Warum wurden mehr Frauen als Hexen verurteilt?

Hallo Christoph,

woher hast du denn deine??

Ich beziehe mich auf Material der Universität hier vor Ort:

Jahr nach Chr.Geb.
300 16,8 Millionen
1000 23,7 Millionen
1500 31,3 Millionen

mfg

Hallo Gernot,

dann darf ich dich mal an die „alten“ deutschen Städte wie Köln,Mainz usw. erinnern,die bereits zur Zeit der Römer in Deutschland
vorhanden waren…:smile:

Hallo Uwi,

Gegenfrage:
Warum gibt es seit Mitte des 20Jh. eine Bevölkerungsexplosion
in Afrika und Asien.
Hatten die auch seit dem eine Zeit der Hexenverfolgung ?
Gruß Uwi

Eher wohl in Afrika…:smile:
Weil dort nur 17% der Bevölkerung Verhütungsmittel nutzen können…

Hier mal die Prognose der UNO:
1950 2000 2050
Afrika 224 821 1.999 (in Millionen)

Die Geburtenrate in Asien liegt mittlerweile bei 2,1 ,während sie in Afrika bei 5,4 Geburten liegt.

HAllo

dann darf ich dich mal an die „alten“ deutschen Städte wie
Köln,Mainz usw. erinnern,die bereits zur Zeit der Römer in
Deutschland
vorhanden waren…:smile:

Die Siedlungskontinuität genau dieser alten Städte ist aber sehr umstritten. Einig sind sich die Forscher nur, daß nach dem Wegzug der Römer da ein sehr großer Rückgang der städtischen Bevölkerung einsetze und da0 die alten Römerstädte im 6. und 7. Jahrgundert allenfalls noch teilweise besiedelt waren - das belegen auch die wenigen vorhandenen archäölogischen Funde aus dieser zeit. Es wurde ja nichts Neues mehr gebaut und die alten gebäude verfielen. Schau Dir diese Städte doch an - von den BAuten der Römerzeit ist so gut wie nichts übrig.
Ein Umschwung setzte erst gegen Ende ds 8 Jahrhnderts langsam wieder ein in der Regierungszeit von Karl dem Großen.

Dieser Rückgang der Bevölkerung im frühen Mittelalter verfälscht überhaupt das Bild der Bevölkerungsentwicklung mächtig, weil die folgende Steigerung von einem dehr niedrigen Niveau ausging und es lange dauerte, bis die Einwohnerzahlen der Römerzeit wieder erreicht wurden.
Übrigens wa genau in der Zeit des Rückganges das Christentum auch aieder auf dem Rückzug - die germanischen Stämme, die die Römer da überrollten, waren ja Heiden. Und die kannten bestimmt keine Hexenverfolgung.
Das Bevölkerun gswachstum und die Städtebildung in Mitteldeutschland nun aber ging gerade mit der Christianisierung einher - oft waren es ja gerade die Sitze der Bischöfe und die neu gegründeten Klöster, die zu Keimzellen der Städte wurden.
Die Ketzergesetze kamen aber erst im 12. Jahhundert zur Zeit der Staufer.
Im Übrigen: Mittereuropa umfaßt geografisch die Länder Deztschland, Schweiz, Österreich, Polen, Tschchei, Slowakei und Ungarn, wenn ich in der Schule richtig aufgepaßt habe.
Und schau Dir doch mal das Alter der Städte in diesem Gebiet an. Die entstanden fast alle in der fraglichen Zeit. Die MAsse davon ist heute zwischen 1250 und 750 Jahre alt.

Gernot Geyer

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Hallo,

ja sicher.
Im römoschen reich hatten die Frauen und sonstigen Familienmitglieder fast den gleichen Rechtsstatus wie Sklaven - es zählte nur der männliche Familienvorstand.
Und genau dieses frauenfeindliche Bild spiegelt sich natürlich auch schon in der Urkirche wieder. Nicht mal so sehr bei Jesus (der hat Petrus nie den Auftrag gegeben, eine Kirche zu gründen, das ist ne fromme Lüge, um die Führungsrolle des Papstes zu belegen), als mehr behr bei Paulus - der war nämlich Römer. Und es waren das römische Kirchenkonzil des 4. Jahrhunderts, daß in der Dreifaltigkeit, die ursprünglich ja aus Gottvater, Jesus und AMria bestand, die Maria rauswarf und statt dessen den ominösen heiligen Geist da rein setzte. Den brauchten sie nämlich da dingend, weil sich aus dessen angeblicher Erleuchtung die Rolle der Kirche erklären und herleiten läßt - aus den Originalworten von jesus klappt das ja nicht. Aber der heilige Geist ist da idieal, dem kann man alles unterschieben, der wirkt ja nicht öffentlich.
Und natürlich steckt da zumindest unterschwellig eine Abwertung der Frau drin - die zieht sich ja durch die ganze damalige Gesellschaft. Und gewollt oder ungewollt hat die r.k. Kirche genau dieses Frauenbild mitgeschleppt und verfestigt 2.000 Jahre lang und tut es noch heute. Diese Verantwortung wird sie nicht los - und wenn sie sich zehnmal auf die Tradition beruft dabei.
Im Übrigen: Jesus spach auch davon, die Bischöfe von den Gläubigen wählen zu lassen. Und in Rom der Papst wurde bis ins 10. Jahrhndert hinein wohl von allen Römern gewählt. An der Stelle hatte man ja auch keine Skrupel,sich üner die Tradition hinwegzusetzen. Das Gedächntnis der Kirche ist da recht selektiv - die kann sehr vergeßlich sein, wenn es ihr nutzt und genau so aufmerksam, wenn es andersherum geht.

Gernot Geyer

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Hallo Frank,

dann darf ich dich mal an die „alten“ deutschen Städte wie
Köln,Mainz usw. erinnern,die bereits zur Zeit der Römer in
Deutschland
vorhanden waren…:smile:

Dann denk mal ein wenig weiter und schau Dir Xanten und Trier an. ‚Vorhanden‘ heißt gar nichts.
Gruß
loderunner

Anmerkung
Hallo,

Ich beziehe mich auf Material der Universität hier vor Ort:

‚Material der Uni‘ ist keine Quellenangabe. Da muss es schon ein wenig genauer kommen.
Gruß
loderunner

Servus!

Sorry, aber da muß ich jetzt nochmal nachfragen. Wo hast du das alles her??

Paulus - der war
nämlich Römer.

Er war Jude mit römischer Staatsbürgerschaft - das is was ganz anderes!
Willst du sagen, Paulus lebte als Teil der allgemeinen römisch-griechischen Kultur? Das würde stimmen.

Und es waren das römische Kirchenkonzil des 4.
Jahrhunderts, daß in der Dreifaltigkeit, die ursprünglich ja
aus Gottvater, Jesus und AMria bestand, die Maria rauswarf und
statt dessen den ominösen heiligen Geist da rein setzte.

Das kann nicht sein. Damals waren die Evangelien schon „fertig“, diese Rolle der Maria müßte also drin stehen. Tut sie aber nicht! Allenfalls wurde im 4.Jh. die Situation bereinigt, weil nämlich - ähnlich wie heute - die Marienverehrung teilweise Züge angenommen hatte, die den Unterschied zwischen Gott, Jesus und Maria verwischte.
Will heißen: Im Volksglauben war Maria Teil der Dreieinigkeit geworden, aber nicht nach offizieller Kirchenlehre!

Den
brauchten sie nämlich da dingend, weil sich aus dessen
angeblicher Erleuchtung die Rolle der Kirche erklären und
herleiten läßt - aus den Originalworten von jesus klappt das
ja nicht.

Wieso nicht?

Aber der heilige Geist ist da idieal, dem kann man
alles unterschieben, der wirkt ja nicht öffentlich.
Und natürlich steckt da zumindest unterschwellig eine
Abwertung der Frau drin - die zieht sich ja durch die ganze
damalige Gesellschaft. Und gewollt oder ungewollt hat die r.k.
Kirche genau dieses Frauenbild mitgeschleppt und verfestigt
2.000 Jahre lang und tut es noch heute. Diese Verantwortung
wird sie nicht los - und wenn sie sich zehnmal auf die
Tradition beruft dabei.

Mein Reden.

Im Übrigen: Jesus spach auch davon, die Bischöfe von den
Gläubigen wählen zu lassen. Und in Rom der Papst wurde bis ins
10. Jahrhndert hinein wohl von allen Römern gewählt.

In Rom wählte eine Clique an Stadtadligen den Papst - durchaus logisch, war der Papst doch damals nichts anderes als ein ganz normaler Stadtbischof, allerdings im 10.Jh. schon mit universellem Anspruch. Mehr als ein Anspruch war´s aber nicht, deswegen war´s den Leuten auch ziemlich egal.
Diese Art der Wahl war allerdings keine „Wahl durch die Gläubigen“. Sowas war nur in Zeiten der Urkirche möglich. Wenn der Bischof zum politisch Handelnden wird (was er spätestens seit der Indienstnahme der Kirche durch Konstantin wurde), mischen sich die anderen politisch Handelnden automatisch auch in die Wahl ein und das Wahlvolk der Gläubigen darf nur noch abnicken.
Soviel zum „über die Tradition hinwegsetzen“.

Abschließend würde mich noch interessieren, wo Du die Sache mit „Jesus spach auch davon, die Bischöfe von den Gläubigen wählen zu lassen.“ her hast. Klingt zwar logisch, wenn man die übrigen Aus- und Ansprüche Jesu in Betracht zieht, aber die genaue Stelle würde ich dann doch mal gerne wissen.
Ich dachte bisher nämlich, dass das Bischofsamt eine spätere Entwicklung ist, und Jesus eine solche Hierarchie gar nicht im Sinn hatte.

VG
Christian

etwas off Topic Bevölkerungszuwachs in Afrika
Hai, Frank,

Eher wohl in Afrika…:smile:
Weil dort nur 17% der Bevölkerung Verhütungsmittel nutzen
können…

na, nu aber - vorher hatte ein größerer Bevölkerungsteil Zugang zu Verhütungsmitteln?? Wohl eher nicht…
Der Zuwachs der Bevölkerung entsteht, weil mehr Menschen Zugang zu medizinischer Versorgung und Hilfsgütern haben und damit wesentlich mehr von den in die Welt gesetzten Kindern auch überleben.
(Hinweis: damit meine ich nicht den Luxus, der für uns hier medizinische Grundversorgung ist, sondern so Lappalien, wie das Wissen, daß abgekochtes Wasser weniger ungesund ist, oder Impfaktionen)

Da Kinder nach wie vor die einzige Altersvorsorge sind, gibt es in großen Teilen der afrikanischen Bevölkerung gar kein Bestreben, die Fruchtbarkeit einzuschränken - früher mussten die Frauen mindestens ein halbes Dutzend Kinder gebären, damit wenigsten ein-zwei übrig bleiben, heute bleiben vier-fünf übrig - und die Bevölkerungszahlen explodieren.

Gruß
Sibylle

Hallo Christoph,

Servus Frank

woher hast du denn deine??

Seminar ‚Bevölkerungsgeschichte Europas‘ von Ao. Univ.-Prof. Dr. Bolognese-Leuchtenmüller an der Uni Wien

Ich beziehe mich auf Material der Universität hier vor Ort:

Jahr nach Chr.Geb.
300 16,8 Millionen
1000 23,7 Millionen
1500 31,3 Millionen

Erstens liegen zwischen deinen Zahlen 700 bzw. 500 Jahre und somit läßt sich kein Trend feststellen und zweitens steht da nicht für welchem Raum das gelten soll.

Meine Zahlen gelten für Gesamteuropa inkl. Baltikum und Russland. Ich könnte dir auch gerne einzelne Zahlen für Südeuropa, West- und Mitteleuropa und dem Osten nennen falls du das willst.

Auf jeden Fall zeigt sich der Trend, dass von 500 bis 650 die Bevölkerungszahlen sinken (Pest, Völkerwanderung), sich bis 1000 erholen, um 1340 ihren Höchststand erreichen und dann wieder massiv sinken (Stichwort Schwarzer Tod). Eine komplett gleichbleibende Bevölkerung galt zwar bei den alten Griechen (Platon, Aristoteles) als erstrebenswert, war aber kaum zu erreichen…

mfg

Mfg

Christoph