Hallo,
Heutzutage haben die meisten HF Formate die Endung „p“, z.B „720p“ allerdings ist in der Gerätebeschreibung vieler Fernseher angegeben dass sie auch formate mit der Endung „i“, z.B „1080i“ abspielen können. Was ist das, wo kommt das her? Ic bin daran interessiert ,weil schon die xbox, eine Spielekonsole, im Jahre 2001 fertiggestellt besagtes Format „1080i“ abspielen konnte und man darf sich Fragen, was denn nun anders ist bei der Endung „i“ als bei der Endung „p“ das nun doch 6 Jahre Länger gebraucht hat.
1080 bzw 720 ist nicht die pixelanzahl sondern die Anzahl der Zeilen.
i und p bestimmen dabei den Übertragunsmodus.
i steht für interlaced --> Jedes Bild hat nur die halbe Anzahl an Zeilen. Ein 1080i Bild somit 540. Und zwar hat das erste bild die Zeilen 1, 3, 5, usw im Gepäck und das zweite Bild die Zeilen 2, 4, 6, usw. Aus jeweils zwei Bildern wird dann im Fernseher ein Gesamtbild zusammengefügt.
p steht für progressive --> Jedes übertragene Bild hat die volle Zeilenanzahl und wird vom Fernseher auch korrekt dargestellt.
Ahoi!
i = interlaced
p = progressive
Progressiv bedeutet vollständige Bilder, interlaced bedeutet Halbbilder - damit ist gemeint, das immer abwechselnd ein Bild mit den Zeilen 1,3,5,7 . . . und ein Bild mit den Zeilen 2, 4, 6, 8 . . . übertragen wird.
Das Ganze ist eine Altlast aus der analogen Fernsehübertragung. Weil man damals mit Bandbreite knappsen musste, hätte man entweder nur 25 Bilder pro Sekunde übetragen können, oder halt 50 halbe Bilder pro Sekunde. Weil 25 Bilder pro Sekunde für das menschliche Auge wesentlich stärker flimmern, hat man sich für das interlaced-Verfahren entschieden.
Das Blöde an der Sache ist nun, das man das nicht so ohne weiteres auf digitale Displays umrechnen kann, die prinzipbedingt nur komplette Bilder darstellen können. Denn zwischen den beiden Halbbildern eines solchen Filmes liegt ja nun mal eine 50tel Sekunde. Wenn man die beiden Halbbilder einfach zusammenklatscht, wird man bei schnellen seitlichen Bewegungen die typischen Interlaced-„Kamme“ sehen. Klar, bei den geraden Zeilen ist das Auto gegenüber den ungeraden Zeilen schon ein Stück weitergefahren - was es halt in einer 50tel Sekunde schafft.
Das (ordentliche!) Umrechnen von Interlaced auf Progressive Bildern (nennt sich deinterlacen) ist eine Wissenschaft für sich. Vor allem in Echtzeit - und das ist dann auch einer der Punkte, wo sich gute LCD-Fernseher von eher schlechten unterscheiden.
Ich persönlich finde es eine Frechtheit, das die modernen HD-Formate den Zopf mit dem Interlaced-Verfahren überhaupt noch mit sich rumschleppen. Da es (meines Wissens nach) eh keine einizge Röhre gibt, die HD-Material in höherer Auflösung darstellen kann, sonden man sich eh einen digitalen Fernseher kaufen muss, hätte man diese Altlast der Geschichte auch endgültig über Bord werfen können. Aber nein, irgendeine völlig überflüssige Kompatibilität muss man ja dabei haben . . .
Hoffe, erhellend geleuchtet zu haben 
mabuse