ich hatte vier Wochen lang eine starke akute Bronchitis. Bin am heutigen Sonntag in die Notfallambulanz gefahren, weil ich die höllischen Schmerzen in den Rippen/Wirbeln nicht mehr aushalten konnte…
Der Doc hat mir gesagt, dass es gut sein könne, dass ich mir eine Rippe geprellt oder gebrochen hätte, aufgrund des starken Hustens.
Er hat mir hochdosierte Schmerzmittel verschrieben und mich mit dem Verweis „wir sind keine Ersatzpraxis“ auf meinen Hausarzt verwiesen, bei dem ich morgen vorstellig sein soll…
Meine Frage ist nun: Warum wurde ich in der Klinik nicht geröntgt, wenn doch der Verdacht auf eine Rippenprellung oder einen Rippenbruch besteht?
Vielleicht kann mir irgendwer Bescheid geben?
Er meinte sinngemäß, dass bei einem eventuellen Rippenbruch auch nichts weiter gemacht wird, als eine Schmerzmittel-Gabe bzw. -Verordnung…
Aber habe ich als Patient nicht ein Recht darauf zu wissen, ob bei mir was gebrochen/verstaut/geprellt ist oder nicht?
P.S.: Ich kannte etwas ähnliches mal bei einem Bandscheibenvorfall. Der Hausarzt hat mich nicht röntgen lassen. Er meinte: „Was bringt es Ihnen denn zu wissen, dass Sie einen Bandscheibenvorfall haben? Sie bekommen ja sowieso die entsprechende Therapie: Krankengymnastik, Schmerztabletten usw…“
es mag sein, dass der Arzt es nicht abrechnen kann, aber es gab mal eine Zeit, da wurde sehr gerne eine Röntgenaufnahme gemacht.
Man hat herausgefunden, dass das Brustkrebsrisiko durch die Mammographie (= Rönten des Brustbereiches) innerhalb einer gewissen Altersgrenze zu erhöhten Wahrscheinlichkeit von Brustkrebs führt.
Ab einem gewissen Alter ist es umgekehrt so, dass sich zwar das Risiko einer Krebserkrankung durch das Röntgen nicht erhöht, die Patientin aber die diagnostizierte Krebserkrankung in dem Sinne „überleben“ wird, weil sie mit größerer Wahrscheinlichkeit am Ende an etwas anderes sterben wird. So wäre es für sie besser, sie würde ohne das Wissen des Brustkrebses (und den damit verbundenen Behandlungen und Ängsten) leben als mit.
Betrachte es nicht einseitig, denn es ist ein sehr kompliziertes Thema. Wenn sich die Behandlungsmöglichkeiten mit der Diagnose nicht anders gestalten als wenn sie wegen der Symptomatik eingesetzt werden, dann verzichte lieber auf das Röntgen.
mit der „Notfalltherapie“ der Schmerzmedis kommst du gut bis zum morgigen Hausarzttermin. Der dürfte dich eingehend klinisch untersuchen und beim Abtasten möglicherweise schon schauen können, ob was gebrochen ist (bzw. hätte das der Ambulanzarzt das auch schon tun können, wenn er es als sinnvoll erachtet hätte).
Ein Röntgenbild ist kein Foto, sondern eine Strahlenbelastung, deren Risiko sich - je öfter sie auftritt - aufsummiert.
Daher sollte die Entscheidung für eine Röntgenaufnahme sorgfältig abgewogen werden.
Aber habe ich als Patient nicht ein Recht darauf zu wissen, ob
bei mir was gebrochen/verstaut/geprellt ist oder nicht?
Natürlich hast Du ein Recht - du hast ein Recht darauf, dass Dich ein Arzt nach bestem Wissen und Gewissen behandelt und dich nicht unnötiger Röntgenstrahlung aussetzt, wenn es keine Therapieplanänderung nach sich ziehen würde.
Der Arzt hat Dich richtig behandelt und Nutzen und Risiko gegeneinander abgewogen und Dich als Patient in den Vordergrund gestellt und nicht die Amortisation eines Röntgengerätes.
Mit dem Erwägen aller Blickwinkel, ändert sich vielleicht auch die Meinung.
ich hatte ein ähnliches Problem, auf meine Frage was sich ändert, wenn es statt einer Prellung doch ein Bruch ist, lautete die Antwort: dann müsste ich einen so engen Gipsverband anlegen, dass sie nicht mehr atmen können
D.h. die Behandlung ist letztlich in beiden Fällen identisch, also ist, wie schon gesagt, die Röntgenaufnahme rein wissenschaftlich interessant, hat aber keine praktische Auswirkung, also unnötige Strahlenbelastung.
Hallo,
zunächst würde mich dein Alter interessieren…(postmenopausale Osteoporose?)
Meine Frage ist nun: Warum wurde ich in der Klinik nicht
geröntgt, wenn doch der Verdacht auf eine Rippenprellung oder
einen Rippenbruch besteht?
Nein, es besteht eben nicht der Verdacht auf eine Rippenprellung oder gar Fraktur…man will es eben nur nicht ausschließen!
Vielleicht kann mir irgendwer Bescheid geben?
Er meinte sinngemäß, dass bei einem eventuellen Rippenbruch
auch nichts weiter gemacht wird, als eine Schmerzmittel-Gabe
bzw. -Verordnung…
Fakt!
Aber habe ich als Patient nicht ein Recht darauf zu wissen, ob
bei mir was gebrochen/verstaut/geprellt ist oder nicht?
Nein, nur darauf das zu Wissen, was man bei dir definitiv festgestellt hat.
Es ist eben so, dass man -auch aus (Allgemein)Kostengründen- nicht alle diagnostischen Möglichkeiten ausschöpfen muss, um Eine von vielen Verdachts diagnosen ausschließen zu können erst recht nicht in anbetracht der Tatsache, dass es in/an der Therapie nichts ändern würde!
Mein Tip: immer schön Atemgymnastik machen (häufiger tief einatmen, auch wenn’s weh tut)) um durch die Schonatmung einer Lungenentzündung vorzubeugen.