wir ihr dem Titel entnehmen könnt würde ich gerne wissen was das Wort
verflehmen
bedeutet, ob mit oder ohne H weiß ich leider nicht.
einen richtigen zusammenhang bzw. satz mit dem wort kann ich euch leider nicht sagen. Das einzige was ich weiß ist, dass eine ehemalige Klasenkameradin von mir, die jetzt Mathe auf Lehramt studiert in eine ihrer Seminare über Philosopie (nein, sie studiert wirklich mathe, aber sie MUSS ein seltsames philosohpie fach belgen…ka warum) dieses wort von einem der philosophie studenten gehört hat als er über die Odysee von Homer gelabert hat. Weder sie noch ich haben ne ahnung was diese wort bedeutet, und google sagt nix dazu.
Wäre cool wenn ihr mir weiterhelfen könntet.
Schonmal vielen Dank im vorraus für eure Hilfe und bis dann
versuche es mal ohne „l“. Die Fe(h)me ist ein heimliches Gericht, welches einen flüchtigen Verbrecher verfe(h)men kann. Er ist damit aus der Gesellschaft ausgeschlossen und darf getötet werden, um die an sich zu verhängende Todesstrafe durchzusetzen.
Man spricht auch von Fehmemorden im Sinne angemaßter Gewalt über das Leben anderer vor dem Hintergrund (angeblicher) Rechtsverletzungen, die es ggf. in den offiziellen Strafvorschriften gar nicht gibt. Siehe auch „Ehrenmorde“, bei denen jemand wegen der Verletzung der „Ehre“ - was strafrechtlich in den üblichen Fällen ohne Bedeutung ist - sterben muss.
wobei mir deucht, dass Du damit nur die späte Zeit und den Niedergang der Femegerichte beschrieben hast.
Im vor-absolutistischen Mittelalter handelte es sich, soviel ich weiß, bei den Femegerichten um eine Hohe Gerichtsbarkeit, die die Kompetenz hatte, auch Adlige - auf eigenem Grund und Boden selbst Gerichtsherrn, daher so gut wie immun - zu richten. Zu dieser Kompetenz gehörte, dass ein Angeklagter gleich welchen Standes zum Erscheinen vor Gericht gezwungen werden konnte, die quasi Ordnungsstrafe bei Nichterscheinen war eben das Verfemen, das den Angeklagten so gut wie vogelfrei machte.
Wegen der Bedeutung der Grundherrschaft für die Gerichtsbarkeit gab es in diesem Zusammenhang ziemlich seltsame Orte, an denen die der Grundherrschaft übergeordneten Femegerichte auf den Grenzen zwischen verschiedenen Grundherrschaften zusammentraten. Einer dieser Orte ist hier gleich ums Eck zwischen Ramsen und Alsenborn gut belegt, allerdings durch ein Blut- und Bodengetränktes Monümentchen aus dem Tausendjährigen Reich ein wenig verunstaltet: Das Gericht der Leininger, mitten im Wald am Schnittpunkt einiger zusammenlaufender Markungen gelegen.
Recht so, lieber Martin!
Die Feme soll - so ihre eigene Ursprungslegende - bis in die Zeit Karls d. Gr. zurückgehen, tatsächlich aber ist sie wohl im 11./12. Jhdt entstanden. Die Gründe hast Du sehr schön, kurz und einleuchtend dargelegt.
Die verschiedenen Bezirke wurden „Freigrafschaften“ genannt, an der Spitze stand der „Freigraf“.
Die Feme war eine Gerichtsbarkeit der freien Bauern und Bürger neben der Gerichtsbarkeit der Grundherren. Es gibt aber Beispiele, wie sich Städte (So z.B. die Stadt Soest) neben der Gerichtshoheit, die sie in ihren Mauern ohnehin schon hatte, auch die Gerichtshoheit der Freigrafschaften aneignen wollten.
Den Femebünden gehörten mit der Zeit auch immer höhere Herrschaften an. So hat beispielseise Oswald von Wolkenstein ein Femegerichtsverfahren gegen den Kaiser angestrengt - beide waren Mitglieder der Feme!
aha, vielen dank für eure Hilfe, das könnte doch sogar sinn machen. ich dachte eigentlich das es sich dabei um die beschreibung irgendeines stilmitels handelt, aber so is das aucht gut.