ich war diese Woche für ein paar Tage in Prag. An einem Tag haben wir uns die Mala Strana und das burgviertel angeschaut. Während wir da also herumliefen, haben wir mehrfach beobachtet, wie ein Bewässerungsfahrzeug die Straße nass gemacht hat. Hat das irgend einen speziellen Hintergrund?
das Wasser reinigt, bindet den Staub, spült Rossäpfel und Unrat weg und kühlt durch die Verdunstungskälte.
Zu Zeiten wurden in allen Großstädten die Straßen sommers gesprengt, im kontinentalen Klima mehr und länger als im atlantischen. Wo Braunkohlenteer sommers mit Asche oder Sand gebunden wird, wird die Dreckelei durch das Sprengen auch ein bissel reduziert.
Wenn Du historische Bilder von Straßenbahnfahrzeugen betrachtest, wirst Du bei den meisten Straßenbahnbetreibern auf Sprengwagen treffen: Die trugen die Hauptlast des Straßensprengens, alldieweil in allen wichtigen Straßen Straßenbahnen fuhren, bis sie von der Blechlawine weggespült wurden. Der letzte neu gebaute Sprengwagen im XX. Jahrhundert war eine Abwandlung der Legende Tatra T3, gebaut für Russland.
LKW-Sprengwagen gabs natürlich auch in großer Zahl.
Und wenn Du mal nach Paris kommst, wirst Du dort eine Besonderheit, auch ein Relikt aus der Belle Epoque, sehen: Da werden die Rinnsteine mit ganzen Schwällen von Wasser gespült; dabei Abweiser so gelegt, dass im Zweifelsfall die halbe Straße nasse Füße kriegt.
Eine Art Vissmerständnis?
Hallo Sabine,
…Ruhe und Gelassenheit
kann es sein, das Du übersehen hast,
dass A. die Frage, warum in Prag die Straßen bewässert wurden, beantwortet und nicht in Frage gestellt hat?
Nach meiner ( zugegeben völlig unmassgeblichen Einschätzung) verfügt Herr Aniki zumindest in Grundzügen über ein Basiswissen bezüglich der Möglichkeit der „Staubbindung“ durch Wasser und hält es auch nicht für unlogisch…
Alles O.K.?
Gruß zurück von Finjen
Hi
Staub binden?
A
hallo
ja, staub binden! was ist daran so unlogisch oder schwer zu verstehen?
sabine