Was brauche ich für kabelloses Internet?

Hallo,

ich habe einen neuen Internetzugang über das Kabelnetz, der auch funktioniert. Allerdings müßte ich nun entweder vom Kabelmodem zum PC ein Netzwerkkabel verlegen, was aufwendig ist, oder per WLAN überbrücken (Kabelanschluß bzw. Modem befindet sich ein Zimmer weiter).

Welche Geräte brauche ich genau für WLAN? Ich muß leider eingestehen, daß ich mich nie genau damit beschäftigt habe.

Router zum Anschluß an das Kabelmodem? USB-Adapter für den PC? Oder besser eine WLAN-Karte? Was ist ein Access-Point?

Vor allem, muß alles von einem Hersteller sein, oder sind verschiedene Geräte miteinander kompatibel?

Viele Grüße
Winter

Nachtrag
… gleich noch ein Nachtrag, bezieht sich auf Sicherheit/Verschlüsselung (etwas zu beachten) und ping-Zeitverlust (wieviel ms etwa)?

Gruß
Winter

Zweiter Nachtrag
… und noch was fällt mir ein, es sollte per se von jedem beliebigen Betriebssystem unterstützt werden, so wie das jetzt auch der Fall ist. Momentan brauche ich gar nichts zu tun, die IP-Adresse wird via DHCP bezogen. Kein Treiber, nichts.

Die Betonung liegt wirklich auf „jedes beliebige“, denn Treiber für WinXP und ein paar gängige Linuxe bringen mir gar nichts, wenn ich das Gerät in ein paar Jahren nicht mehr verwenden kann mit dem, was es dann gibt. Falls das nicht gewährleistet ist, wäre es für mich nämlich besser, noch ein Loch durch die Wand bohren zu lassen …

Bei Ebay ist das alles schwer abzuschätzen für mich.

Gruß
Winter

Die Betonung liegt wirklich auf „jedes beliebige“, denn
Treiber für WinXP und ein paar gängige Linuxe bringen mir gar
nichts, wenn ich das Gerät in ein paar Jahren nicht mehr
verwenden kann mit dem, was es dann gibt.

Ich habe jetzt mal schnell in die Zukunft gesehen und herausgefunden,
dass das ganze WLAN-Geraffel noch die nächsten 165 Jahre kompatibel
ist. Das war es doch, was du suchtest: jemand, der die Zukunft
präzise voraussagen kann. Bitte sehr.

Falls das nicht
gewährleistet ist, wäre es für mich nämlich besser, noch ein
Loch durch die Wand bohren zu lassen …

Tja, dann bohr mal schön. Ich würde an deiner Stelle lieber einen
WLAN-Router kaufen, diesen an das Kabelmodem anschließen und
loslegen. Meine iBooks sind jetzt seit 1999 mit WLAN ausgerüstet und
ich habe immer Router von irgendwelchen Herstellern benutzt. Bislang
war es immer kompatibel. Möglicherweise ist das ab Montag nicht mehr
so, wer weiß. So ein Loch in der Wand könnte dann die letzte Rettung
sein.

Mein Auwahlkriterium war immer eher die Farbe des Routers, immerhin
soll er auch kompatibel zu dem Rest meiner lochfreien Wohnung sein.

Stefan

Nein, ich suche nur eine kompetente Antwort

Ich habe jetzt mal schnell in die Zukunft gesehen und
herausgefunden,
dass das ganze WLAN-Geraffel noch die nächsten 165 Jahre
kompatibel
ist. Das war es doch, was du suchtest: jemand, der die Zukunft
präzise voraussagen kann. Bitte sehr.

Ich verstehe nicht, was der Sarkasmus soll. Immerhin ist klar: wo Treiber benötigt werden, erst recht, wenn es ein proprietärer Scheiß ist, dazu noch von einer Firma, die keinen Support bietet, dann steht man ganz schön deppert da - das ist jedesfalls das, was ich mitbekommen habe (geht schon los bei Mäusen, Tastaturen, erst recht bei Joysticks und Grafikkarten). Bei Analogmodems beispielsweise macht es einen himmelweiten Unterschied, ob ich irgendein Winmodem nehme, oder eines, das den Hayes-AT-Standard umsetzt. Damit wird es wohl immer gehen.

Bei einigen USB-WLAN-Adaptern heißt es eben: Treiber für xxx. - Daraus schließe ich schonmal, daß es nicht für jedes OS Treiber gibt. Wieso braucht man für einen Router denn überhaupt Treiber? Ich brauche nach Möglichkeit was, was ohne Treiber funktioniert. Nur kenne ich mich eben mit WLAN-Geräten überhaupt nicht aus und hoffte, hier einen kompetenten Rat zu bekommen, oder Entwarnung …

Wenn, so wie bei Hayes-Modems, ein offener Standard verwendet wird, der diesen Namen verdient, dann wäre es ja auch schon okay …

Viele Grüße
Winter

Was heisst hier Sarkasmus !

Wenn dein Wlan Empfänger irgendwelche funktionierenden Treiber für Linux liefert, wirst du sicher auch welche für Win/Mac dabei haben.

Wer soll dir hier aber jetzt was benennen, das dann unter Vista oder noch besser Viena(oder wie heisst das geplante)dann auch läuft.

Zeige mir mal einen Auto Hersteller der dir heute verspricht, das du in 2o Jahren noch alle Ersatzteile für den heute gebauten Wagen bekommst.

Weisst du was in 10 Jahren für ein Wlan Standard oder wie das dann heisst,nur noch läuft.Willst du dann die Hersteller verklagen weil sie dein einmal erworbenes nicht bis zu deinem Ableben mehr unterstützen?

FG Insulin

Allgemein sinnvolle Überlegungen beim Hardwarekauf

Zeige mir mal einen Auto Hersteller der dir heute verspricht,
das du in 2o Jahren noch alle Ersatzteile für den heute
gebauten Wagen bekommst.

Als passionierter Fahrer von alten Kisten kann ich nur sagen, daß ich damit nie Probleme hatte; und Rückfrage beim Händler ergab, daß ich mir da auch mal keine Sorge machen soll (nur nebenbei).

Weisst du was in 10 Jahren für ein Wlan Standard oder wie das
dann heisst,nur noch läuft.Willst du dann die Hersteller
verklagen weil sie dein einmal erworbenes nicht bis zu deinem
Ableben mehr unterstützen?

Also bei der kabelgebundenen Lösung gibt es das Problem nicht. Das Kabelmodem wird ausgetauscht bei Bedarf (gehört dem Kabelnetzbetreiber), und Ethernet-Netzwerkkarten mit RJ45-Buchse sollte es auch noch geben (falls nicht, müßte ich lediglich das Kabel austauschen).
Auch ein Hayes-Modem wird in 20 Jahren noch zu betreiben sein: es braucht keine proprietären Treiber, sondern wird mit einem offengelegten Standard angesprochen. Das sollte auch unter BeOS oder ObskurFutureOS funktionieren … (wie ich eben herausfand, laufen viele WLAN-Karten eben nicht unter Linux bzw. nur mit kostenpflichtigem Treiber! Das wäre also die richtige Antwort gewesen). Ich kaufe nach Möglichkeit keine Hardware, die proprietäre Treiber erfordert.

Wer soll dir hier aber jetzt was benennen, das dann unter
Vista oder noch besser Viena(oder wie heisst das geplante)dann
auch läuft.

Irgendetwas zu kaufen, was mit Vista bereits veraltet ist, hat nun wirklich keinen Sinn (ich rede nicht von 20 Jahren). Falls es nur die WLAN-Karte oder ein USB-Adapter für ein paar Euro ist, wäre es ja noch was anderes (da das offenbar unabhängig ist) … Dagegen schützen wie gesagt offene Standards.
Der Router sollte ja wenigstens unabhängig davon betrieben werden können, d.h. er hat keine Softwarevoraussetzungen? Wenn man sich auskennt und selbst mit mehreren BS arbeitet, sollte es kein Problem sein, hier kurz und kompetent Auskunft zu geben?

Weiter denke ich, daß meine Frage absolut berechtigt und die dahinterstehende Überlegung absolut sinnvoll ist. Nach dem, was ich bis jetzt weiß, stecke ich das Geld lieber einmalig in die Kabelverlegung als später Probleme mit Linux zu haben (was für mich wichtig ist) und alle paar Jahre was Neues kaufen zu müssen.

Viele Grüße
Winter

Moien

Auch ein Hayes-Modem wird in 20 Jahren noch zu betreiben sein:
es braucht keine proprietären Treiber, sondern wird mit einem
offengelegten Standard angesprochen.

Das Prinzip „offener Standart, alle spielen schön brav mit“ ist schon länger gestorben. Beim PC kann man das glatt vergessen.

(wie ich eben
herausfand, laufen viele WLAN-Karten eben nicht unter Linux
bzw. nur mit kostenpflichtigem Treiber!

Was WLAN-Karten/Sticks angeht:

Alles was auf Intelchip basiert geht, opensource und gratis.

Fast alles wofür es windows XP Treiber gibt geht ebenfalls unter Linux (dank ndiswrapper, was einfach den windows dlls ein windows unter linux vorgaukelt)

Für einen Teil gibt es dann noch madwifi.

Der Rest (ein eher kleiner Prozentsatz) geht eben nicht.

Witzig wird es bei Verschlüsselungen. WPA2-PSK & Co unter Linux ist nicht ganz ohne.

Ich kaufe nach Möglichkeit keine Hardware, die proprietäre
Treiber erfordert.

Also kaufst du nur CPU, HD, CD, RAM, Teile von Motherboards und VESA-Grakas ? Aufwachen, das wird nix. Selbst bei Soundkarten gibt es bis heute keinen offenen Standart.

Irgendetwas zu kaufen, was mit Vista bereits veraltet ist, hat
nun wirklich keinen Sinn (ich rede nicht von 20 Jahren).

Ist aber bittere Realität.

Dagegen schützen wie gesagt offene Standards.

Das weist du. Das weiss ich auch. Einige in diesem Forum evtl. auch noch. Aber da draussen gibt es etliche mio Leute die prinzipel zum billigsten greifen und keinen blassen Schimmer von Treibern/Standarts … haben. Die Zielgruppe ist viel grösser und interessanter als die 1-2% Aufgeklärte.

Der Router sollte ja wenigstens unabhängig davon betrieben
werden können, d.h. er hat keine Softwarevoraussetzungen?

Router sind systemunabhängig. Nur wenn man die Konfig nicht per Webbrowser, sondern per Setupwizard machen möchte braucht man die CD. Auf der CD sind keine Treiber, nur Setuptools und Helferlei (IP vergessen, Router wiederfinden & Co). Der Router ist definitiv nicht das Problem.

stecke ich das Geld lieber einmalig in
die Kabelverlegung als später Probleme mit Linux zu haben

Kabel ist für feste Installationen besser, da schneller (54 Mbit WLAN vs. 1000MBit Ethernet) und sicherer (WEP war nach Wochen vollständig geknackt und WPA2 stammt aus dem gleichen Haus). Nur mobile Geräte profitieren von WLAN.

cu

Moin, Moin.

Wie wäre es hiermit http://www.devolo.de/de_DE/spezial/dLANhsAward.html ?
Bei meinem Bruder funzt das ohne Probs.

alf

Kaufe dir zwei Accesspoints. Accesspoints sind grob gesagt die Verbindung zwischen kabelgebundenem und kabellosem Netz. Da kannst du einen an das Modem und einen an deinen Rechner anschließen. Ein Accesspoint lässt sich meist wie ein DSL-Modem auch per Web-Interface konfigurieren. Wenn er dann noch einen DHCP-Server hat, dann läuft es auch durch bloßes Anstecken. Allerdings sind Accesspoints teurer als WLAN-Karten oder USB-Adapter.

Kaufe dir zwei Accesspoints.

Hallo,

aha, also ginge auch das. Aber wie müßte ich die beiden konfigurieren, damit sie sich gegenseitig finden?
Außerdem ist dann noch die Frage, ob dann zwangsweise ein NAT-Routing zum Einsatz kommt. Bestimmt Protokolle könnten dann vielleicht nicht mehr funktionieren. Eigentlich würde mir ja ein „WLAN-Switch“ völlig genügen, der die IP-Adressen unverändert läßt, da ich nur einen PC habe. Die Router können doch immer auch als Switch eingesetzt werden, oder? (es geht ja nur darum, das Kabel zu ersetzen, mehr nicht)

Viele Grüße
winter

Kaufe dir zwei Accesspoints.

Hallo,

aha, also ginge auch das. Aber wie müßte ich die beiden
konfigurieren, damit sie sich gegenseitig finden?

Ich habe es noch nicht probiert, aber dass dürfte nicht allzu schwer sein. Schwieriger ist da das Absichern gegen Dritte, weil man da im Gegensatz zum ‚gegenseitig Finden‘ nicht auf den ersten Blick weiss, ob es funktioniert.

Außerdem ist dann noch die Frage, ob dann zwangsweise ein
NAT-Routing zum Einsatz kommt.

Das muss nicht zwangsweise sein, aber im Kabelmodem findet sowieso NAT statt

http://de.wikipedia.org/wiki/Wireless_Adapter

Problem gelöst! :smile:

Außerdem ist dann noch die Frage, ob dann zwangsweise ein
NAT-Routing zum Einsatz kommt.

Das muss nicht zwangsweise sein, aber im Kabelmodem findet
sowieso NAT statt

http://de.wikipedia.org/wiki/Wireless_Adapter

Hallo Johannes,
danke für die Info. Inzwischen hat sich aber das Problem auf andere Weise geklärt: das bereits vorhandene Loch in der Wand (Heizungsrohre) konnte Problemlos mit Hammer und Schraubenzieher/Meisel erweitert werden. Das hatte ein befreundeter Handwerker in ein paar Minuten gemacht. Auf die Idee wäre ich gar nicht gekommen, daß die Wand gar nicht so massiv ist (denn bohren ging nicht …).

Daß im Kabelmodem NAT zum Einsatz kommt, wäre mir neu. Es handelt sich wohl um eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung. Einen Webserver zu betreiben, habe ich noch nicht ausprobiert (und wäre auch nicht erlaubt), aber ich denke mal, daß es funktionieren würde (dürfte ja wegen der Abhängigkeit von Port 80 sonst nicht funktionieren?).

Trotzdem ist es prinzipiell interessant zu wissen, wie WLAN funktioniert. Was das für mich das richtige gewesen wäre, wird in dem Wikipedia-Artikel „WLAN-Ethernet-Adapter“ genannt. Wie (über was) man den Adapter am Kabelmodem dann konfiguriert, steht nicht drin. Aber reichen würde sowas, wobei mir die Unterscheidung zu „Bridging Mode“ von Access Points nicht so ganz klar ist (vielleicht, daß es sich nur um die Adapter handelt, die prinzipiell nicht mehr können). Die gegenseitige Identifikation über MAC-Adressen hört sich doch gut&sicher an - sicher machen es Unternehmen auch so, die auf zwei Seiten einer Straße sind, wo kein Kabel gelegt werden kann?

Viele Grüße vom glücklichen
Winter

Daß im Kabelmodem NAT zum Einsatz kommt, wäre mir neu. Es
handelt sich wohl um eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung. Einen
Webserver zu betreiben, habe ich noch nicht ausprobiert (und
wäre auch nicht erlaubt), aber ich denke mal, daß es
funktionieren würde (dürfte ja wegen der Abhängigkeit von Port
80 sonst nicht funktionieren?).

Doch doch.
In deinem Heimnetz hat das Modem eine andere IP als im Internet. Einem guten Kabelmodem kann man sagen, dass es bestimmte Ports auf der Internetseite öffnen und die Daten dieses Ports an einen Rechner im Heimnetz weiterleiten soll (Portweiterleitung). So kann man auch einen Webserver betreiben.

Trotzdem ist es prinzipiell interessant zu wissen, wie WLAN
funktioniert. Was das für mich das richtige gewesen wäre, wird
in dem Wikipedia-Artikel „WLAN-Ethernet-Adapter“ genannt. Wie
(über was) man den Adapter am Kabelmodem dann konfiguriert,
steht nicht drin.

Du müsstest Modem und den Adapter am Modem zu Konfigurationszwecken direkt an deinen Rechner schließen.

Aber reichen würde sowas, wobei mir die
Unterscheidung zu „Bridging Mode“ von Access Points nicht so
ganz klar ist (vielleicht, daß es sich nur um die Adapter
handelt, die prinzipiell nicht mehr können). Die gegenseitige
Identifikation über MAC-Adressen hört sich doch gut&sicher an

  • sicher machen es Unternehmen auch so, die auf zwei Seiten
    einer Straße sind, wo kein Kabel gelegt werden kann?

Mir ist zu Ohren gekommen, dass sich unter Linux die MAC-Adressen temporär ändern lassen.

Johannes Matschke