Hallo,
ich weiss nicht, ob meine Frage hierher passt. Ich habe allerdings auch kein besseres Brett gefunden.
Meine Frage ist:
In unserer Firma bauen wir Steuerschränke. Dabei wird nach VDE großen Wert darauf gelegt, dass alle berührbaren Metallteile (Schrank, Rückwand, Seitenwände, Türen) mit dem Schutzleiter verbunden sind.
Ich habe mir bisher keine darüber Gedanken gemacht, wie das wohl in der Hausinstallation beim Zählerkasten gehandhabt wird. Kürzlich habe ich mir mal meinen Zählerkasten zuhause angeschaut und festgestellt, dass seine Gehäuseteile nicht mit dem Schutzleiter verbunden sind. Eine Nachfrage in unserer Firma bei 2 Meistern blieb erfolglos. Keiner konnte mir sagen warum das so ist, nur dass es eben so ist. (Unsere Firma macht keine Hausinstallationen.)
Weiß hier jemand, warum die Gehäuseteile des Zählerkastens in der Hausinstallation nicht geerdet werden?
Viele Grüße
Michael
Hallo Michael!
Ich kenne im wesentlichen die Verteilerbaugruppen der Firma Hager. Die Hutschienen, die Aufnahmen für die Stromschienen, die Kabeldurchführungen die Rückwand und die vorderen Abdeckungen sind alle aus Kunststoff. Alle Geräteträger und Anschlußelemente, die im Fehlerfall mit einem Außenleiter in Kontakt kommen können sind damit gegenüber dem Stahlschrank isoliert. Das macht eine zusätzliche Schutzerdung überflüssig.
Moin Michael
Die Heute zulässigen Zähler und Verteilerschränke sind alle Schutzisoliert deshalb brauchen und dürfen sie nicht mit in den Potenzialausgleich einbezogen werden .
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Vielen Dank
Vielen Dank an alle.
Gruß Michael
Weiß hier jemand, warum die Gehäuseteile des Zählerkastens in
der Hausinstallation nicht geerdet werden?
Hallo Michael,
Du berichtest nicht aus was für ein Material / Oberfläche Dein Haus-Zählerkasten besteht.
Im „Tabellenbuch Elektrotechnik“ 6.Auflage von 1971 Verlag Europa Lehrmittel, Wuppertal Seite 112, ist zu lesen:
„Hausanschlußkasten, Schutzart P30 für trockene Räume nach DIN 43636, …
Werkstoff: Stahl oder Preßstoff (Stahlkästen müssen Erdungsschraube haben)“.
Alles genau nachzulesen kann man in den „Bestimmungen für das Errichten von Starkstromanlagen mit Nennspannungen unter 1000 V“ DIN VDE 0100-100. die vom www.vde-verlag.de in Berlin angeboten werden.
Gruß
Peter
Hallo Peter!
Im „Tabellenbuch Elektrotechnik“ 6.Auflage von 1971 Verlag
Europa Lehrmittel, Wuppertal Seite 112, ist zu lesen:
„Hausanschlußkasten, Schutzart P30 für trockene Räume nach DIN
43636, …
Werkstoff: Stahl oder Preßstoff (Stahlkästen müssen
Erdungsschraube haben)“.
Der Hausanschlußkasten ist aber nicht der Zählerschrank. In Wohnhäusern ist in der Regel auch dieser schutzisoliert, was eine Erdung überflüssig macht.