Du hast gut reden!
Hallo,
das sagst Du so einfach!
Mann seit 3 Wochen in Therapie (stationär), jetzt auch noch der BVSM leer- heute operiert nach Verlegung- danach Therapie weiter: Weihnachten naht in großen Schritten!!!
Sohn im Bewerbungsstreß, den ich natürlich (gern) mittrage!!!
Zugverspätungen bis spät in die Nacht, Mutter chauffiert (gern) und haut sich die Nacht um die Ohren!
Streß im Job- immer noch Patienten mehr zu versorgen.
Haushalt und Hund- mein Ressort- wer sonst?
Sohn außer Bewerbungen ( einschl. Fahrten zu den Firmen in halb D) mit Klausuren überhäuft, er nähert sich dem Abi. Hilfe nur begrenzt möglich.
Habe hier keine Verwandten!! Und die Bekannten sind halt keine Freunde!!
Alle Entscheidungen treffe ich (z. Zeit)!
Darf man da nicht auch mal von der Verwandschaft einen Anruf erwarten, wie es mir geht???
Auch wenn alles zur Zeit etwas viel ist: es muß getan werden! Und ich hoffe, daß mein Mann nach seiner Therapie WIEDER in der Lage ist, mir zur Seite zu stehen! Vorher war das nur eingeschränkt möglich.
Jedenfalls werde ich jetzt genau aufpassen, was wichtig ist und was nicht! Und die Wut staute sich bei mir nur an, weil so niemand Interesse an mir zeigt. Dabei kümmere ich mich um alle, auch wenns aus dieser Entfernung ist. Und ein offenes Ohr habe ich noch für jeden gehabt.
Man macht sich Sorgen um die alt werdenden Eltern, um den psychisch kranken Bruder, um die Schwester, die einen Sohn verlor, um den herzkranken Mann, der an Depressionen leidet, um den Sohn, der möglichst das im Leben erreichen soll, was er sich vorstellt und letztendlich um die mir anvertrauten Patienten, die nunmal auf meine Hilfe angewiesen sind.
Und wie, bitteschön, soll ich das umgehen???
Du bist zu beneiden, wenn Du nie irgendeinem Druck ausgesetzt warst- bist!!
LG Doreen