Danke für die interessante Antwort. Es lässt sich lange darüber wertend diskutieren, ob der Staat ein „anonymes Wesen“ ist. Ich persönlich denke… ja das ist er.
Im Sinn politischer Ideologie ist ein Staat natürlich eine Ansammlung von Bürgern, die miteinander in wirtschaftlichen Wechselbeziehungen stehen, bzw. „Vater Staat“ bestenfalls als Umverteilungsinstanz steuerlicher Abgaben funktioniert?
Die Frage ist nur… wo fließen die Gelder denn hin und hat „Vater Staat“ - gemessen am exponentiellen Wachstum zinslicher Verschuldung bei gleichzeitig sinkendem Sozialprodukt überhaupt noch die Möglichkeit, jemals aus der Schuldenfalle „herauszukommen“? Um so mehr, wenn an falschen Ecken gespart und investiert wird.
Kein Mensch regt sich auf, wenn der Staat Milliarden verschleudert, um Banken oder bankrotte Firmen aus der Misere zu retten, die am Ende noch mehr Schulden anhäufen bzw. das Geld ins Ausland abwandert. Aber klar… es werden hier zwar Milliarden „fehlinvestiert“ - übrigens auch von wertvollen Steuergeldern - nur da regt sich niemand auf, weil: Erstens darf der Staat alles und zweitens ist der Mensch so „gestrickt“, dass er gerne nach oben buckelt und nach unten tritt - in der unbewussten Hoffnung, dass eines Tages vielleicht auch etwas für ihn abfällt.
Nur ist das seltenst der Fall, wenn man nicht als einzelner den Mut zur Veränderung und kritischem Denken hat. Im Zweif sind dann die kleinen Arbeitslosen die Sündenbocke der Nation. Aber Konzerne und Bankenmanager dürfen alles - gegen diese Obrigkeit im Konglomerat mit dem Staat - darf man kein Kritik äußern.
Bestenfalls können die komplexen Systemzusammenhänge gar nicht begriffen werden und man schweigt. Aber keine Sorge… auch auf Seiten der Unternehmen werden fleißig Steuern hinterzogen bzw. abgeschrieben, denn sonst würde die Wirtschaft heute überhaupt nicht mehr funktionieren.
Nur, wenn der kleine Arbeitslose, dessen Lebenswelt konkreter ist und den man persönlich angehen kann, dann sein verdientes Geld in Weiterbildung investieren will… dann geht das natürlich nicht. „Wie kann er nur…“
Komische Ansicht, für mich nicht nachzuvollziehen. Der Staat sind nicht wir, das ist ein ideologisches Obrigkeitsdenken ohne Realitätsbezug, leider… Komplexe Strukturen nehmen überhand bei quasi Null Mitsprache- und individuellem Gestaltungsrecht. So dass Strukturen, die ursprünglich der Gerechtigkeit dienten, heute absurd e und unbeabsichtigte Wechselwirkungen annehmen. Wenn DAS nicht anonym ist, dann weiß ich auch nicht.
LG
Allegra