Das ist eine ernsthafte Frage. Ich bin im WWW gesurft und war entsetzt über die Vielzahl von kkk, Rassisten, Nazi, Superior White Race,… Gruppierungen.
Gibt es irgendeine Erklärung warum Menschen Rassisten werden oder eine Untersuchung über die Persönlichkeitsstruktur von Rassisten?
Ich bin über alle ernsthaften Antworten dankbar, weil ich versuche dies zu verstehen.
Hallo,
ich glaube, dass Menschen nicht zu Rassisten „werden“, sondern eher im Gegenteil durch Erziehung und frühzeitigen Kontakt mit anderen Kulturen zu „Nicht-Rassisten“ werden. Zu einem gewissen Mass dürfte Xenophobie in jedem Menschen als eine Art Urinstinkt vorhanden sein. Ich könnte mir vorstellen, dass es in der Urzeit sogar recht sinnvoll war, allem Fremden ängstlich oder feindselig gegenüber zu stehen, um den Arterhalt zu sichern.
Rassismus ist ja weder ein neues Phänomen, noch lässt es sich auf eine bestimmte Personengruppe reduzieren. Natürlich fällt der „weisse“ Rassismus am stärksten auf (schon allein durch die Verwendung einschlägig faschistischer Symbole etc.). Die Black-Power-Bewegung der amerikanischen Schwarzen ist mindestens genauso rassistisch wie die Aryan Nation, das Massenabschlachten zwischen Tutsi und Hutu in Ruanda oder der ewige Nahostkonflikt sind ohl ebenso geprägt. Man kann sogar in eigentlich eher harmlosen TV-Produktionen wie „Der Prinz von Bel Air“ oder „Moesha“ leicht rassistische Tendenzen wahrnehmen…
Bei meinem Urlaub in der Dominikanischen Republik musste ich mich darüber aufklären lassen, dass die hellhäutigen Dominikaner (mit mehr spanischen Erbanlagen) etwas Besseres sind wie ihre dunkleren (mit mehr afrikanischen Anlagen) Landsleute - und alle zusammen viel mehr wert seien als die haitianischen Nachbarn…
Meiner Meinung nach müssen wir uns eher fragen (und daran arbeiten!), wie wir den Rassismus in dieser und den kommenden Generationen bekämpfen und verhindern können.
Gruss
Peter
Wie Peter schon sagte, ist eine gute Portion Fremdenangst (oder besser Angst vor Fremden) ein Urgrund für Rassismus. Wenn man eine offene Kultur nimmt ist dort ein Rassismus weniger wahrscheinlich als in einer geschlossenen. Ohne zu sehr zu vereinfachen möchte ich ein Beispiel bringen. In vielen Hafenstädten ist ein reger kultureller Austausch und viele der dort lebenden Bürger haben oft Kontakt zu Fremden. Nehmen Einflüsse von ihnen auf und erkennen, das es keine Teufel oder andere fürchtenswerte Menschen sind. In einem abgeschlossenen Tal, in das kaum ein Mensch gelangt ist die Angst vor fremden (oder auch Fremden) eher gegeben. man kennt so was nicht, kann es nicht richtig einschätzen, es entsteht eine Unsicherheit, die leicht in Aggression umschlagen kann.
Dazu kommt sicher auch die materielle Situation. Wenn es den Menschen gut geht, ist die Angst vor fremden sicher nicht so groß wie in einer angespannten Lage.
Wieder vielleicht vereinfacht, kann man sich die Situation in den fünf neuen Ländern anschauen. Über Nacht mit vielem neuen konfrontiert und die Materielle Situation ziemlich schlecht. Meines Erachtens ein guter Nährboden für Rassismus, der dort auch leider ziemlich gut blüt.
Gandalf
Hallo!
Der Grund ist, dass wir von unserem geistigen Apparat her so eingestellt sind, Menschen zu identifizieren als „schaut aus wie ich, ist gut - schaut nicht aus wie ich, ist gefährlich“. Daraus entspringt nicht nur der Rassismus, sondern auch die Angst und Aggressionen gegenüber jedem, der irgendwie anders ist (Frauen, Behinderte, Rothaarige, Schwarze …)Zwar können wir diese primitive angst überwinden, indem wir uns mehr Informationen verschaffen und entdecken, dass „Der andere“ auch nicht so anders ist, aber das kostet Mühe, und Rassisten haben nun einmal ein kleines Hirn.
Wenn die welt des Einzelnen aus den Fugen gerät, warum auch immer, sucht er jemand, der daran schuld ist, und das ist dann immer die/der anders Aussehende, der zur unheimlichen Gefahr wird.Aus derselben quelle stammen übrigens Sexismus, Hass auf schwule, Hass auf andersgläubige etc.
Grundsätzlich: Rassisten sind arme Schweine, die zu schwach sind, mit dem Leben fertig zu werden und ihre Zeit damit vergeuden, irgendwen zu suchen, der an dem Trouble schuld ist.
gruß,
bb
Hoch interessant, allerdings nicht ganz leicht zu lesen ist dazu von Elias Canetti, „Masse und Macht“.
Keine Antwort, nur ein paar Anmerkungen.
* Es mag sein, daß wir ein genetisches Erbe aus der Frühgeschichte der Menschheit haben, das eine instinktive Tendenz uns „Fremdem“ gegenüber sehr vorsichtig zu verhalten. Daraus läßt sich meiner Ansicht nach aber ein Rassismus im Sinne Deiner Frage nicht begründen (das kann ich, sollte es jemanden interessieren, auch begründen). Der Rassismus erscheint mir vielmehr eine „kulturelle Errungenschaft“ zu sein.
* Vieles von dem, was wir als Rassismus bezeichnen, hat ja nicht wirklich etwas mit Rassen zu tun (wie sie durch wesentliche biologische Unterschiede definiert würden). Juden und europäische „Stammbevölkerung“ unterscheiden sich ja nun nach jedem halbwegs nachvollziehbarem Maßstab kaum voneinander. Bei dem Beispiel „Hutu“ und „Tutsi“ ist es auch so, daß man zur Unterscheidung erst mal einen Blick in den Paß der Leute werfen mußte, bevor man sie mit Macheten kleingehackt hat.
* Für kleine weiße Kinder ist ein Schwarzer vielleicht zunächst furchteinflößend (weil er so anders aussieht), Kinder sind aber ausreichend lernfähig, um schnell herauszubekommen, „daß der nix tut“. Und dann ist der Fremde erst nur noch interessant und dann ganz normal. Nein, ich denke, Kinder werden zu Rassisten erzogen.
* So wie man mit großer Wahrscheinlichkeit Christ wird, wenn man von Christen erzogen wird, Muslim wird, wenn man von Muslimen erzogen wird, so wird man wohl auch mit höherer Wahrscheinlichkeit ein Rassist, wenn man in einem Umfeld von Rassisten aufwächst. An dem normalen, dummen Rassisten ist wahrscheinlich gar nichts so besonders Perverses oder Krankes, wie an jedem Anderen, der unreflektiert das nachredet, was ihm eingetrichtert worden ist.
* Bleibt also die Frage, wo diese Idee herkommt, daß es so eine interessante und wichtige Frage ist, welcher „Rasse“ jemand angehört. Häufig ist es wohl so, daß es bestimmte (politische, wirtschaftliche) Interessen sind, die zur Verbreitung beitragen: wenn mir ein jüdischer Bankier zu lästig wird, weil er seine Kreditzinsen sehen möchte, dann kommt mir ein Pogrom unter Umständen ganz gelegen. Da lohnt sich dann das Ausgrenzen und Stimmung machen unmittelbar.
Gruß
Michael
ich denke, angst ist der schlüssel. jeder mensch hat eine genetisch bedingte angst vor dem fremden (als phänomen). wir essen nicht, was wir nicht kennen (was durchaus vernünftig ist) und wir fürchten uns in unbekannter oder ungewohnter umgebung was z.b. im dschungel durchaus sinnvoll ist).
ich denke, jeder mensch hat zunächst mal ein komisches gefühl „fremden“ gegenüber.
wenn nun durch bestimmte entwicklungen, z.b. politische oder ökonomische umwälzungen, leute in einer gruppe zu modernisierungsverlierern werden, weil sie politisch und/oder ökonomisch unter druck geraten, dann schlägt dieses unterschwellige gefühl der unspezifischen angst in haß um; der offenbar unterlegene sucht sich einen, der scheinbar noch unter ihm steht, ihn zugleich aber bedroht.
das typische beispiel für eine solche nicht funktionierende multikulturelle gesellschaft war das österreich vor 1933: die deutsch-österreicher sahen sich von der masse der ungarn, serben, kroaten usw usw in der kuk-monarchie in ihrer vormacht politisch bedroht, dazu kam der ökonomische niedergang österreich-ungarns, das mit dem deutschen reich, england usw nicht mithalten konnte: gekränkter nationalstolz, bedrohung der politischen vormacht, ökonomischer druck auf die unterschicht durch die noch ärmeren und billigeren zuwanderer, das aufkommen der arbeitermacht (z.B. revolutiuon in der udssr) als bedrohungsszenario der mittelschicht, das alles führte zu einem glühenden rassismus.
also: angst ist der schlüssel. frank
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Das kann man nicht in wenigen Worten erklären.
Rassismus ist ein weltweites Übel, das halst nirgends solche extremen Auswüchse genommen hat, wie im dritten Reich.
Sieh dir den Ku-Klux-Klan an, die Burenkriege, Indien, Südafrika usw usw.
Immer wieder stoßen hier verschieden Kulturen, verschiedene Religionen aufeinander, es gibt unterdrückungen, Rassismus und Greueltaten.
Alles was im dritten Reich gemacht wurde, wurde auch schon früher gemacht und später.
Alleine die Vertreibung der Sudetendeutschen nach dem zweiten Weltkrieg ist eine Horrorstory, die der Judenverfolgung im zweiten Weltkrieg in nichts nachsteht.
Genauso die Behandlung von gefangenen deutschen Soldaten nach der Kapitulation.
Da war nichts mit Menschenrechten oder so, ganz im Gegenteil.
Aber da die Deutschen die Verlierer waren wurde das nie an die große Glocke gehängt.
Heute gibt es noch viele Alte von früher, die sagen, SOOO schlimm war es eigentlich gar nicht.
Es ist so wie bei einer alten Liebe, die im Horror auseinanderging.
Die Zeit läßt die negativen Sachen vergessen und behält sich nur das gute.
Die alten gehen heute hin und erzählen nur das gute.
Die Zucht, die Ordnung, das niemand eine Haustür abschloß weil das Land sicher war, das keine Kinder geschändet wurden und keine Frauen nachts im Park vergewaltigt wurden und die Jungen hören das.
Gerade sozial schwache, die im Dreck aufwachsen hören so etwas.
Was sollen die denken?
Wenn heute was über Kinderschänder in der Zeitung steht oder über die Vergewaltigung einer Frau oder so, sagt eine Person aus meiner Familie immer wieder „Früher hätte man aus dem Seife gemacht.“ oder „Da wären nachts die Ledermäntel gekommen es das Problem wäre gelößt.“ oder „Der müsste durch den Schornstein gejagt werden, dann wäre Ruhe“.
Was soll man denken, wenn man in der Zeitung ließt, das gerade bei extremen Verbrechen die Leute häufig als Psychisch getört sich einer gerechten Strafe entziehen, in einer offenen Anstalt sind, wieder freikommen zur Rehabilitation und wieder Kinder oder Frauen schänden und ermorden.
Meinen sie nicht, das die „alte“ denkungsweise nach einer „klareren“ Rechtssprechung den Menschen dann nicht symphatisch im Ohr klingt?
Und gerade Sozial schwache Jugendliche die gar nichts haben (das war auch der Zugmotor im dritten Reich) bekommen auf einmal ein Zusammengehörigkeitsgefühl, ein „zuhause“ in einer „Familie“, Vielleicht auch Zeltlager mit Lagerfeuer mit singen von (zuerst) patriotischen und (später) rassistischen Liedern?
Gerade solche Gruppierungen wie Polizei und Bundeswehr, deren Wurzeln älter sind wie die Probleme mit Nazis.
Die in ihrem Ursprung eine Ausbildung zu „Zucht und Ordnung“.
Ein Schlagwort, was bei den Nazis früher ein tragendes Teil ihrer Ideologie war und auch heute viele Jugendliche anzieht.
Der Schritt zum „neuen“/alten Rassismus ist da nur sehr klein.
Ein bischen Fremdenangst noch dazu und dann sieht man noch das viele Gruppierungen durch ihr stärkeres zusammen leben/arbeiten/denken auch mehr erreichen wie die Deutschen, die sich lieber im Nachbarschaftsstreit zerfleischen, ein bischen Neid noch dazu und Unwissenheit über fremde Kulturen und schon ist das Gemisch zusammen, aus dem Sprengmittel gemischt werden.
Der letzte Funke ist dann häufig noch Alkohol und/oder die Massenhysterie, wenn einer den anderen mitreißt und sich die Leute gegenseitig aufstacheln.
Dann brennen die Kreuze wie in Amerika beim Ku-Klux-Klan oder marschieren die braunen Horden wieder wie in Amerika, Norwegen, Schweden und und und …vielleicht auch bald wieder in Deutschland??
Wer weiß das schon genau?
Winfried
Hallo Annafah,
also nun mal ganz un-wissenschaftlich betrachtet, denke ich, daß Rassismus in erster Linie den Ursprung in den Erfahrungen mit dem „Anderen“ hat. Ob früher oder heute. Erst dann geht das in Erziehung über. Ich glaube, daß das mit Angst gegenüber dem Fremden sehr wenig zu tun hat…
Vielmehr bin ich der Meinung, was zumindest die heutige Zeit angeht, daß es immer wieder ein paar „Fremde“ oder „Andere“ gibt, die sich auf teufel-komm-raus einfach nicht integrieren wollen, und so den Ruf der anderen „Rasse“ zerstören.
Ich glaube auch nicht, daß ein Rassist unbedingt dumm sein muß. Es besteht doch auch durchaus die Möglichkeit, das dieser Jahre lang von der anderen „Rasse“ unterdrückt wurde. Oder vielleicht eine schlechte Erfahrung gemacht hat, die ihm das Herz zeriß und dadurch anfing Haß zu schüren.
Auf jeden Fall, sollte man Rassismus nicht über einen Kamm scheren, sondern jeden Fall genauer betrachten, bevor man verallgemeinert. Der Mensch wird zum Rassisten und nicht eine „Rasse“…
Gruß Martin
Hallo Martin,
also nun mal ganz un-wissenschaftlich
betrachtet, denke ich, daß Rassismus in
erster Linie den Ursprung in den
Erfahrungen mit dem „Anderen“ hat. Ob
früher oder heute. Erst dann geht das in
Erziehung über. Ich glaube, daß das mit
Angst gegenüber dem Fremden sehr wenig zu
tun hat…
Geanu das kann ich mir nicht vorstellen. Welche „Erfahrungen“ konnte denn ein durchschnittlicher Deutscher (oder jede beliebige andere Nationalität) früher mit „Anderen“ sammeln? Noch vor 50 Jahren ist man doch aus nicht seinem eigenen Land, meist nichtmal aus der eigenen Gemeinde, herausgekommen. Die Märchen vom dummen Schwarzen, vom grausamen Asiaten oder vom Menschenfresser waren aber durchaus landläufig bekannt (obwohl kaum jemand einen Schwarzen auch nur gesehen hatte). Die Wurzeln des Problems müssen also irgendwo anders liegen. Grund für Rassismus aufgrund von Erfahrungen hätten ja auch eher die „Fremden“ gehabt. In der Regel war es ja der (weisse) „Forscher“ und Eroberer, der grausam unter den „Eingeborenen“ gewütet hat.
Vielmehr bin ich der Meinung, was
zumindest die heutige Zeit angeht, daß es
immer wieder ein paar „Fremde“ oder
„Andere“ gibt, die sich auf
teufel-komm-raus einfach nicht
integrieren wollen, und so den Ruf der
anderen „Rasse“ zerstören.
Wer sich hier nicht integrieren will, sind doch diejenigen, die immernoch an die fragwürdigen Theorien von Chamberlain oder Gobineau glauben. Wahre Rassisten halten andere „Rassen“ für minderwertig. Es geht hier doch nicht um die türkische Grossmutter, die nicht deutsch spricht, sondern um eine globale Ablehnung alles Nicht-Deutschen (oder nicht-weissen oder was es da an Tendenzen noch gibt). Diese Einstellung ist vor Allem von einer massiven Ignoranz geprägt.
Ich glaube auch nicht, daß ein Rassist
unbedingt dumm sein muß.
Sicher nicht. Dumme Menschen können keinen ausgefeilten Holocaust planen.
Es besteht doch
auch durchaus die Möglichkeit, das dieser
Jahre lang von der anderen „Rasse“
unterdrückt wurde. Oder vielleicht eine
schlechte Erfahrung gemacht hat, die ihm
das Herz zeriß und dadurch anfing Haß zu
schüren.
Quatsch (tschuldigung). Welcher 15-Jährige Naziskinhead wurde denn von „bösen Ausländern“ unterdrückt? Welcher nord- oder südamerikanische Indianer hat die armen weissen Siedler versklavt? Welcher Schwarze hat in den USA Plantagen betrieben? Wenn Du so argumentierst, müsste der KuKluxKlan eigentlich eine schwarze Organisation sein. Weisse hätten da überhaupt keine Berechtigung zu Rassismus…
Auf jeden Fall, sollte man Rassismus
nicht über einen Kamm scheren, sondern
jeden Fall genauer betrachten, bevor man
verallgemeinert.
Wenn sich ein Mensch durch rassistische Äusserungen oder Taten disqualifiziert, was muss man da im Einzelfall noch prüfen? Das Tatmotiv „Hass auf Ausländer“ kann meiner Meinung nach nicht durch ein „Irgendwann hat mich ein Türke mal blöd angemacht“ relativiert werden, oder?
Der Mensch wird zum
Rassisten und nicht eine „Rasse“…
Ich bleibe dabei: Der Mensch hat Angst vor Fremden (Dingen, Umgebungen, Menschen) und kann nur durch Erziehung und Erfahrung davon befreit (oder leider auch bestärkt) werden.
Rassismus ist eine Urangst. Nimm als Beispiel das so beliebte Science-Fiction- oder Fantasy-Genre. Hier geht es meistens um eine fremde, böse Rasse, die es zu bekämpfen gilt. Warum ist dieses Motiv wohl so beliebt?
Gruss
Peter
Die Wurzeln des Problems müssen also
irgendwo anders liegen. Grund für
Rassismus aufgrund von Erfahrungen hätten
ja auch eher die „Fremden“ gehabt. In der
Regel war es ja der (weisse) „Forscher“
und Eroberer, der grausam unter den
„Eingeborenen“ gewütet hat.
Es gab mit Sicherheit auch einige „Eingeborene“ die grausam die weißen Forscher erledigt haben…
Quatsch (tschuldigung). Welcher
15-Jährige Naziskinhead wurde denn von
„bösen Ausländern“ unterdrückt?
…hat´s mit Sicherheit noch niiiee gegeben.
Welcher Schwarze hat in den USA Plantagen
betrieben?
… weiß nicht ob es sowas gab. Ich weiß nur, daß im heutigen Amerika eine Menge Schwarze zum Rassismus neigen.
Wenn Du so argumentierst,
müsste der KuKluxKlan eigentlich eine
schwarze Organisation sein. Weisse hätten
da überhaupt keine Berechtigung zu
Rassismus.
Es gab ja auch die Black Panther. War das nicht ähnlich wie KKK nur in Schwarz?
Wenn sich ein Mensch durch rassistische
Äusserungen oder Taten disqualifiziert,
was muss man da im Einzelfall noch
prüfen? Das Tatmotiv „Hass auf Ausländer“
kann meiner Meinung nach nicht durch ein
„Irgendwann hat mich ein Türke mal blöd
angemacht“ relativiert werden, oder?
Mein lieber Schwan. Du lebst vielleicht in einer Traumwelt! Vielleicht solltest Du Dich doch mal wieder auf die Straße begeben.
Rassismus ist eine Urangst. Nimm als
Beispiel das so beliebte Science-Fiction-
oder Fantasy-Genre. Hier geht es meistens
um eine fremde, böse Rasse, die es zu
bekämpfen gilt. Warum ist dieses Motiv
wohl so beliebt?
Vielleicht weil der Kinobesucher mehr auf Action und Kämpfen steht. Wie würde den ein SF ankommen, bei dem Friede-Freude-Eierkuchen abgeht??
Und nochmal zum Abschluß. Ich denke, daß man doch schon differenzieren muß zwischen früher und heute. Einige Argumente sehe ich ein. Nur hört sich das alles sehr abgelesen aus Geschichtsbüchern an.
Gruss
Peter
ebenso zurück
Hi
Es gab mit Sicherheit auch einige
„Eingeborene“ die grausam die weißen
Forscher erledigt haben…
Ja klar, die alte „Missionar im Kochtopf“-Geschichte…Das betraf aber i.d.R. einzelne Personen. Die Conquisadores haben ohne grosse Skrupel ganze Völker abgeschlachtet, die Sklavenhändler halb Afrika entvölkert…
Quatsch (tschuldigung). Welcher
15-Jährige Naziskinhead wurde denn von
„bösen Ausländern“ unterdrückt?…hat´s mit Sicherheit noch niiiee
gegeben.
Erstaunlich ist, dass der Rechtsradikalismus ausgerechnet in den Bundesländern am stärksten ist, in denen es den geringsten Ausländeranteil gibt.
Welcher Schwarze hat in den USA Plantagen
betrieben?… weiß nicht ob es sowas gab. Ich weiß
nur, daß im heutigen Amerika eine Menge
Schwarze zum Rassismus neigen.
Habe ich - glaub ich - in meinem ersten Posting auch geschrieben. Dieser Rassismus dürfte aber hauptsächlich aus der Behandlung der Schwarzen in den USA resultieren (Rassentrennung bis in die 60er und so).
Es gab ja auch die Black Panther. War
das nicht ähnlich wie KKK nur in Schwarz?
Äh, nicht ganz. Black Panther war eine zugebebenermassen sehr radikale Schwarzen-Organisation, die sich gegen Rassentrennung und Unterdrückung gewehrt hat (ich glaube, die gibt´s sogar immer noch). Im Prinzip hat Malcolm X Marin Luther King erst möglich gemacht.
Mein lieber Schwan. Du lebst vielleicht
in einer Traumwelt! Vielleicht solltest
Du Dich doch mal wieder auf die Straße
begeben.
Ich weiss nicht, ich bin eigentlich sehr viel auf der Strasse - sogar in einer deutschen Grosstadt. Nur - was hat das damit zu tun? Mag sein, dass es pöbelnbe Ausländer gibt, da bin ich scheint´s nicht die richtige Zielgruppe (vieleicht zu alt?). So weit ich mich erinnern kann, wurde ich in meinem bisherigen Leben angepöbelt bzw. tätlich angegriffen von: Menschen mit Glatze und Bomberjacke, Vokuhilaolibas (angetrunken, ebenfalls in Bomberjacke, deutsch), aufrechte Patrioten mittleren Alters, denen wohl meine Kumpels (ein Italiener und ein Afrikaner) nicht gefallen haben (da gab´s dann anschliessend auch eine Gerichtsverhandlung wg. Körperverletzung…), noch aufrechtere Patrioten in Lederhosen und Gamsbart auf Deutschlands grösster Besäufnisveranstaltung, in deren kulturelles Bild ich wohl nicht passte und - in einem besonderen Fall - von einem Linksautonomen, der mich als Nazischwein beschimpft hat, als ich ihm zu erklären versuchte, dass mich seine RAF-Platitüden nicht das geringste interessieren. Du siehst, ich lebe wirklich in einer Traumwelt…
Vielleicht weil der Kinobesucher mehr auf
Action und Kämpfen steht. Wie würde den
ein SF ankommen, bei dem
Friede-Freude-Eierkuchen abgeht??
Gut, das mit dem SF war vieleicht kein glückliches Beispiel. Du wirst aber doch zugeben, dass der Kampf Gut gegen Böse, Bekannt gegen Fremd wohl zu den ältesten Motiven de Menschheit gehört. Fast jedes Märchen, fast jede Sage hat doch zur Aussage fremd = böse, schlecht.
Und nochmal zum Abschluß. Ich denke, daß
man doch schon differenzieren muß
zwischen früher und heute.
Ja klar, es gibt heute (gottseidank) wesentlich weniger Rassisten, die dann auch wirklich tätlich werden. Und natürlich auch keinen Rassismus von Staats wegen (zumindestens in der BRD). Die Motive sind aber noch genauso dämlich wie vor 50, 500 oder 5000 Jahren.
Einige
Argumente sehe ich ein.
Freut mich!!
Nur hört sich das alles sehr abgelesen aus
Geschichtsbüchern an.
Eher nicht. Solltest Du das Glück haben, noch Verwandte zu haben, die bereits vor dem 2. WK auf der Welt waren, frag sie mal, wieviel Erfahrungen und Kontakt sie mit fremden Kulturen hatten und wie weitgereist sie wohl waren?!
Gruss
Peter