Was bestimmt die max. HDD-Größe bei SCSI ?

Hi,

bei IDE wissen wir, daß es durch das BIOS und das bootende BS bestimmt wird, aber bei SCSI (unabhängig von SCSI-2, Wide oder UW)?

ist es das MoBo-BIOS?
das bootende BS?
der SCSI-Adapter?
oder die HDD selbst?

Jetzt hab ich schon seit über 12 jahren nur SCSi, aber an diese Grenze bin ich noch nie gestoßen …

lg, pit

Hallo Auchfalls,

bei IDE wissen wir, daß es durch das BIOS und das bootende BS
bestimmt wird, aber bei SCSI (unabhängig von SCSI-2, Wide oder
UW)?

ist es das MoBo-BIOS?
das bootende BS?
der SCSI-Adapter?
oder die HDD selbst?

Alles falsch,
es ist das SCSI-Protokoll :wink:

Unter SCSI werden Massenspeicher als Blöcke zu 1024 Byte verwaltet.

Leider habe ich gerade mein SCSI-Buch nicht zur Hand, aber wenn ich mich nicht irre ist die Blocknummer 32Bit lang, das ergäbe dann 4TB.
Allerdings darf ein SCSI_Gerät ja noch mehrer LUNs (mindestens 8) haben, man könnte das also noch mindestens um den Faktor 8 erweitern indem man aus einer einfach 8 Disk macht.

MfG Peter(TOO)

hallo peter der andere,

es ist das SCSI-Protokoll :wink:

heißt das, ich kann theoretisch auf ein 486er isa/pci-board mit meinetwegen 100 mhz einen adaptec 2940UW-PCI stecken und daran eine 80 gig SCSI-platte hängen, wenn ich sie in max. 32 gig-partitionen teile?

oder statt dem adaptec auch einen billigen ISA-futuredomain-adapter?

was bedeutet „SCSI-protokoll“?
II, wide, UW? oder was ganz anderes?

lg, pit

Moien,

es ist das SCSI-Protokoll :wink:

heißt das, ich kann theoretisch auf ein 486er isa/pci-board
mit meinetwegen 100 mhz einen adaptec 2940UW-PCI stecken und
daran eine 80 gig SCSI-platte hängen, wenn ich sie in max. 32
gig-partitionen teile?

Wieso willst du die in so kleine Stücke schneiden ? Ist doch unpraktisch.

oder statt dem adaptec auch einen billigen
ISA-futuredomain-adapter?

Wenn der Chip und seine Treiber Platten in der Grösse kennt und verträgt: klar.

was bedeutet „SCSI-protokoll“?
II, wide, UW? oder was ganz anderes?

Ganz was anders: es geht um die Sprache die auf dem Bus gesprochen wird. Anders als beim IDE-Protokoll wurde gleich etwas grösser gedacht.

cu

hi pumpkin,

heißt das, ich kann theoretisch auf ein 486er isa/pci-board
mit meinetwegen 100 mhz einen adaptec 2940UW-PCI stecken und
daran eine 80 gig SCSI-platte hängen, wenn ich sie in max. 32
gig-partitionen teile?

Wieso willst du die in so kleine Stücke schneiden ? Ist doch
unpraktisch.

a.f.a.i.k. kommt doch win98 mit max. 32gig-partitionen klar. oder nicht?

lg, pit

Hallo Auchfalls,

es ist das SCSI-Protokoll :wink:

heißt das, ich kann theoretisch auf ein 486er isa/pci-board
mit meinetwegen 100 mhz einen adaptec 2940UW-PCI stecken und
daran eine 80 gig SCSI-platte hängen, wenn ich sie in max. 32
gig-partitionen teile?

oder statt dem adaptec auch einen billigen
ISA-futuredomain-adapter?

was bedeutet „SCSI-protokoll“?
II, wide, UW? oder was ganz anderes?

SCSI ist ein Bus.
Die Kommunikation bei SCSI wird über ein Protokoll abgewickelt, also ähnlich wie Ethernet oder USB und dabei hat man halt einfach etwas weiter gedacht.
Weiterhin muss man SCSI eigentlich als Vorgänger von USB sehen, wie USB war SCSI für alle möglichen Geräte, wie Scanner, Drucker usw. vorgesehen. Leider hat sich dann SCSI nur für Festplatten, Bandlaufwerke und, teilweise, für Scanner durchgesetzt.

IDE, bzw. ATA, hat eine ganz andere Entwicklung hinter sich:
Ursprünglich hat IBM einen Wester Digital (WD) Chip auf einen Festplatten-Controller (war noch eine lange ISA-Karte) gepackt. Die damaligen Festplatten waren noch recht dumm. Auf der Festplatte befanden sich nur gerade die Vorverstärker für die Köpfe, die Leistungs-Elektronik und Drehzahlregelung für die Spindel und die Ansteuerung für die Kopfpositionierung (Ein verbreitetes System arbeitete mit zwei Leitungen: eine für die Richtung und mit jedem Impuls auf der Anderen bewegte sich der Kopf um eine Spur).
Der WD-Chip hatte verschiedene Register für den Sektor (6Bit), den Kopf (4Bit) und 10Bit für die Spur.
Ein Sektor hat 512 Byte.

Mit zunehmender Integration der Elektronik wanderte dann dieser Controlle in die Festplatte und die Verbindung zur Disk war eigentlich eine Verlängerung des ISA-Busses. Tja und um Kompatibel zu bleiben wird heute noch, eigentlich, dieser alte WD-Chip simuliert.
Um mit diesen Einschränkungen zurecht zu kommen, hat man dann angefangen Festplatten mit 63 Sektoren, 16Köpfen und 1024 Spuren zu simulieren und das dann in der Disk ain die tatsächlichen Parameter der Festplatte umzuwandeln.
Hiraus ergibt sich die Beschränkung welche das BIOS mit grossen PLatten hat.

Eine weitere Grössenbeschränkung liegt bei dem Betriebssystem.
FAT unterteilt die Festplatte in Blöcke, so genante Cluster, welche aus mehreren Sektoren bestehen. Ein Cluster ist somit auch die kleinste Einheit, welche eine Datei von 1 Byte grösse auf der Festplatte belegt.
Zuerst verwendete man FAT-12, es gab also maximal nicht ganz 4096 Cluster mit je 1024 Bytes, also maximal um die 4Mbyte, für Disketten mehr als ausreichend (Die ersten Disketten hatten 320KB, dann 360KB, 720KB, 1.2MB, 1.44MB und hauptsächlich in Japan verbreitet 2.88MB). Die ersten Festplatten hatten 5MB und 10MB !
Zuerst behalf man sich indem man die Cluster auf 2,4,8,16 und 32KByte vergrösserte.
DEanach kam dann FAT-16, welches um die 65’000 Cluster verwalten kann. und zuletzt kam dann FAT-32.

MfG Peter(TOO)

hallo peter,

kannst du die meßlatte nicht mal 10 stufen tiefer legen, bitte?

ich wollte doch nur wissen, von welcher hard- oder software die max. verwaltbare kapazität bei SCSI-HDDs abhängt. nicht welche auswirkung die kernspaltung auf die gravitation des 104. uranus-mondes hat.

also: von welcher hard- oder software hängt die max. verwaltbare kapazität bei SCSI-HDDs ab? brauche ich für eine 30gig-platte ein etwa gleichaltes motherboard, einen etwa gleichalten controller, oder mind. win98 (wenn das BS aus der win-reihe kommen soll)?

lg, pit

Hallo,
ich hatte mal festgestellt, daß ich meine Seagate elite HDD mit 9,1GB nicht voll nutzen konnte unter einem Adaptec AHA 2940 PCI Fast SCSI-2 Controller. Der begrenzte die nutzbare Größe auf 8,4GB. Das war glaub ich unter irgendeinem Linux, weiß nicht mehr, welches. Es handelte sich um Teile mit den 50-pol. Schnittstellen.
Was ich also sagen wollte: Es gibt durchaus Grenzen von SCSI bei der Festplattenkapazität.
Gruß Leok

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hallo peter,

kannst du die meßlatte nicht mal 10 stufen tiefer legen,
bitte?

ich wollte doch nur wissen, von welcher hard- oder software
die max. verwaltbare kapazität bei SCSI-HDDs abhängt. nicht
welche auswirkung die kernspaltung auf die gravitation des
104. uranus-mondes hat.

Tja, es gibt aber keine einfache Antwort:

  1. Eine Grenze wird durch das SCSI-Protokoll festgelegt.
  2. Das BIOS kann auch nur Festplatten mit einer maximalen Grösse verarbeiten.
  3. Eine weitere durch den SCSI-Treiber. Wenn dieser z.B. SCSI wie eine IDE-Disk einbindet, hat Vorteile bei der Kompatibilität der Software, können die BIOS/IDE Beschränkungen massgebend sein.
  4. Das Dateisysten (Teil des Betriebssystems) hat auch eine maximale Plattengrösse, welche verwaltet werden kann.

Und fast noch vergessen:
Wenn das BIOS die maximale Festplatten-Grösse bestimmt, kann diese nach Booten umgangen werden, indem dieser Teil des BIOS durch einen Treiber ersetzt wird, welcher diese Grenzen nicht hat. Aus diesem Grund ist es Möglich, wenn das Betriebssystem innerhalb der Begrenzung installiert wird, nach dem Laden dennoch die ganze Festplatte zu nutzen. Die Festplatte wird dann im BIOS kleiner eingetragen werden, als sie tatsächlich ist.

Also vereinfacht:
Dasjenige Teil, welches die grösste Einschränkung verursacht, bestimmt die maximale Plattengrösse.

MfG Peter(TOO)

Also vereinfacht:
Dasjenige Teil, welches die grösste Einschränkung verursacht,
bestimmt die maximale Plattengrösse.

MfG Peter(TOO)

oooch, und ich hatte so sehr auf eine einfache antwort gehofft, die ich mir auch als merken und bei bedarf abrufen kann. bleibt mir wohl doch nur das „von fal zu fall neu testen“ :frowning:

lg und vd
pit