Was braucht ein Anfänger fürs eigene Fotolabor?

Ich habe die alte, jedoch recht gute, Minolta Kamera ausgegraben und den Spaß am fotografieren entdeckt. Die ersten Filme habe ich schon vollgeknipst und muss als armer Schüler bei jeder Entwicklung der Filme feststellen, dass es mich das Fotografieren ziemlich viel Geld kostet.

Ich würde mir gerne ein kleines Fotolabor zuhause einrichten und würde gerne wissen, was ich dafür brauche, um ganz normale Farbfotos zu erstellen?

Danke
Jens

…und muss als armer Schüler
bei jeder Entwicklung der Filme feststellen, dass es mich das
Fotografieren ziemlich viel Geld kostet.

Ich glaub dass bei der Entwicklung im eigenen Labor alles noch mal teurer wird. Wie viel zahlst du eigentlich so pro Abzug?

…und würde gerne wissen, was ich dafür brauche, um ganz :normale Farbfotos zu erstellen?

Hallo Jens,

Farbfotos selbst zu entwickeln ist technisch anspruchsvoll, aufwendig und teuer. Aber mache Dich selbst schlau: http://dc2.uni-bielefeld.de/dc2/foto/farb2.html
Dort findest Du eine anschauliche Erklärung des Prozesses und viele weiterführende Links.

Selbst entwickeln kann ein schönes Hobby sein, aber um Geld zu sparen, ist es gewiß der falsche Weg. Das selbst entwickelte Foto wird immer viel teurer sein, als die Arbeit eines Automaten im Fotoladen.

Gruß
Wolfgang

  1. Wenn ich jetzt boshaft sein wollte, könnte ich sagen, Du solltest vielleicht nicht Filme „vollknipsen“, sondern überlegt fotografieren. Aber am Anfang ist es wichtig, zu probieren - es wird sich einpendeln.

  2. Dias sind auf das Stück bezogen billiger als Papierbilder (Diafilm + Rähmchen im Vergleich zu Neg.-Film + Abzug). Nochdazu rahmst Du nur die Dias, die Dir gefallen und sparst Rahmen. Die Papierbilder mußt Du alle nehmen (und kaufen), es sei denn, sie haben einen technischen Mangel und Du kannst das eine oder andere zurückgeben. Allerdings brauchst Du für Dias einen Diaprojektor und eine Leinwand.

  3. Das eigene Labor macht bei Farbe wirklich keinen Sinn, das haben zwei andere Kommentatoren schon sehr richtig bemerkt. Wo es aber wirklich toll ist: im Schwarzweiß-Bereich. Da hat man ja über normale Labors gar keine Chance, Filmentwicklung und Abzüge in einer auch nur halbwegs guten Qualität zu erhalten - und sie kosten darüberhinaus mehr als ein Farbprint. „Fotografie“ kommt aus dem Griechischen und heißt „mit Licht malen“. Schwarzweiß fotografieren heißt, interessante Lichtstimmungen und Motive erkennen und festhalten - also eigentlich die hohe Schule der Fotografie. Da habe ich nur Kontraste, Linienführung, Formen - und keine Farbe, mit der ich mich über uninteressantes Licht oder langweilige Komposition hinwegschummeln kann.

Und es ist nicht mit dem Druck auf den Auslöser getan. Das Entwickeln, das gespannte Warten, wenn sich der Abzug in der Entwicklerschale langsam zu zeigen beginnt - das alles ist der zweite Teil dieses schönen Hobbys, fast schöner als das Fotografieren, weil Kreativität gefordert ist (Wie möchte ich den Kontrast, wie die Helligkeit, wo muß ich nachbelichten, wo abwedeln?). Das fertige Bild hat unter Umständen mit der Wirklichkeit garnicht mehr so viel gemeinsam, davon abgesehen, daß sowieso die Farbe schon fehlt.

wenn du farbabzüge machen willst, bist du auf jeden fall
mit scanner-photoshop-drucker am besten bedient.

was farbabzüge im labor herstellen so schwierig macht ist die filterung der farben, im labor musst du schätzen, einstellen, entwickeln und sehen wie sehr die einstellung noch abweicht. das ist sehr schwierig.(ausserdem wird das fertige bild dann bei sonnenlicht betrachtet nochmals vom ideal abweichen und das gesicht wird laaaang).

am computer kannst du die farbeinstellung beliebig oft und in echtzeit vornehmen und hast automatiken zur verfügung. pipettenwerkzeug zur grauwerteinstellung ist ein segen.

als scanner nimmst du am besten einen diascanner ab ca. 800dm, denn abzüge einzuscannen ist wenig sinnvoll, die wurden schon mal „auskorrigiert“(oder eher verpfuscht). drucker so ab 600dm. für den anfang reicht statt photoshop auch paintshop pro o.ä.
mfg

Nun: billiger wirst du nicht sein mit dem eigenen Fotolabor.

Es ist allerdings sicherlich so, dass die Qualität eigener Abzüge höher ist (und dir überdies die Negative nicht zerkratzt werden), was will man aber schon zu einem Preis von 90 Groschen?

Außerdem kannst du kreativ sein, denn der kreative Prozess ist nach dem Fotografieren selbst noch lang nicht abgeschlossen!

Also vom Preis her, bist du wohl am billigsten mit Dias bzw. sonst mit Billigabzügen. Wenn du jedoch anspruchsvolle Fotos machen willst, zahlt sich ein Labor aus - gebraucht ist die ganze Sache jedenfalls nicht übermäßig teuer.

Auf ebay gibt es da zB ganz interessante Sachen. Man kann im Bereich der Fotografie grundsätzlich auch ältere Sachen ohne Probleme benutzen.