Hallo erstmal,
das muss jeder für sich entscheiden. Der eine schimpft auf die bösen Banken und die unverschämten Zinsen, und gönnt sich keine Butter mehr aufs Brot, nur um jeden Cent Zinsen zu sparen, der zu sparen geht. Gelebt wird im nächsten Leben.
Der andere sagt sich, dass die Bereitstellung eines Kredits mit Zahlungskonditionen, die einem ein angenehmes Leben ermöglichen, eine durchaus geldwerte Leistung ist, und hat kein Problem damit eine klassische, langfristige Tilgungsvariante zu wählen.
Dazwischen sind angesichts möglicher Sondertilgungen, Eigenleistungen, Dingen die man nicht gleich finanziert, sondern auf einen Schlag bezahlt, wenn gerade Geld da ist, jede Menge Möglichkeiten offen.
Wir haben uns für ein Modell mit langfristiger Tilgung entschieden, bei dem wir keinerlei Einschränkungen haben, und was insbesondere nicht so auf Kante genäht ist, dass es gleich wie ein Kartenhaus zusammenfallen würde, wenn mal unvorhergesehene Dinge passieren. Dazu Sondertigungsmöglichkeiten, und ein Kreditvolumen was zwar einen ordentliche, am Notwendigen und Sinnvollen orientierten Standard gleich ermöglichte, ohne aber großen Luxus und mögliche Optionen gleich mit zu umfassen. Da haben wir in den letzten Jahren jedes Jahr das ein oder andere Projekt realisiert, was dann gleich bar bezahlt wurde, je nachdem was gerade so machbar war und auf dem Wunschzettel nach oben geraten war.
BTW: Der Spruch mit „gelebt wird im nächsten Leben“ ist durchaus ernst gemeint. Leider verstribt jeder 4. deutlich vor Erreichen der statistischen Lebenserwartung, und dem geht oft lange Krankheit und Siechtum voraus. Wir wollen alle nicht hoffen, dass wir auch dazu gehören, aber es kann eben passieren. Und eine Lebensplanung die massive Einschränkungen in der aktiven Lebensphase mit frischer fester Partnerschaft, Kindern, … vorsieht, und davon ausgeht, dass man dann später ja noch genug Zeit hätte, wenn das Haus abbezahlt ist, um dann noch schöne Reisen zu unternehmen, … kann ganz schön nach hinten los gehen. Ich habe schon x-mal Mandanten in Nachlassabwicklungen erlebt, wo es dann hieß, dass der Erblasser sich nie etwas gegönnt habe, weil er „für später“ große Pläne hatte. Nein Danke, da lebe ich lieber heute und zahle dafür etwas mehr Zinsen.
Gruß vom Wiz