Was benutzt ihr als Punchingball?

Hallo!

Was benutzt ihr als Punchingball?

Ich bin so wütend!!!

Alles geht schief, alles bleibt an mir hängen! Ich MUSS stark sein für alle! Keiner fragt mal nach, wie es mir dabei geht!

Irgendwo muß man doch seine Wut ablassen!

So gehts nicht weiter, aber ein Ausweg ist nicht in Sicht!

Hat jemand Tips?

Daaaaaaaaaaaankee!

Doreen

Hallo Doreen,
eine Freundin hatte vor Jahren mal ein befreiendes Rezept: Sie ging in den Keller und schmiß mit Wonne alle greifbaren leeren Flaschen (ersatzweise anderes Zerbrechliches) an die Wand. Ist zwar mit Verlusten verbunden, aber ihr war’s das wert - es ging ihr unmittelbar danach viel besser.

LG,
MrsSippi

Abgrenzen
Hi Doreen

  1. Sandsack mit aufgemaltem Gesicht

  2. alte Handtücher zerreißen (mußte dich richtig anstrengen)

  3. Photo als Dart-Scheibe benutzen

  4. Holz hacken

  5. alte kaputte Möbel zertreten

wichtig is einfach deine Wut körperlich auszuagieren, natürlich nicht an lebenden Wesen :smile:
hilft ganz schnell und verhindert das sich Druck immer weiter aufbaut.

Hilfreicher wäre es allerdings wenn du deine Grenzen setzen könntest, bevor du wütend wirst :smile:

liebe Grüße
Schiwa

Hi Doreen

  1. Sandsack mit aufgemaltem Gesicht

Krieg ich auf die Schnelle nicht hin!

  1. alte Handtücher zerreißen (mußte dich richtig anstrengen)

Wäre einen Versuch Wert!

  1. Photo als Dart-Scheibe benutzen

Wieviele Scheiben soll ich denn da nehmen? Habe viele zur Auswahl!

  1. Holz hacken

Is bei uns nich!

  1. alte kaputte Möbel zertreten

Hab ich nicht!

wichtig is einfach deine Wut körperlich auszuagieren,
natürlich nicht an lebenden Wesen :smile:
hilft ganz schnell und verhindert das sich Druck immer weiter
aufbaut.

Hilfreicher wäre es allerdings wenn du deine Grenzen setzen
könntest, bevor du wütend wirst :smile:

Es passiert zu viel auf einmal- ich kann es nicht mehr steuern- liegt nicht in meiner Macht!

liebe Grüße
Schiwa

Danke für Deine Tips - ich probier gleich mal die Handtücher! -

Ich bin allerdings gerade in der Phase, wo ich das Heulen kriege!
Aber da ich alleine bin, stört das ja die Handtücher nicht!

LG Doreen

Hallo Schiwa,

ich bins noch nochmal.

Das mit den Handtüchern ist ein guter Tip!

Leider waren meine wohl noch nicht alt genug!! Aber Kraft hats gekostet!
Ich bin jetzt ruhiger, aber traurig!

Nun, wie sich die Probleme lösen werden, werden die nächsten Tage zeigen. Fertig werden muß ich sowieso damit!

Alles Sch … !

Ich danke Dir für Deine Ratschläge und * !

LG Doreen

Hallo Doreen,

alternativ zu den Handtüchern kannst Du das Zerreißen von Zeitschriften üben.
Ist auf Dauer preiswerter :wink:

Als Sandsack kannst Du übrigens auch einen Sack mit Wäsche verwenden.
Den brauchst Du auch nicht aufhängen, in eine Raumecke gestellt tut sie genau den gleichen Dienst.

fröhliches Frustentstauen wünscht

Gandalf

Hallo Doreen

manchmal muss man seine Wut ausagieren um an die dahinter liegende Traurigkeit erst dran zu kommen.

Weinen ist gut und nimmt auch viel Druck weg und ohne „Druck“ ist es meist leichter nach Wegen zu suchen.

Ich hoffe du findest für dich akzeptable Lösungen.

liebe Grüße
Schiwa

Einen realen (Punchingball) owT
:wink:

Hallo!

Alles geht schief, alles bleibt an mir hängen! Ich MUSS stark
sein für alle! Keiner fragt mal nach, wie es mir dabei geht!

Irgendwo muß man doch seine Wut ablassen!

So gehts nicht weiter, aber ein Ausweg ist nicht in Sicht!

hallo doreen,

du musst gar nichts - du meinst es zu müssen und deine umwelt mag sich auch daran gewöhnt haben und du selbst vor allem ebenfalls - dass du überfordert bist vielmehr dich übeforderst siehste ja…

wenn niemand fragt wie es dir dabei geht liegt das nicht zuletzt an dir selbst - schliesslich scheinst du ja selbstverständlich für alle zu denken, handeln, lösen…

allein der satz: du musst stark sein für alle - zeigt mir, da läuft etwas gründlich schief und sicher nicht erst seid gestern.

ich bezweifle stark, dass dir auf dauer die von dir gesuchten mittel helfen…

LG
nina

hallo doreen,

du musst gar nichts - du meinst es zu müssen und deine umwelt
mag sich auch daran gewöhnt haben und du selbst vor allem
ebenfalls - dass du überfordert bist vielmehr dich übeforderst
siehste ja…

wenn niemand fragt wie es dir dabei geht liegt das nicht
zuletzt an dir selbst - schliesslich scheinst du ja
selbstverständlich für alle zu denken, handeln, lösen…

allein der satz: du musst stark sein für alle - zeigt mir, da
läuft etwas gründlich schief und sicher nicht erst seid
gestern.

ich bezweifle stark, dass dir auf dauer die von dir gesuchten
mittel helfen…

LG
nina

Hallo Nina!

Ja Du hast recht: Ich BIN diejenige, die alles menagt, die alles zusammenhält und für alle denkt. Immer schon gewesen- liegt mir im Blut (glaub ich).
Aber manchmal ist es einfach auch zuviel des Guten!
Da ist es gut, wenn man für sich einen Weg findet, sich auch mal abzureagieren. Ich habe bisher nichts gefunden, das mir dabei helfen könte. Ich schlucke immer alles.
Daß das nicht gut für mich ist, weiß ich ja eigentlich selber. Aber es gibt keinen Weg hinaus!
Ständig passieren Dinge, die einem das Leben schwer machen. Ich scheine das auch magisch anzuziehen. Irgendwie kehrt keine Ruhe ein.

Ich weiß, daß ich irgendwann einmal die Quittung dafür bekomme.
Aber ob ich dann bezahlen kann?

Jetzt versuche ich mich gerade im „Nein-Sagen“. Und ich bin im „Schwiegertochter-Streik“! Mal sehen, obs funktioniert!?

LG und Danke für Deine Worte!
Doreen

Hallo Gandalf!

Das muß ich mir fürs nächste Mal merken! Kommt bestimmt!!!

Danke und LG, Doreen

hallo doreen,

nun, du bist darauf konditioniert, hast es üebr die jahre selbst perfektioniert und da aber nun niemand wirklich für so eine aufgabe geschaffen ist und im laufe der jahre die in der tat vorhandenen
gewinne wie anerkennung, lob, dankbarkeit etc ausbleiben, des weiteren sich das eher umkehrt und auch sonst noch viele weitere fehlverhalten einschleichen auf allen seiten - dreht sich da was hoch, aus dem man selbst meint nicht mehr herauszukommen.

das ist für mich auch logisch, denn man kann ja andere sichtweisen und herangehensweisen gar nicht mehr für möglich halten.
je weniger man selbst „funktioniert“ desto verzweifelter hält man an dem alten system fest.

meist weiss man ja nichtmal wie es überhaupt soweit gekommen ist, wieso man überall einspringt und den anderen ihre „arbeit“ aus den händen reisst.

nein sagen lernen und es durchzuziehen ist sicher ein guter anfang.
wenn mein gefühl mich aber nicht täuscht, wird das lange nicht ausreichen, denn wie immer würde auch hier nur eine änderung des eigenen verhaltens über die selbsterkennung und ursachenforschung auf dauer veränderungen herbeiführen. veränderungen, vor denen du z.b heute
ggfs. sogar angst hättest. (von wegen kontrollverlust, von wegen schwäche zeigen - nur 2 beispiele v. etlichen punkten).

je nach dem, wie stark ausgeprägt das alels bei dir ist, dein immer stark sein, dein „immerallesmachen“… und je nachdem wann du die nase wirklich voll hast, du mehr darunter leidest als du gewinnst - könntest du evtl mal darüber nachdenken ob ein profi für dich nicht das richtige wäre. - denn du hast eine sichtweise gelernt von der ich bezweifle, dass man sich aus sicher heraus verändern kann - da ist so viel, das ist alles so kompelx und verzweigt, reicht so weit zurück - das ahnt man oft gar nicht oder aber man ahnt es, kann es aber nicht einschätzen und vor allem mit der tatsache letztlich nichts anfangen…

ein erster grosser schritt wäre aus meiner sicht sich hier hilfe zu suchen. in deinem fall wäre das ein grosser mutiger akt - denn hilfe annehmen wirst du auch nie gelernt haben und für dich selbst wohl nicht gerade als zeichen von stärke wahrnehmen - während du das bei anderen anders siehst - wer deine hilfe nicht annimmt, nicht will…und wer sie will und es nicht so macht wie du es sagst - oh weh:wink:

wenn es also auf dauer nicht klappt mit dem nein - wenn dem nicht echte veränderungen folgen und du dich zudem dabei nicht wohl fühlst - warum auch immer - dann wirds zeit sich mal helfen zu lassen.
bis dahin kann es aber sein, dass du noch mehr leiden musst um diesen bedarf wirklich zu fühlen.

das klingt fies, ist aber nicht so gemeint, ist nur die realität.

in diesem sinne wünsche ich dir alles gute - wohl wissend, dass das für dich derzeit wohl etwas anders ist als das was ich damit meine :smile:

LG
nina

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gar keinen
hallo doreen,

Alles geht schief, alles bleibt an mir hängen! Ich MUSS stark
sein für alle! Keiner fragt mal nach, wie es mir dabei geht!

so eine situation lasse ich erst gar nicht aufkommen.

Irgendwo muß man doch seine Wut ablassen!

wenn man das vorher geklärt hat, brauch man keine wut zu haben.

So gehts nicht weiter, aber ein Ausweg ist nicht in Sicht!

doch: kläre die verantwortlichkeiten. (niemand sagt, daß das einfach ist. aber dringend nötig.)

gruß
ann

Du hast gut reden!
Hallo,

das sagst Du so einfach!

Mann seit 3 Wochen in Therapie (stationär), jetzt auch noch der BVSM leer- heute operiert nach Verlegung- danach Therapie weiter: Weihnachten naht in großen Schritten!!!

Sohn im Bewerbungsstreß, den ich natürlich (gern) mittrage!!!
Zugverspätungen bis spät in die Nacht, Mutter chauffiert (gern) und haut sich die Nacht um die Ohren!

Streß im Job- immer noch Patienten mehr zu versorgen.

Haushalt und Hund- mein Ressort- wer sonst?

Sohn außer Bewerbungen ( einschl. Fahrten zu den Firmen in halb D) mit Klausuren überhäuft, er nähert sich dem Abi. Hilfe nur begrenzt möglich.

Habe hier keine Verwandten!! Und die Bekannten sind halt keine Freunde!!

Alle Entscheidungen treffe ich (z. Zeit)!

Darf man da nicht auch mal von der Verwandschaft einen Anruf erwarten, wie es mir geht???

Auch wenn alles zur Zeit etwas viel ist: es muß getan werden! Und ich hoffe, daß mein Mann nach seiner Therapie WIEDER in der Lage ist, mir zur Seite zu stehen! Vorher war das nur eingeschränkt möglich.

Jedenfalls werde ich jetzt genau aufpassen, was wichtig ist und was nicht! Und die Wut staute sich bei mir nur an, weil so niemand Interesse an mir zeigt. Dabei kümmere ich mich um alle, auch wenns aus dieser Entfernung ist. Und ein offenes Ohr habe ich noch für jeden gehabt.

Man macht sich Sorgen um die alt werdenden Eltern, um den psychisch kranken Bruder, um die Schwester, die einen Sohn verlor, um den herzkranken Mann, der an Depressionen leidet, um den Sohn, der möglichst das im Leben erreichen soll, was er sich vorstellt und letztendlich um die mir anvertrauten Patienten, die nunmal auf meine Hilfe angewiesen sind.

Und wie, bitteschön, soll ich das umgehen???
Du bist zu beneiden, wenn Du nie irgendeinem Druck ausgesetzt warst- bist!!

LG Doreen

Hallo,

mir hat früher Sport immer sehr geholfen. Um mich abzureagieren bin ich 10-20 Bahnen ohne Pause geschwommen bis ich völlig fertig war oder habe im Fitnesstudio 1-2 Stunden Gewichte gestemmt. Habe auch schon mal altes Geschirr zu Boden geworfen oder Sparschweine zerdeppert.

Wenn die Wut nachgelassen hat, mit jemandem darüber reden.

Atschöle
Hermelin