bei der Gebäudeisolierung werden mittlerweile dicke Styroporplatten benutzt, wodurch das Gebäude nicht nur fett wird und am Ende wahlweise wie ein Iglu oder ein Bunker mit Schießscharten aussieht, sondern die Gebäude auch leicht entflammbar sind.
Dagegen könnte man doch auch Wasser verwenden. Wasser hat einen viel höheren Wärmekoeffizienten, die Isolierschicht könnte also viel schmaler ausfallen und Wasser ist bekanntlich auch nicht brennbar (Vodka zwar schon, aber nur in hoher Konzentration).
Warum wird das nicht gemacht? Also beispielsweise mit Hilfe von wassergefüllten 1cm dicken Platten, die an die Hauswand kommen.
Man könnte auch Fenster mit einer schmalen Wasserschicht isolieren. Das wäre zwar schwerer als Luft, aber da Wasser eine 4x so hohe Wärmekapazität hat könnte die Schicht auch 4x so dünn sein. Also nicht 4mm, sondern 2mm, was im Ergebnis einer doppelten Isolierung entspräche. Das Gewicht würde sich bei einem 1m² großen Fenster lediglich um 200g erhöhen. Ich denke, damit könnte ich leben.
Ah, ok.. warum nimmt man dann keine CO2 mit der Wärmeleitfähigkeit von <0,02 im Vergleich zu Styropor mit ca. 0,04? CO2 haben wir ja offenbar genug und es ist nicht brennbar.
Es geht darum, möglichst wenig Wärme vom Haus an die umgebende Luft abzugeben. Die beste Lösung wäre ein Vakuum wie bei einer Thermoskanne. Ist aber technisch mit irgend vertretbarem Aufwand nicht darstellbar. Die zweitbeste Lösung ist eine Schicht ruhender Luft, realisiert mit z. B. Mineralwolle (unbrennbar) oder geschäumtem Polystyrol (billiges Styropor).
Bei solchem fragwürdigen Arbeitsergebnis waren Laien am Werk, ließen die Fenster unberührt und murksten an den Laibungen notgedrungen mit zu dünner Dämmung. Wenn Fachleute eine Dämmung ausführen, versetzen sie die Fenster in die Wandebene des größten Temperaturgefälles, also in die Ebene der Dämmung, mithin nach außen. Zur Vermeidung von Schimmelbildung an Innenlaibungen ist das die einzig sachgerechte Lösung, die zudem den Schießscharten-Look vermeidet. Von außen wird man gar nicht sehen, dass es sich um ein nachträglich gedämmtes Haus handelt, nur innen werden die Fensterbänke breiter als zuvor.
Ginge es um hohe Wärmekapazität, wäre Wasser eine gute Lösung. Mit Wasser lassen sich Energiespeicher realisieren. Einige Hundert im Sommer aufgeheizte Kubikmeter Wasser reichen, um im Winter mit einer Flächenheizung in der warmen Stube zu sitzen. Aber der Wasser-Wärmespeicher muss gut gedämmt werden, damit er nicht vorzeitig abkühlt. Dafür nimmt man wie beim Boiler Mineralwolle.
Du hast immer noch nicht verstanden, dass es auf die Verhinderung der Zirkulation egal ob Luft oder CO2 ankommt. Deshalb werden kleinste Bläschen erzeugt, die den Wärmeaustausch durch Zirkulation verhindern, was mit Styroporschaum sehr gut gelingt. Das ist wie beim Daunenschlafsack.
Udo Becker