Sehr geehrte Experten,
es gibt in der Filmtechnik wohl ein bestimmtes Tonsystem (wenn man es so nennen kann) mit dem Namen Dolby Digital.
Doch was genau vergibrt sich dahinter?
Was sind die Vorzüge dieses Systems?
es wäre toll, wenn mir jemand diese Frage beantworten könnte!
Liebe Grüße, Wolle
Das so genannte Dolby Digital stammt von der Namensgebenden Dolby Cooparation in den USA. Das Ganze ist ein Digitaler Code auf Filmen und DVD’s etc. Ein Film ohne Dolby Digital ist in der Regel nur Stereo und hat somit nur die Lautsprecher Vorne Links und Vorne Rechts.
Bei Dolby Digital wird ein entsprechender Decoder benötigt. Dies ist meistens auch gleich der Verstärker. Sie haben dann die zusätzlichen Boxenkanäle Front Center, Subbass, Hinten links, Hinten rechts. Was auch oft 5.1 genannt wird.
Eine solche Anlage macht vor allem Sinn wenn Sie so Filme schauen und z.B. der Güterzug akustisch von vorne Links nach Hinten Rechts durch Ihr Wohnzimmer rattert.
Wenn Sie selber Filme produzieren ist das ganze sehr komplex da Sie beim Dreh bereits die entsprechenden Tonspuren aufnehmen müssen. Selbstverständlich sollten dann die Mikrofone auch entsprechend angeordnet sein.
Hallihallo
ich kann da eigentlich nur 2 Links empfehlen… besser als da und umfassender kann ichs auch nicht erklären…
Hoffe das hilft.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ray_Dolby
http://de.wikipedia.org/wiki/Dolby_Digital
Halle Wolle. Eigentlich ist Dolby Digital kein Ton/Soundsystem sondern ein Raumklangsystem. Einfach ausgedrückt gehts um Surroundsound. Wird vor allem bei Kinofilmen oder bei Konzerten angewendet da man für den heimgebrauch einen Decoder/Frequenzweiche benötigt. Es werden bis zu sechs Boxen angeschlossen. Drei in Front, zwei von hinten und ein Subwoofer.Offiziell heißt es „ATSC A/52“.Ich hoff das war informativ genug. lg, timba
Lieber Wolle,
Dolby Digital ist ein patntiertes Verfahren zur Speicherung und Wiedergabe einer 5.1 Filmtonspur. Die sechs Kanäle werden zunächst diskret gemischt (bis dahin kommt man mit Dolby nicht in Berührung), und dann als ein komprimierter Datenstrom auf eine sogenannte Dolby-Mod überspielt. Dieser Vorgang ist Dolby selbst vorbehalten und kostet Lizenzgebühren. Der Datenstrom hat eine Datenrate von 480 kb/s (wenn mein Gedächtnis mich nicht täuscht, kann man auf jeden Fall auch nachlesen) für alle sechs Kanäle zusammen, das Verfahren nennt sich AC3 und wurde von Dolby entwickelt. Die niedrige Datenrate wird dabei durch die Nutzung von Verdeckungseffekten zwischen den Kanälen erreicht und fällt erstaunlicherweise im Kino nicht oder nur sehr selten auf. Die Dolby-Mod wird dann ins Kopierwerk geschickt, das die Film-Positiv-Kopien erstellt, die dann in den Kinos laufen sollen. Der zusammengefasste und komprimierte Datenstrom wird dann als digitaler Lichtton zwischen die Perforationslöcher des Films belichtet. Die kleinen Quadrate, die dort entstehen, sehen in etwa aus wie der digitale Code auf einem Online-Ticket der Bahn, nur eben viel kleiner. Und anstelle eines Kreises oder eines simplen schwarzen Quadrats zur Kalibirierung steht in der Mitte dieses Codes - natürlich - ein Dolby-Logo. Dieser digitale Code wird vom Filmprojektor ausgelesen und wieder in einen AC3-Datenstrom gewandelt, der wiederum an den Kinoprozessor geschickt wird, der daraus wieder sechs Audiokanäle macht. Der Kinoprozessor ist natürlich auch von Dolby.
Dolby Digital ist also ein patentrechtlich geschützes Speicherungs- und Wiedergabeverfahren für sechkanaligen Filmton. Alle Schritte unterliegen der Kontrolle der Firma Dolby und müssen bezahlt werden, also das Erstellen der Dolby-Mod, das Erstellen der digitalen Lichttonkästchen zwischen den Perforationslöchern, das Auslesen derselben vom Kinoprojektor und das Zurückwandeln des AC3-Stroms in sechs Audiokanäle.
Dolby Digital ist übrigens seit mittlerweile etwa 20 Jahren auf dem Markt und längst nicht mehr state of the art, aber halt einer der üblichen Standards. Die Position zwischen den Perforationslöchern macht die digitalen Lichttoncodes sehr anfällig, deshalb gibt es immer zusätzlich zu den Dolby-Digital-Daten noch eine analoge Lichttonspur auf dem Film, in der Regel Dolby Stereo. Auf diese wird immer dann umgeschaltet, wenn sich die Dolby-Digital-Daten nicht mehr vernünftig auslesen lassen, was oft passiert, im Schnitt vielleicht ein bis drei Mal pro Filmvorführung, wenn die Kopie nicht mehr ganz frisch ist. Diesen Umschaltvorgang hört man im Kino, oft wird gleichzeitig das Klangbild etwas schmaler und bei lauten Szenen auch leiser.
Auf modernen volldigitalen Wiedergabemedien wie DCPs oder digitalen HD-Bändern ist Dolby Digital nicht mehr nötig, da genug Bandbreite zur Verfügung steht um sechs oder mehr Audiokanäle uncodiert und unkomprimiert abzuspielen.