst dich so zeigen wie du bist ohne negative Konsequenzen fürchten zu müssen.
Und wenn du dann deinen Kollegen von deinen neuen Aktivitäten erzählt, wirst du vielleicht auch für sie interessanter bzw. sehen sie, dass du sie nicht für deinen Spass verantwortlich machst - das kannst du ja selbst. Mach dich von ihnen unabhängig und mach die Sachen, die dir Spass machen - dann kommen auch die passenden Menschen. Nicht heute oder morgen, aber mit der Zeit.
Und noch ein Tipp: Ein Gespräch beginnt man mit einer Frage, nicht mit einer Antwort. Also: Fragen stellen und die anderen reden lassen. Interessierte Zuhörer werden sehr geschätzt :wink:

Viel Spass und Gelassenheit,

Sigrid

Hallo,

fange erstmal damit an die Menschen in Deinem Umfeld nicht mit Deinen Eltern gleich zu setzen. Du bist jetzt erwachsen - und nicht mehr so nervig :wink: und die anderen Menschen, sind nicht Deine Eltern.

Sensibilität gehört dazu zu merken, wenn man Grenzen überschreitet. Das kannst Du üben. Erst mal an Dir selber - ab wann „nervt“ Dich jemand und wie teilst Du ihn das mit?

Komlizierend hinzu kommt, dass jeder Mensch eine andere Grenze zieht (manche auch gar nicht) - Augenkontakt, aktives Zuhören und Nachfragen sind Anzeichen von Interesse. Umgekehrt muss heutzutage (leider) nicht das herumfingern am iPhone während eines Gespräches wirklich Desinteresse bedeuten, sondern alles Mögliche von Unkonzentriertheit bis hin zu Unhöflichkeit.

Erwachsen zu sein bedeutet eben nicht jede Reaktion von anderen Menschen auf sich zu beziehen, aber dennoch Antennen dafür zu haben, wenn man zu weit geht.

Schade, dass Deine Eltern es Dir nicht beibringen konnten. Vielleicht doch mal eine Therapie in Anspruch nehmen?

Viele Grüße

Hallo

Wie Du schon selbst angedeutet hast, gibt es einige Dinge, die wir als Leser überhaupt nicht wissen.
Das ist z.B.:

Wie siehst Du denn überhaupt aus?
Welches Gemüt willst Du verkaufen(gute oder schlechte Laune?), oder genauer, was machst Du überhaupt mit Deinen hoffentlich vielfältigen Aspekten für einen Eindruck?
Eindruck heisst zum Beispiel auch, wie gut Du anderen zuhörst, oder auch, ob Dein Gehör in Ordnung ist, wie Du auf Äusserungen anderer reagierst. Das wird nämlich gerne zurückgegeben.

Jetzt kannst Du vielleicht Deine Werbung etwas optimieren, aber was kann man noch sagen?

Am Arbeitsplatz gibt es normalerweise nur beschränkte Möglichkeiten der Pflege sozialer Kontakte. Deswegen ist es z.B. wichtig zu wissen, welcher Art sollen die Kontakte überhaupt sein? Wieviel Zeit die Dateherstellung bei Dir dauern soll.
Überhaupt, wer hat schon so viele Personen des eigenen Interesses bei seiner Arbeit? Hier liegt auch eine handfeste Gefahr für einen Entlassungsgrund.

Was wir auch nicht wissen ist z.B., ob jemand schlecht hinter Deinem Rücken über Dich redet, Gerüchte verbreitet. Aber vorsicht vor Paranoia, manche Leute stinken zum Beispiel, merken es selbst aber nicht, weil sie nicht riechen können(krasses Beispiel).
Nach der völlig selbstlosen Werbungsberatung vom www gibt es auch noch eine Frage:
Was meinst Du denn von Dir selber? Ich meine, würdest Du Dich gerne mit „so einem“ unterhalten und ihn z.B. zum Essen ausführen?

Es gibt auch noch ganz andere Aspekte, wie z.B. Fremdbestimmung durch die Medien, propagierte Schönheitsideale usw…
Was man aber auch nicht ignorieren sollte ist, nicht alle Leute bestehen aus lauter Liebe und symphatischer Werbung, manche wollen frustrieren, degradieren, Dir (oder jemanden beliebigem) sagen, das Deine Werbung, Dein Bestreben wertlos sei, und Du quasi naturgemäß mit sowas überhaupt kein Erfolg haben wirst. Da ist irgendwo auch Egoismus am werken, und da muss man seinen richtigen Weg finden.

MfG
Matthias

Hallo

Geh doch mal in einen Raum und grüße laut und deutlich. Kommt
kein Gruß zurück könntest du eine Spur lauter sagen: „Ich
sagte ‚Guten Tag‘!“

Du wirst überrascht sein, wenn du merkst, wie viel Beachtung
du erfährst, wenn du sie nur haben willst. Muss man aber erst
üben, das gebe ich zu.

So als Benimm-Leader fällt man aber auch schnell auf die Schnauze.

MfG
Matthias

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